Reform von Kapitalvorschriften

21. Dezember 2009, 17:43
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Regulierungsvorschläge werden bis April 2010 überarbeitet und diskutiert

Die obersten Bankenaufseher stellten vergangene Woche Regulierungsvorschläge vor. Diese werden bis April 2010 überarbeitet und diskutiert und sollen ab 2012 implementiert werden.

Eigenkapital

Mehr und qualitativ hochwertigeres Eigenkapital - vor allem Stammaktien - soll hinterlegt werden. Insbesondere sollen strengere Kapitalvorschriften auch für Derivate-Positionen gelten. Alternative Instrumente wie Partizipations- oder Genussscheine werden schlechter gestellt.
Schuldenbremse Als weitere Risikokennzahl soll eine "Leverage Ratio" eingeführt werden, eine Maßzahl dafür, mit wieviel Schulden eine Bank operiert. Diese Hebel-Kennzahl soll verhindern, dass sich Banken "exzesesiv" überschulden und damit die Stabilität des Finanzsystems gefährden.

Antizyklisch

In guten Zeiten soll mehr Eigenkapital auf die Seite gelegt werden, um einen Puffer für eine Rezession zu haben. Damit soll verhindert werden, dass in der Hochkonjunktur die Wirtschaft mit weiteren Krediten befeuert wird, im Abschwung jedoch nur restriktiv Kapital bereitgestellt wird.

QLiquidität Zusätzlich sollen international agierende Geldinstitute genügend kurz- und langfristige Liquidität nachweisen müssen und dafür globale Mindeststandards erfüllen. (sulu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.12.2009)

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