US-Post für Minister Darabos

20. Dezember 2009 17:53

Betrifft: "Der Druck der Amerikaner ist ungehörig" - von US-Botschafter William C Eacho III.

Reaktion auf ein Interview in DER STANDARD, 18.12.2009.

*****

Bezugnehmend auf obgenanntes Standard Interview möchte ich betonen, dass die Vereinigten Staaten das Engagement des österreichischen Militärs am Balkan, auf den Golanhöhen und bei anderen Einsätzen im Laufe der Jahre sehr begrüßen. Ebenso respektieren und anerkennen wir die Souveränität Österreichs und schätzen unsere starken und freundschaftlichen Beziehungen auf militärischem, diplomatischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet.

Betreffend einige andere Themen, die in dem Artikel angeschnitten wurden, möchte ich hiermit die amerikanische Position darlegen:

 

  • Es ist die Aufgabe eines jeden Botschafters, für die Interessen und die Politik seines Landes einzutreten - auf offizieller Ebene und in der Öffentlichkeit. Das ist in keiner Weise "ungehörig" - und ebenso wenig trifft dieser Begriff auf meine Befürwortung von Unterstützung in Afghanistan zu. Schließlich ist dies ein Einsatz, der sich auf ein UN-Mandat gründet und an dem mindestens 43 Nationen, sowohl Nato- als auch Nicht-Nato-Mitglieder, teilnehmen.

     

     

  • Wir begrüßen die Ankündigung der österreichischen Bundesregierung, zivile Unterstützung für Afghanistan bereitzustellen, und sehen weiteren Informationen über konkrete Maßnahmen erwartungsvoll entgegen.

     

     

  • Obwohl ein offizielles Treffen aus terminlichen Gründen noch nicht möglich war und Minister Darabos und ich daher noch keine Gelegenheit hatten, dieses Thema zu diskutieren, gehe ich davon aus, dass der Herr Minister meine öffentlichen Stellungnahmen diesbezüglich wahrgenommen hat, in denen ich darauf hinwies, dass sich die Vereinigten Staaten zu keinem Zeitpunkt auf ein ausschließlich militärisches Engagement Österreichs in Afghanistan konzentriert haben. In meiner Rede an der Diplomatischen Akademie letzten Monat habe ich beispielsweise vorgeschlagen, dass Österreich einen Beitrag in Afghanistan leisten könnte, und habe in diesem Zusammenhang betont, dass "Entwicklung, Regierungsfähigkeit und Rechtsstaatlichkeit zentrale Bereiche sind, wo Unterstützung notwendig ist." - Ich hoffe, diese Information wird für die Leser des Standard nützlich sein. (William C. Eacho III., US-Botschafter in Österreich/DER STANDARD, Printausgabe, 21.12.2009)

     

     

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      Posting 1 bis 25 von 124
      1 2 3
      d d102erew
      24.12.2009 22:49
      ein zivildiener als verteidigungsminister

      ist ungefähr so wie

      wenn man einen flugängstigen zum piloten macht.
      er sieht in seinem job auch immer sehr bemitleidenswert aus. man möchte seine hand nehmen und ihm mut zusprechen, dass das alles doch nicht so schlimm sei. er wirkt so verloren und unbeholfen. er hätte doch lieber in der landespolitik verbleiben sollen.
      dann hätte niessl noch einen mitstreiter gegen eberau.
      die sp hat nun die fp salonfähig gemacht. niemand wird sp-aussagen, die auf die rechts-aussen-politik hinweisen, mehr ernst nehmen.
      auch strache wird sich wundern, rechts überholt worden zu sein. hihi

      Kornmanns Zierrat
      21.12.2009 19:50
      Wer hat eigentlich diesen

      lächerlichen Typen zum Verteidigungsminister gemacht ?

      Der traut sich nicht mal den US-Botschafter zu treffen ?

      papst benedikt
      21.12.2009 19:13

      meine meinung als österreicher: ihr krieg interessiert mich nicht. weder bin ich dafür verantwortlich noch fühle ich mich bedroht oder sehe sonst irgendeinen grund, mich dort einzumischen. ebenfalls ist mir völlig gleichgültig, ob sie ihn gewinnen oder verlieren oder bis in ewigkeit weiterkämpfen. es ist ihr problem nicht meines. und ich bin über jedes österreichische regierungsmitglied froh, dass das ähnlich nüchtern sieht und sich nicht in fremde abenteuer ihres landes hetzen lässt.

      Josef Moholi
      21.12.2009 18:18
      Nicht ungehörig, aber unverschämt

      ist es allemal, dass die USA die Kosten für ihre verkorkste Außen- und Sicherheitspolitik jetzt auf andere Staaten abwälzen wollen. Ich wüsste nicht welche Interessen Österreich in Afganistan hätte.

      frank_the_tank
      21.12.2009 17:55

      Regierungsfähigkeit und Rechtsstaatlichkeit sind also zentrale Bereiche, wo Unterstützung notwendig ist. Dass er in diesem Zusammenhang aber ausgerechnet in Österreich Hilfe sucht, finde ich doch ein wenig – nun ja, wie soll ich sagen – ungeschickt. Es handelt sich dabei ja nicht unbedingt um die Kernkompetenzen der österreichischen Politik, geschweige denn österreichischer Regierungen.

      Kahuna
      21.12.2009 16:27
      Eacho, der Dritte

      eine Botschafterkarriere nach amerikanischem Muster: Hedge Fund CEO, der wahrscheinlich viel fuer Obama gespendet hat, wird zur Belohnung jetzt Diplomat. Vor einem Jahr hat er uns vielleicht noch mit Australien verwechselt?

      fischers
      21.12.2009 16:11
      Post retour

      Sehr geehrter Herr Botschafter! Aufgrund der kritischen Sicherheitslage benötigen wir alle einsatzfähigen Kräfte des österreichischen Bundesheeres in der Krisenregion Eisenstadt. Wie Ihnen sicher bekannt sein dürfte, ist im laufenden Jahr die Anzahl der Einbrüche von 17 auf 19 gestiegen - wir sprechen hier bereits von DEFCON 4. Neue Bedrohungen werden aus dem Raum Eberau/Güssing gemeldet. Eine Teilmobilmachung wird von Landeshauptmann N. nicht ausgeschlossen.

      nofretete69
       
      21.12.2009 18:34

      u made my day ! ;-)

      Alekto
      21.12.2009 14:38

      Seit wann ist es denn so erwünscht dass Ö Stellung nimmt?
      Ich dachte wir sollten ein "neutraler" Staat sein.

      Kontra
      21.12.2009 15:53
      Da es sich um ein UNO-Mandat handelt, ist die Neutraltät nichtdie Frage

      Bei Afghanistan muß man schon weiter denken. Prinzipiell hielte ich es für ein Katastrophe, wenn dort wieder Taliban die Macht übernehmen und schließlich Pakistan mitziehen. Dass dann irgendwann auf uns Ungläubige ein Atombomberl fällt, ist dann nur noch eine Frage der Zeit.

      Ob allerdings ausgerechnet Österreich da weiter helfen können, bezweifle ich sehr. Ich glaube wir wären genau so eine Gefahr wie die Deutschen deren Einsatz ja eher den Taliban hilft.

      Also hoffe ich, daß die Strategie von Obama aufgeht und dasss Österreich wenigstens keine dummen Sprüche a'la Darabos absetzt.

      wimmerl
      23.12.2009 02:16

      So lange die Taliban an der Macht waren (übrigens mit US-Unterstützung) haben wir in österreich oder Europa keine negativen Erfahrungen gemacht. Die Feindschaft entstand erst als die Taliban negativ zu einer Pipeline von zentralasien nach Karachi eingestellt waren.Warum sollen für eine US-Außenpolitik büßen, die glaubt, alle Menschen auf der Welt wie Figuren herumschieben zu können. Wir sollten auch nicht vergessen, daß die dztge afghanische regierung nicht durch Wahlen legitimiert ist( Wahlbetrug) und dort Figuren wie ein general Dostum (Spitzname: Dschingis Chan von Afghanistan) das Sagen haben. Mit solchen leuten sollten wir besser nichts zu tun haben, auch wenn sie verbündete der USA sind, wie zuvor die taliban und Saddam Hussein.

      papst benedikt
      21.12.2009 19:16

      auf uns? als österreicher habe ich nicht den geringsten konflikt mit dem afghanischen oder pakistanischen volk. warum auch?
      vielleicht sind sie ja us amerikaner, dann verstünde ich ihr problem. aber selbst dann wäre es IHR problem.

      GreyPaladin
      21.12.2009 13:52

      Wozu einer Zeitung schreiben die noch nichtmal Zitate in der Überschrift richtig hinbekommt?

      nofretete69
       
      21.12.2009 13:16

      zuerst werden die taliban von den usa unterstützt im kampf gegen das böse russland , dann trifft der anschlag vom 11. sept. die amerikaner auf heimatboden - jetzt werden die taliban zu kriegsgegnern !
      sorry, dieses ei habt ihr euch selbst euch gelegt !

      Kontra
      21.12.2009 15:54

      Kann schon sein, ihre Schadenfreude kann ich nur nicht teilen.

      bokomo_vie
      21.12.2009 12:32

      Sehr geehrter Herr Botschafter! Solche Briefe sollten Sie an den Verteidigungminister schicken und nicht an den Hrn. Mag.DARABOS (Sportminister). ;-)

      First of the Few
      21.12.2009 15:08
      Fruitless

      Auch wenn er's dem Sportminister via Roßau schickt, iss es fruchtlos. Der Mensch hat weder den Mut noch Fähigkeit dem österr. Volk aktuelle Sicherheitspolitik im 21. Jhdt. zu kommunizieren, noch sich bis dato mit irgendwelchen US-Mitarbeitern der Botschaft zu treffen. Er hatte schon für den scheidenden (Bush)-Botschafter keine Zeit und nun für den Obama(Lichtgestalt)-Mann a net. Der scharf linke Reflex muss wirklich tief sitzen bei ihm, der ja auch einer PzGrBr in Mautern erklärt er würde nie ein Militarist werden, in völliger Verkennung der Bedeutung des Wortes...

      Leave him Mr. Ambassador, this pie.ce of cra.p isn't worth it. Go and hack his page with a missile-defence-powerpoint, for example...

      Walter Scholz
      21.12.2009 12:16
      Nur keine Aufregung

      Wehrdienst-Spezialist Darabos wird eine entsprechende Anzahl von Zivildienern nach Kabul verlegen.

      Kahuna
      21.12.2009 16:30
      Was sollen die dort machen?

      Korruptionskaempfer?

      zimbo
       
      21.12.2009 12:21
      was haben Sie nur gegen einen Minister, der den Wert menschlichen Lebens kennt.

      Aber dann Maunzen, wenn die gut gefuellten Gummisaecke eintrudeln, daemlich ernst bei der Beerdigung schauen und im Inland ueberall eine Terroranschlagsmoeglichkeit vermuten.

      Geh!danke
      21.12.2009 10:47
      Sehr geehrter Herr Botschafter,

      wir sind kein undankbares Gesindel, wir haben nicht vergessen, was die USA für die Befreiung Österreichs, aber auch für die Wiederbelebung unserer Wirtschaft geleistet haben.
      Deshalb nehmen wir, ähnlich der Schweiz, mind. einen ehem. Guantanamo-Häftling auf, als Zeichen der Freundschaft und der Solidarität! (Entwurf)

      kotttan
      21.12.2009 14:30
      -Befreiung- war reiner Egoismus,

      ansonsten wäre Europa an die UdSSR gefallen, das musste verhindert werden. Soviel zur Rettung Westeuropas.

      Kontra
      21.12.2009 15:58

      Und wir Österreicher hätten mit unserer Mentalität irgendjemanden altruistisch geholfen???

      Natürlich war das Engagement der Amerikaner nicht nur reine Bruderhilfe. Das ist ja auch völlig ok. Dennoch haben die Amerikaner Deuschland und Österreich aus dem tiefsten Nazisumpf gezerrt, in den sie uns wahrlich nicht hineingezogen haben und anschließend Wirtschafts- und Demokratiehilfe geleistet. Sicher auch um deren eigenes Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen. So wie ja auch heute den Afghanen nicht wegen der unterrückten Frauen allein geholfen wird, sondern da es eine konkrete Gefahr dargestellt hat.

      bokomo_vie
      21.12.2009 12:36

      Allerdings ist Österreich ja das beste Beispiel dafür, dass man Demokratie nicht erzwingen kann. Bei uns haben die Amis ja offensichtlich kläglich versagt. ;-)

      Räuber Hotzenplotz
      21.12.2009 12:27

      Befreiung??? Leben Sie auch noch immer den Opfermythos?

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