Dollar lässt die Märkte kalt

21. Dezember 2009, 17:46
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US-Währung notiert auf Drei-Monats-Hoch gegen Euro

Wien - Der US-Dollar hat sich am Montag auf seinem Drei-Monats-Höchststand gegen den Euro stabilisiert und notierte bei 1,4318 gegen die Gemeinschaftswährung. Anfang Dezember stand der Dollar noch bei 1,51 gegen den Euro. Die Dollar-Stärke ist aber nicht nur auf den schwachen Euro zurückzuführen, der insbesondere unter den aktuellen Problemen der griechischen Budgetpolitik zu leiden hat. Auch gegen andere Währungen, etwa den Australischen Dollar oder den brasilianischen Real, hat der US-Greenback in den vergangenen zwei Wochen stark zulegen können.

Zur Überraschung vieler Analysten ist die jüngste Stärke des US-Dollars ohne stärkere Kursverluste bei riskanten Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen schlechter Bonität vonstatten gegangen. Ökonomen wie Nouriel Roubini hatten vor einem "Carry Trade" und der "Mutter aller Blasen" gesprochen. Auch der Internationale Währungsfonds hatte vor einem US-Dollar-Carry-Trade gewarnt. Investoren sollen sich dabei in Dollar verschuldet haben und in andere, höher verzinste Wertpapiere angelegt haben. Eine Dollar-Stärke würde daher die Carry Trades unter Druck bringen und die Investoren würden die Positionen verkaufen.

Doch in den vergangenen Tagen haben sich Aktienmärkte von einer stabilen Seite gezeigt. Tatsächlich notiert etwa der US-Leitindex S&P 500 seit Mitte November stabil rund um die 1100-Punkte-Marke.

Einzig Rohstoffe haben in den vergangenen Tagen wegen des starken Dollars abgewertet. Vor allem Gold musste einen Teil seines Gewinnes der vergangenen Monate abgeben und notiert bei 1103 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall wurde bereits deutlich über 1220 Dollar je Unze gehandelt. (sulu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.12.2009)

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