Nächste "Ariane"-Generation in Planung

24. Dezember 2009 12:30

Verbesserte Raketen der Reihe "Midlife Evolution" sollen 2017 in Dienst gehen

München - Eine der Erfolgsgeschichten der Raumfahrt wird um ein neues Kapitel weitergeschrieben: Mit der Entwicklung einer verbesserten "Ariane 5" will die Europäische Weltraumorganisation ESA bis zu 20 Prozent mehr Tragfähigkeit erreichen - mit dem Bau wurde das Raumfahrtunternehmen EADS Astrium beauftragt. Die Trägerrakete soll künftig bis zu zwölf statt zehn Tonnen an Satelliten oder Raumfahrzeugen ins Weltall befördern.

Das Triebwerk, das die Fracht in die Umlaufbahnen schießt, soll mehrfach zündbar sein - mit dieser Technik soll die "Ariane" verschiedene Bahnen ansteuern können. Auch verbessert die Wiederzündbarkeit der sogenannten Oberstufe laut den Angaben die Gesamtbetriebsdauer von Satelliten oder Raumfahrzeugen. Im Rahmen des 150-Millionen-Euro-Auftrags will Astrium als Hauptauftragnehmer für den Bau des Trägersystems in den kommenden zwei Jahren zudem die elektronischen Steuerungssysteme verbessern. Ein weiteres Ziel sei es, die Funktion der Oberstufe noch zuverlässiger und sicherer zu machen.

Die neue "Ariane 5 ME" ("Midlife Evolution") soll 2017 in Dienst gehen, die bisherigen "Ariane 5"-Versionen werden unterdessen weitergebaut. Im Februar dieses Jahres hat das Vermarktungsunternehmen Arianespace weitere 35 Raketen für insgesamt vier Milliarden Euro bestellt. Sie sollen ab 2010 starten. (APA/APD/red)

rubinek
28.12.2009 16:27

Die Raumfahrttechnologie hat scheinbar ihren Zenit schon lange überschritten. 8 Jahre Entwicklungszeit für gerade mal 20% mehr Tragfähigkeit ist kein interessantes Upgrade.

Wäre interessant zu erfahren um wie viel die dann mehr kosten werden.

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