Gestohlene "Arbeit-macht-frei"-Aufschrift gefunden

21. Dezember 2009, 09:58
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Fünf Verdächtige im Norden Polens festgenommen - Motiv für Diebstahl noch unklar

Warschau - Die berüchtigte Inschrift "Arbeit macht frei" vom Eingangstor des früheren NS-Konzentrationslagers Auschwitz ist wiedergefunden worden. Wie ein Sprecher der Polizei im polnischen Krakau (Krakow) in der Nacht auf Montag mitteilte, wurden fünf Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren im Norden Polens festgenommen. Die Inschrift sei in Stücke geteilt gefunden worden.

Bei den Tätern handelt es sich nach Angaben der polnischen Polizei nicht um Neo-Nazis. Die fünf Verdächtigen hätten das eiserne Schild zweifelsfrei aus kriminellen Motiven gestohlen, erklärte der Krakauer Polizeichef Andrzej Rokita am Montag. Es sei noch unklar, ob die Männer zu der Tat angestiftet worden seien. "Wir können sagen, dass keiner der fünf einer Neo-Nazi-Gruppe angehört."

Der aus Eisen geformte Schriftzug war am frühen Freitagmorgen von der heutigen Gedenkstätte entwendet worden. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Das Auschwitz-Museum, die Polizei und anonyme Spender setzten eine Belohnung von rund 27.500 Euro für Hinweise zur Wiederbeschaffung des Schriftzuges aus. Der gestohlene Schriftzug wurde durch eine Kopie ersetzt.

Der Diebstahl hatte u.a. in Polen, Israel und Deutschland Empörung ausgelöst. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu forderte Polen am Sonntag auf, alles zur Ergreifung der Diebe zu tun. Die "Kriminellen" müssten gefasst werden, erklärte er in Jerusalem. (APA/AFP/Reuters/APD)

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