Keine Restitution: Stiftung Leopold bietet bloß Geld an

20. Dezember 2009, 18:28
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Provenienzforscher werden bald ihren ersten Bericht über strittige Fälle des Museums abliefern

Wien - Demnächst - ein Jahr später, als von Kulturministerin Claudia Schmied angekündigt - werden die Provenienzforscher Sonja Niederacher und Michael Wladika ihren ersten Bericht über strittige Fälle des Leopold Museums abliefern. Nach den Kriterien des Kunstrückgabegesetzes (das für die Stiftung Leopold nicht gilt) wäre unter anderem Egon Schieles "Häuser am Meer" an die Erben nach Jenny Steiner zu restituieren. Der Vorstand der Privatstiftung veröffentlichte daher über die APA eine Aussendung: Man hält fest, dass "Private gesetzlich nicht angehalten werden können, durch Nazis entzogene Kunst den Betroffenen/Erben zurückzustellen", die Stiftung wolle diesen gegenüber aber "ein Zeichen des Good Will setzen und im Sinne einer gerechten und fairen Lösung nach ihren Möglichkeiten "einen finanziellen Betrag leisten".

Im Falle "Häuser am Meer" hatte Rudolf Leopold schon vor Jahren Geld angeboten. Der Betrag wurde von den Erben aber als unangemessen niedrig angesehen. (trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 21. 12. 2009)

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