Passant ließ weggeworfene Beute von Überfall mitgehen

20. Dezember 2009, 22:49
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Während die Polizei den Dieb verfolgte, hat ein Passant die Geldbeute mitgenommen - Polizei bittet Finder, Geld wieder zurückzugeben - Bei Fundunterschlagung drohen bis zu zwei Jahren Haft

Wien - Einen unerwarteten Weihnachtszuschuss hat ein Räuber offenbar einem Passanten in Wien beschert. Zwar konnte die Polizei nach einem Überfall auf ein Postamt in der Thaliastraße in Ottakring am 17. Dezember den mutmaßlichen Täter stellen, doch die Beute hatte der Kriminelle weggeworfen. Die Polizei bittet nun den etwaigen Finder, das Geld in der nächsten Dienststelle abzugeben.

Zwei Polizeibeamte hatten den mutmaßlichen Täter flüchten gesehen und nahmen die Verfolgung auf. Als die Beamten den bewaffneten Räuber auf Höhe der Thaliastraße Nummer 13 aufforderten, stehen zu bleiben, drehte sich dieser kurz um und warf den Plastiksack mit der Beute auf den Boden. Dann setzet er seine Flucht fort.

Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch mehrere Keller und Hausmauern hinweg, gelang es schließlich, den 25-jährigen Mann festzunehmen. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Der Plastiksack mit der Beute war jedoch nicht mehr auffindbar und wurde bisher auch nicht abgegeben. Die Polizei fordert den Finder nun auf, "das geraubte Bargeld umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle abzugeben". Bei Fundunterschlagung drohen  dem Finder bis zu zwei Jahren Haft. (APA)

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