Schnee

Drei Kältetote in Österreich - Europaweit Probleme im Zugsverkehr

20. Dezember 2009, 19:17
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    foto: apa/andy rain

    Überfüllter Eurostar-Bahnhof in London. Weil die Loks offenbar nicht wintertauglich sind, wurden 60.000 Buchungen gestrichen

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    foto: apa/georg hochmuth

    Wiener Winter: Wer wegen eingeschneiter Zweiräder auf ÖBB-Züge umstieg, hatte am Sonntag erst recht Probleme

Im Ärmelkanaltunnel saßen 2000 Passagiere 15 Stunden fest - 60.000 Buchungen kurzfristig gestrichen

London/Wien/Washington - Schneestürme und klirrende Kälte haben am Wochenende in vielen Ländern für ein massives Verkehrschaos und zahlreiche Tote gesorgt. Allein in Polen erfroren bei minus 20 Grad mindestens 29 Menschen. Auch in Österreich waren am Sonntag drei Kältetote zu beklagen. Insgesamt kamen durch Kälte und witterungsbedingte Unfälle mindestens 36 Menschen ums Leben.

Am Heimweg erfroren

Ein 43-jähriger Installateur aus der Oststeiermark erfror auf dem Heimweg von einer Discothek in Mühldorf, ebenso erging es einem 19-jähriger Südsteirer auf dem Heimweg von einem Lokal nach Oberhaag und einem 59-jährigen Salzburger nach einem Gasthausbesuch in Pfarrwerfen. Alle drei dürften alkoholisiert nach Stürzen liegengeblieben sein.

15 Stunden im Ärmelkanaltunnel

Der Straßen- und Bahnverkehr brach vielerorts zusammen. Am schlimmsten erwischte es die Eurostar-Verbindung via Ärmelkanaltunnel. Betroffen waren fast 60.000 Passagiere. Schon Samstag saßen mehr als 2000 Reisende rund 15 Stunden in liegengebliebenen Hochgeschwindigkeitszügen mitten im Tunnel hilflos fest.

Informationen waren ziemlich schlecht

Lee Godfrey war mit seiner Familie unterwegs. "Wir waren ohne Strom. Uns sind das Wasser und das Essen ausgegangen. Und die Informationen des Personals waren ziemlich schlecht", sagte er. Kinder hätten auf den Gängen geschlafen. Menschen hätten Panikattacken gehabt. Mit kleineren Shuttles konnten die Passagier schließlich geborgen werden.

Betrieb der Eurostar-Züge eingestellt

Daraufhin wurde der Betrieb der Eurostar-Züge für das ganze Wochenende, für das es insgesamt 60.000 Buchungen gegeben hatte, komplett eingestellt. Nach ersten Erkenntnissen dürfte Kondenswasser die Elektronik der Lokomotiven lahmgelegt haben, als die kalten Züge aus der eisigen trockenen Luft im Norden Frankreichs in den etwa 25 Grad warmen und feuchteren Tunnel einfuhren.

Am Sonntag war noch unklar, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden soll. Eurostar-Chef Richard Brown versprach, Betroffene zu entschädigen. Konkret war von Retournierung des Fahrpreises, Aushändigung eines Gratistickets und einer Auszahlung von 120 Euro pro Person die Rede.

Zugverspätungen in Österreich

Auch in Österreich kam es zu massiven Verspätungen im Zugsverkehr und zu Ausfällen von Verbindungen. Praktisch jeder Zug, egal ob Fern- oder Nahverkehr, hatte bis zu drei Stunden Verspätung. Offizielle Begründung: eingefrorene Weichen.

Chaos an Wiener Bahnhöfen

Sowohl im Wiener Westbahnhof als auch in Meidling (Ersatzbahnhof für den Südbahnhof) kam es zu chaotischen Zuständen. In St. Pölten, wo ebenfalls gerade der Bahnhof umgebaut wird und der geheizte Warte-Container viel zu klein ist, gab es massive Proteste von empörten Fahrgästen. An der Südbahnstrecke versuchten die ÖBB, die Situation mit Gratistee und der Öffnung der Lounges für alle Fahrgäste, die Situation zu entspannen.

Flugverspätungen

Auch der Flugverkehr litt unter dem Wetter. Auf den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly fielen 40 Prozent der Flüge aus, in Brüssel, Amsterdam und Manchester gab es stundenlange Verspätungen.

Tauwetter prognostiziert

Während in Mitteleuropa für die kommenden Tage Tauwetter mit bis zu zehn Grad plus angesagt ist, sind im Nordosten der USA weiße Weihnachten garantiert. In manchen Gegenden fielen fast 60 Zentimeter Schnee. Für die Hauptstadt Washington galt eine Blizzard-Warnung. In New York wurden am Sonntag 25 Zentimeter Schnee gemessen, auf Long Island sogar 45 Zentimeter. In hunderttausenden Haushalten vom Nordosten bis zum mittleren Atlantik fiel der Strom aus, die Polizei musste zu tausenden Verkehrsunfällen ausrücken. Auf den Flughäfen von Washington, New York und Philadelphia wurden viele Flüge gestrichen. (APA, Reuters, dpa, red, DER STANDARD Printausgabe 21/22.12.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 96
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sleepyc
00
22.12.2009, 15:29
also die leistung der öbb am WE

war ja wieder mal die volle bestätigung sämtlicher vorurteile.
katastrophale organisation im vorfeld. schließlich ist es eigentlich NICHT überraschend, dass es in unsern breiten im dezember schneit und minus 10 - 15°C hat.
ausserdem waren selbst die verwehungen angekündigt.
personal, dass keine informationen bekommt und sie deshalb auch nicht weiter geben kann.
und das alles zu preisen, um die man mit leichtigkeit fliegen und mit jedem auto dieser welt fahren kann.

01052004
01
21.12.2009, 10:38
was mich hierzulande wirklich verwundert:

ich bin am samstag ausschließlich auf ungeräumten (bundes)strassen gefahren...wo waren denn die räum- und streutrupps??? zu teuer???

die miesten gehsteige in wien waren da besser geräumt (die meisten strassen auch; aber "am land??? in den dortigen gemeinden??? nix. dürfen die nicht??? haben die kein geld mehr, wei lalles verzockt??? waren alle im x-mas-fever auf der mariahilferstrasse???)

mich wundert, daß nicht mehr passiert ist...

gutartiger Bösmensch
00
22.12.2009, 15:24
Ja zu teuer

um Geld zu sparen darf nur noch sehr eingeschränkt Salz gestreut werden und um den Belag zu schonen darf nicht so tief geräumt werden. Ergebnis: eine dünne, rutschige Schneeschicht auf der Straße.

dr toolittle
00
21.12.2009, 10:14
ich hoffe, dass keine angehörigen die postings hier lesen!

jedenfalls drücke ich ihnen mein beileid aus - sollten sie es doch tun.

letzten silvester bzw neujahr fand ich auf dem heimweg einen betrunkenen unter dem baum liegen. mehrere menschen sind vorbei gegangen - dabei war es da auch nicht gerade warm. ich rief die rettung, die auch ein paar minuten später kam. ich werde nie vergessen, wie unsanft diese idioten den betrunkenen behandelt haben. scheinbar saufen die nur in der zentrale... jedenfalls finde ich in solchen situationen die zivilcourage der vorbeigehenden unter jeder sau. auf dass das endlich mal besser werde. jeder hat doch heute in handy und ein anruf kost' fast nix.

fizzzzz
 
30
21.12.2009, 10:10
Drei Kältetote in Österreich - FALSCH

RICHTIG: Drei Alkoholtote mehr in Österreich

christoph hofbaur
00
21.12.2009, 11:40
falsch -

an sich schuld waren ja die amerikanische FED sowie das liebeshoroskop der gerda rogers.

von eigenverantwortung fuer unsere handlungen wollen wir nichts wissen..

gutartiger Bösmensch
03
21.12.2009, 10:28
Falsch

Drei Tote wegen fehlender flächendeckender Kameraüberwachung. Mit patroullierenden Grundwehrdiener hätte das auch verhindert werden können.

Man muss es nur richtig drehen. ;-)

Para Dox
00
21.12.2009, 11:47

Prinzipiell hast du schon recht, aber Alkohol hat bei den Unfällen schon auch eine große Rolle gespielt. Es gibt halt Unfälle (wie z.B. diese), die mehr als eine Ursache haben (hier: Alkohol und Kälte)

Jim Kirk
00
21.12.2009, 10:17

Nein, denn sie sind ja nicht durch eine Alkoholvergiftung gestorben.

kopfsalat
01
21.12.2009, 10:07
madrid unerreichbar

von barcelona. weder flugzeug noch bahn. es hat 6 grad plus.

Helicopterman
11
21.12.2009, 09:26
Beim Zugsverkehr

gibt es in Österreich immer Probleme, egal, wie das Wetter gerade ist. Eine Zugfahrt zwischen Wien und Graz ohne Verspätung ist beispielsweise schon die Ausnahme.

AmazingSpace
00
21.12.2009, 09:57

Mit dem Hubschrauber ist es weit bequemer.

Ewald H.
05
21.12.2009, 09:01
3 Kältetote sind schlimm

Unglaublich was hier manche Menschen für einen Unsinn posten. Es war das letzte Wochenende vor Weihnachten. Taxis waren Mangelware. Ich weiss jedenfalls warum ich meinen Stiefsohn um 3 Uhr von der Disco abgeholt habe. Aber manche hier waren offensichtlich nie jung, und haben immer eine Reserve fürs Taxi zurückbehalten, anstatt noch ein zwei Bier zu trinken...... Frohe Weihnachten

Argamak de oro
 
02
21.12.2009, 10:15
naja...

von einem 43-jährigen und einem 59-jährigen dürfte man dies nach einer solchen logik aber doch erwarten.

==McMurphy==
26
21.12.2009, 07:07
väterchen

frost wird beleidigt sein,
wenn man ihm drei drogentote ankreidet.

Kuldip K.
 
31
21.12.2009, 06:37
Auf welches Konto gehen eigentlich erfrorene Rumänen in Wien ?

Auf "Polnische" ?

Jim Kirk
10
21.12.2009, 10:25

Was verstehst du an "in Österreich" nicht?

Bhai Sahib
 
00
27.12.2009, 15:14
In Simmering?

Mr. Bubbles
10
21.12.2009, 02:44

wer zu besoffen ist, und einen acker bei -25 grad mit seinem bett zu verwechseln der - so leid es mir wirklich tut - ist kein kälte- sondern ein alkohol toter.

Rautha
00
21.12.2009, 10:05

die kälte rafft schon mehr dahin als die schweinegrippe..

krosser pruter
30
21.12.2009, 00:48
wegen 3 alktote in ö

ist halb europa in der krise. respekt!
die klimakonferenz erinnert immer mehr an den wiener kongress.

Ceeit
00
21.12.2009, 00:15
Woher kommen die 25 Grad in der Röhre?

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
21.12.2009, 08:13
Darmwinde?


unnerum
03
21.12.2009, 01:28

Ich hätte mal ganz stark auf Erdwärme getippt.

Ceeit
00
13.1.2010, 19:01
Dafür sind 25 Grad zu hoch.

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