Nur Wien und OÖ erfüllen Asyl-Quoten

21. Dezember 2009, 14:35
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Am nachlässigsten ist Kärnten - Das Burgenland liegt 11 Prozent unterm Soll - mit Grafik

Wien  - In Österreich haben sich per 1. D ezember 21.858 Personen in der Grundversorgung befunden. Die meisten Asylwerber sind in Wien (5.790) und Niederösterreich (4.035) untergebracht, die wenigsten im Burgenland (672). Die vereinbarte Quote der zu versorgenden Asylwerber erfüllen aber lediglich Wien (137,26 Prozent) und Oberösterreich (100,99 Prozent). Das Burgenland, wo nun über ein neues Erstaufnahmezentrum diskutiert wird, liegt dagegen um elf Prozent unter seinem Soll-Wert. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Innenministeriums hervor.

In der Bundeshauptstadt sind um 1.572 Personen mehr als vereinbart in Grundversorgung. In Oberösterreich wird die Quote mit 37 Personen leicht übererfüllt. Die anderen sieben Bundesländer erfüllen ihre Aufnahmequote dagegen nicht.

Kärnten 30 Prozent unterm Soll

So müsste das Burgenland 755 Personen oder 3,46 Prozent der Asylwerber in Österreich aufnehmen. Tatsächlich sind es jedoch nur 672, eine Abweichung von -11,02 Prozent von der vereinbarten Quote. Kärnten müsste 1.522 Personen betreuen, tatsächlich waren es zuletzt 1.075. Die Abweichung ist hier mit -29,37 Prozent am höchsten. Eine große Abweichung ist mit -19,52 Prozent auch in Tirol zu verzeichnen (1.475 statt 1.833 Personen). Niederösterreich (-4,07 Prozent) und Vorarlberg (-4,84 Prozent) kommen recht nahe an die vereinbarte Quote heran. Salzburg (-11,59 Prozent) und die Steiermark (-10,58 Prozent) erfüllen die Quote ebenfalls nicht.

Geregelt sind die Quoten durch eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die allerdings über keinen Sanktionsmechanismus bei Nicht-Einhaltung verfügt. (APA)

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