Sioux sieht Rettungschance

21. Dezember 2009, 12:41
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Der von der Insolvenz bedrohte deutsche Schuhhersteller Sioux sieht gute Chancen für seine Rettung

Frankfurt - Die Verhandlungen mit dem Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) näherten sich möglicherweise einem positiven Abschluss, teilte das traditionsreiche Unternehmen am Montag in Walheim bei Ludwigsburg mit. Der PSV habe in Aussicht gestellt, unter bestimmten Bedingungen einem Vergleich zuzustimmen. Eine Einigung und Abwendung der Insolvenz sei im Jänner möglich.

Die durch ihre Mokassins bekannt Schuhfirma, die zum zusammengebrochenen Luxuswarenkonzern Egana Goldpfeil gehört, hatte sich bisher mit dem PSV nicht über eine Neuverteilung der Pensionslasten einigen können. Daher drohte die Sanierung des Unternehmens zu scheitern. Nach Angaben der Schuhunternehmens hatten in den 60er- und 70er-Jahren die Sioux-Alteigentümer Pensionszusagen an die Belegschaft geleistet, die die Firma "existenzgefährdend" belasten würden.

Die aktuelle Auftragslage sei sehr gut, teilte Sioux mit. Sie liege im Inland sogar über dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte das Unternehmen etwa eine Million Paar Schuhe verkauft und rund 45 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, dabei allerdings Verluste geschrieben.(APA)

 

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