Oppositionsführerin Suu Kyi ficht vor Gericht Hausarrest an

21. Dezember 2009, 10:55
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Richter sollen noch am Montag entscheiden

Rangun - Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat vor dem Obersten Gerichtshof des Landes die Verlängerung ihres Hausarrests angefochten. Die Anwälte der 64-jährigen Friedensnobelpreisträgerin argumentierten am Montag in Rangun, die Verurteilung zu weiteren 18 Monaten Hausarrest Anfang August sei nicht rechtmäßig gewesen.

Die Richter sollten nach Angaben von Anwalt Kyi Win noch am Montag entscheiden, ob sie das Verfahren fortführen. In diesem Fall müsste die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt ihre Argumente vorbringen. Sollte das Gericht die Beschwerde dagegen zurückweisen, bleibt Suu Kyi nur noch, direkt bei der Militärführung des Landes Einspruch einzulegen. Die Klägerin war bei der Anhörung nicht anwesend.

Die burmesische Justiz hatte den Hausarrest gegen Suu Kyi verlängert, weil ein US-Bürger ungebeten ihr Anwesen besucht hatte. Das Urteil löste weltweit Empörung aus - auch, weil es Suu Kyi von den für 2010 geplanten Wahlen in Burma ausschließt. Ein erster Einspruch war Anfang Oktober in erster Instanz abgelehnt worden. Suu Kyi verbrachte bereits 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. (APA)

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