Vom Genozid zu den Züricher Protokollen

21. Dezember 2009, 17:41
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  • 1915-1918 Bei Massakern und der Vertreibung aus ihren Wohngebieten im Osmanischen Reich kommen bis zu 1,5 Millionen Armenier um. Die Türkei weigert sich bis heute, den massenhaften Tod als Völkermord anzuerkennen.
  • 1988 Die mehrheitlich armenische Bevölkerung in Berg-Karabach rebelliert und verlangt die Loslösung der Enklave von Aserbaidschan. Der Krieg beginnt 1991.
  • 21. September 1991 Die frühere Sowjetrepublik Armenien erklärt sich unabhängig. Die Türkei erkennt den Staat an.
  • 1993 Der Krieg um Berg-Karabach ist auf seinem Höhepunkt. Ankara schließt die Grenze zu Armenien, um dem verbündeten Aserbaidschan zu Hilfe zu kommen.
  • 1994 Nach Kriegsende bemüht sich die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa um eine Friedensregelung; ein Entwurf liegt mittlerweile vor, Baku und Eriwan haben aber Einwände.
  • 10. Oktober 2009 Die Außenminister der Türkei und Armeniens unterzeichnen in Zürich zwei Protokolle. Darin wird innerhalb von zwei Monaten nach der Ratifizierung die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und die Öffnung der Grenze vereinbart. (DER STANDARD, Printausgabe, 22.12.2009)
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