Berlusconi beschränkt TV-Werbezeiten von Konkurrent Murdoch

20. Dezember 2009, 19:20
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Abosender dürfen nur noch zwölf statt 18 Prozent einer Stunde mit Werbung füllen

Das Match zwischen dem italienischen Regierungschef und Großaktionär des Medienimperiums Mediaset, Silvio Berlusconi, und dem weltweit operierenden Medienmulti Rupert Murdoch ist in eine neue Phase getreten. Italiens Regierung hat kurz vor Weihnachten ein Gesetzesdekret erlassen, wonach Abosender nur noch zwölf statt 18 Prozent einer Stunde mit Werbung füllen dürfen.

Murdoch betreibt in Italien den marktbeherrschenden Pay-Sender Sky. Silvio Berlusconis Mediaset-Gruppe hat zwar ebenfalls Pay-Kanäle, schafft dort aber nur ein Zehntel der Werbeeinnahmen von Sky. Frei empfangbare TV-Sender hingegen dürfen künftig mehr Werbung schalten als bisher - hier dominiert die Mediaset den Markt.

Bereits im vergangenen Jahr versuchte Berlusconis Regierung, den Erfolg von Murdochs Sky zu bremsen: Sie hat die Mehrwertsteuer für Abonnementkanäle überraschend auf 20 Prozent nahezu verdoppelt. (Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand/DER STANDARD; Printausgabe, 21.12.2009)

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