Schneefall

Drei Kältetote in Österreich

20. Dezember 2009 15:38
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    Foto: apa/ff wörschach/thomas gruber

    Der Schneefall führte zu mehreren Unfällen.

43-Jähriger wollte Heimweg abkürzen - 19-Jähriger stürzte auf Acker und blieb liegen

Wegen der Kälte kamen am Wochenende in Österreich drei Menschen ums Leben. Freitag Abend ist ein 43-Jähriger 500 Meter von seinem Haus entfernt im steirischen Leitersdorf (Bezirk Feldbach) erforen. Das meldet der ORF Sonntag Früh. Der Ingenieur soll sich nach einer Firmenweihnachtsfeier und dem anschließenden Besuch in einer Disco in der Nacht auf Samstag zu Fuß auf den Heimweg gemacht haben.

Um den Heimweg abzukürzen, hat er einen Acker überquert und ist dort entweder ausgerutscht oder eingeschlafen. Samstag Nachmittag fand ein Suchtrupp seine Leiche.

Auch ein 19-jähriger Südsteirer starb auf dem Weg von einem Lokal zu seinem Wohnsitz in der Nacht auf Sonntag. Der Bursche war bei minus 23 Grad Celsius auf einem Acker gestürzt und gleich wie der 43-jährige Oststeirer liegen geblieben. Der 19-Jährige wurde am Morgen tot gefunden, so die Sicherheitsdirektion Steiermark.

Der Bursche aus Oberhaag (Bezirk Leibnitz) wollte gegen 1.30 Uhr von einer Diskothek nach Hause gehen und war lediglich mit Turnschuhen, Jeans und einem leichten Pullover bekleidet. Da rund 15 Zentimeter Neuschnee lagen, rutschte der junge Mann mehrmals beim Überqueren eines Ackers aus und blieb schließlich auf dem Bauch liegen. Als man ihn gegen 7.40 Uhr fand, konnte der Distriktsarzt nur noch den Tod feststellen.

Auch in Salzburg ist ein ein 59-jähriger Pensionist aus Werfen (Pongau) am Heimweg von einem Gasthausbesuch in Pfarrwerfen erfroren. Der Mann kam Samstag zu Sturz, fiel eine Böschung hinunter, verletzte sich dabei, rappelte sich kurz auf und brach dann zusammen. Der 59-Jährige wurde Sonntagvormittag von einem Jäger gefunden.

Unfälle

Beim Absturz eines Autos über eine Böschung sind am Sonntagvormittag in Tschagguns (Montafon) fünf Insassen verletzt worden. Der 23-jährige Lenker wollte rückwärts zu einem Ferienhaus zufahren, geriet dabei aber auf der einspurigen und schneebedeckten Fahrbahn über den rechten Rand. Laut Polizei wies der Chauffeur aus Tschagguns eine Alkoholisierung von über 0,8 Promille auf.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 9.00 Uhr. Das Auto überschlug sich mehrfach und kam erst nach 15 Metern zum Stillstand, einer der Mitfahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Die fünf Verletzten wurden mit der Rettung ins Krankenhaus Bludenz gebracht.

ÖAMTC-Pannenhelfer im Dauereinsatz

Die eisigen Temperaturen der vergangenen Stunden haben den Pannenhelfern des ÖAMTC jede Menge Arbeit eingebracht: Am Samstag (0.00 bis 24.00 Uhr) wurden insgesamt 1900 Einsätze in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gezählt. "Das sind doppelt so viele wie sonst", sagte eine Sprecherin des Clubs. 95 Prozent der Einsätze waren aufgrund von Batterieproblemen.

Nach einem relativ ruhigen Sonntagmorgen schnellten ab 10.00 Uhr die Einsatzzahlen erneut in die Höhe. "Man merkt, dass viele Menschen erst später ihr Auto in Betrieb nehmen wollten", so die Sprecherin. Der ÖAMTC rechnete heute mit rund 1700 Pannenhilfen.

Prognose

Ein Kälteschub aus Deutschland hat in der Nacht auf Sonntag für klirrende Kälte in ganz Österreich gesorgt. Der Rekord-Minus-Wert wurde laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit minus 24,3 Grad in St. Jakob in Osttirol erreicht. Das große Frieren dauert aber nicht lange: Föhn wird in den kommenden Tagen die Temperaturen wieder in die Plusgrade treiben. Auch weiße Weihnachten sind sehr unwahrscheinlich.

Der Kälteschub aus Deutschland wurde lediglich durch die bedeckte Wetterlage ein wenig abgefedert. Dennoch war es in allen Landeshauptstädten außergewöhnlich kalt. In Wien wurden minus zwölf Grad gemessen, minus 14 in St. Pölten und minus 10,3 in Eisenstadt. In Linz fror man bei minus 14,2 Grad, in Salzburg bei minus 13,2. In Graz lag der Tiefstwert bei minus 14 Grad, in Innsbruck bei 14,6 und in Bregenz bei minus 12,2 Grad. Der Kältepol unter den Landeshauptstädten war Klagenfurt mit minus 17 Grad.

Wetter in den folgenden Tagen

Am Montag in der Früh wird es noch einmal eiskalt mit letzten Schneefällen. Die Frühtemperaturen liegen im Süden und Osten erneut zwischen klirrenden minus 20 und minus zehn Grad, sonst zwischen minus neun und minus vier Grad. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen meist minus sieben bis 0 Grad. Durch den einsetzenden Föhn sind jedoch auch leichte Plusgrade möglich.

Dienstag: Kräftiger Südföhn kommt auf den Bergen auf und gebietsweise greift dieser recht lebhaft bis in die Niederungen durch. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus acht und plus zwei Grad, die Tageshöchsttemperaturen zwischen 0 und plus zehn Grad in manchen Föhntälern.

Der Mittwoch bringt meist starke Bewölkung mit nur wenig Sonnenschein. Von der Früh weg ist zudem im Westen und Süden mit teils kräftigem Regen zu rechnen, die Schneefallgrenze sinkt vor allem in Vorarlberg und Tirol rasch auf 500 Meter Seehöhe herab. Am Nachmittag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in den Norden und Osten, Schnee fällt dabei allmählich bis auf 400 Meter herab. Die Temperaturen nehmen in der Früh Werte zwischen minus vier und plus vier Grad an, danach Anstieg auf maximal ein bis neun Grad. (red/APA, derStandard.at, 20.12.2009)

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Der Citybiker
20.12.2009 19:50

Und welcher von den 4 erfrorenen Betrunken war jetzt kein Kätetoter?

Oder war jeder zu 3/4 ein Kätetoter und zu 1/4 ein Alkoholtoter?

Oder wie kommt die Überschrift zu stande?

krosser pruter
20.12.2009 19:14
typisches ableben am land

hinsetzen, einschlafen, nix mehr spüren, ein schöner tod. super suizidmethode, fragt sich nur, ob das gewollt war.

Allmächtiger Satan
20.12.2009 19:04

Tja, Alk und kalt, das mischt man nicht.

Der Waehlerwille
 
20.12.2009 18:35
alkoholtote ...

Dorian Gray
20.12.2009 17:59
Wenn ich die lustigen Postings so lese

möchte ich nur daran erinnern das es auch Menschen waren.
Die hatten auch Eltern,Frauen,Freunde die nun um sie trauern.

Ich trauere um ein Gesellschaft die sich an solchen Sachen belustigt.

alkoholinfo.at
21.12.2009 10:06
Das ist vollkommen richtig.

Wichtig finde ich persönlich aber auch, dass hierbei nichts beschönigt wird. Alkohol und Kälte vertragen sich nicht, wie ein Vorposter korrekt anmerkte. Es ist unvernünftig, alleine und alkoholisiert im Dunkeln nach Hause zu torkeln, besonders wenn die Temperaturen weit unter Null liegen, denn Alkohol kühlt durch seine gefäßerweiternde Wirkung den Körper zusätzlich aus.

marx graut scho
20.12.2009 17:37
Hab´ mal - ist schon ein paar Jährchen her, einen ...

... stockbesoffenen Jugendlichen aus einem Straßengraben gefischt und zu Hause abgeliefert! Am nächsten Tag hätte den niemand mehr entdeckt, weil in besagter Nacht 40 cm Schnee gefallen waren! Der hatte halt Glück ... :)

kotttan
20.12.2009 17:23
Hauptsache überall Rauchverbot.....

aber der Alkohol MUSS konsumiert werden.

Hans_Maulwurf@derstandard.at
20.12.2009 17:01
das hat mit kältetod ungefähr soviel zu tun ...

wie robert enke opfer eines zugunglücks geworden ist.

mitrovic dejan
20.12.2009 15:56
Aufgebrachter Kärntner starb wegend Geldmangels.

http://go.orf.at/oe/410968.html

Ernst Szoeke1
20.12.2009 16:42

was hat das mit dem Artikel zu tun?

stegerer
20.12.2009 15:16
Das hätte es vor dem Glykolwein-Skandal nicht gegeben

Kopfweh ja, aber erfroren ist mit dem Frostschutz keiner........

kurt haenel
 
20.12.2009 19:06
@steigerer

mir kommt dabei ein anderer Gedanke. Der schönste Freitod müsste ja doch sein, voll besoffen, bei klirrender Kälte einen Spaziergang zu machen.
Ab minus 10 Grad müsste es wirksam sein.

teuerzahler
20.12.2009 14:26
kältetote ist relativ. hier dürfte es sich eher um

alkoholtote, sprich alkoleichen handeln.

barstow
20.12.2009 14:06
Die haben den Mut gehabt und ihr Auto stehen lassen

und sind zu Fuß nach Hause gegangen. Respekt.

Die Vollprofis im Trinken erwischt es leider sehr selten auf solche Art. Die bauen meist einen Unfall und nehmen unschuldigen Leuten das Leben.

Der Waehlerwille
 
20.12.2009 18:35
sehr guter punkt

rossgoschn
20.12.2009 13:32

Wie immer wird pietätvoll und unnötigerweise (Abschreckungseffekt!) jeder Hinweis darauf vermieden, dass die im Acker Verstorbenen zum Unglückszeitpunkt bestimmt hackedicht waren.

aberpram
20.12.2009 12:36
Alkoholtote - wär treffender...

greenberetta
20.12.2009 13:02
Stimmt wohl ...

Im Sommer redet man ja auch nicht von "Traktortoten".

Matador
 
20.12.2009 12:18
äcker - die unterschätzten killer.

hast1
20.12.2009 19:13

sollte man asphaltieren.

Jonathan Möwe
20.12.2009 15:06

:D
Ja, es stimmt, Todesfallen locken immer und überall!

anton burger
20.12.2009 12:04
alkohol im spiel???

Lukas Chen
20.12.2009 14:34
Alkohol sinkt den Blutdruck

Deshalb kann Alkohol einen Menschen schlaefrig machen, und dann stuerzt man leicht in einem kalten Aker, er wird dann in Bewusstlosigkeit einschlafen und endlich erfrieren.

Mucius Valerius Scapula
20.12.2009 14:24

Oba geh ;)

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