Bitte keine Klimagipfel mehr!

KrisenFrey, 19. Dezember 2009 15:32
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    Foto: reuters/bob strong

Internationale Diplomatie ist für den Kampf gegen Erderwärmung ungeeignet - nationale Politik ist gefordert

Die Enttäuschung nach dem Klimagipfel ist vor allem in Europa groß, aber was haben die Europäer eigentlich erwartet?

Dass US-Präsident Barack Obama Zusagen macht, von denen er weiß, dass er sie im Augenblick nicht durch den Kongress bringen kann?

Dass China seine seit 30 Jahren verfolgte Entwicklungspolitik über Bord wirft, weil es die anderen Staaten wünschen?

Dass die Interessensgegensätze zwischen den armen und reichen Ländern, die bei der Klimapolitik besonders ausgeprägt sind, durch Charme und Geschick einfach zum Verschwinden kommen?

Das Ergebnis ist mager, vor allem in Vergleich zum G-20 Gipfel von Pittsburgh, wo es schon konkreter Zusagen gab. Aber allein die weltweite Festschreibung eines politischen Ziels ist ein Fortschritt, auf dem in den kommenden Jahren aufgebaut werden kann.

Allerdings muss dies anders geschehen als bisher. Was Kopenhagen gezeigt hat, ist, dass die traditionelle Form der Gipfeldiplomatie für den Kampf gegen Klimawandel ungeeignet ist. Solche Konferenzen werden vom Kampf um Positionen und politischen Kuhhandel dominiert, und das verhindert letztlich eine effektive Eindämmung von Treibhausgasemissionen.

In der Schlussphase ging es vielen kleinen Entwicklungs- und Schwellenländern nur noch darum, ob sie politische Punkte gegen die USA  oder die anderen Großmächten machen konnten. Wenn die Öl-Länder Venezuela oder Sudan sich zum Vorkämpfer einer grünen Politik hochstilisieren, dann ist das nicht mehr ernst zu nehmen.

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass in den kommenden ein oder zwei Jahren wirklich ein völkerrechtlich bindender Klimavertrag zustande kommt, der ernsthafte Ziele festlegt und von alle großen Staaten unterschrieben wird.

Kioto-II wird es nicht geben, und wenn, dann wird es höchstens die Diplomaten zufriedenstellen, aber nicht die Klimaforscher.

Der Kampf gegen den Klimawandel muss daher vor allem innerhalb der großen Volkswirtschaften geführt werden. Entscheidend ist, ob das begonnene Umdenken in den USA, in China und auch in Indien weitergeht – und ob die Technologien, die dies finanziell leicht verkraftbar machen, schnell genug entwickelt werden können. Dafür nützt internationaler Druck nur wenig.

So gesehen ist es ein Glück, dass Obama nicht mit einer internationalen Verpflichtung nach Hause zurückkehr, für die er im US-Kongress geprügelt werden würde. Das würde die US-Klimapolitik eher bremsen als beschleunigen. 

Und auch China ist viel eher bereit, seine kurzfristige Politik an seinen langfristigen Interessen – und dazu gehört die Eindämmung der Erderwärmung –, wenn es dies nicht als Diktat des Westens empfindet.

Selbst in Europa hängt Erfolg und Misserfolg der Klimapolitik von der Einstellung und der Politik der Nationalstaaten ab. So wird Österreich seine verfehlte Verkehrspolitik nicht ändern, bloß weil Brüssel dies fordert, sondern weil irgendwann einmal den hiesigen Politikern, Planern und Bürgern bewusst wird, dass sie von Verantwortung nicht nur reden können, wenn sie es nicht leben.

Auch wenn der Gipfel von Kopenhagen gescheitert ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Kampf gegen den Klimawandel jetzt erst recht richtig losgeht.

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Posting 1 bis 25 von 44
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Ringweltler
11.01.2010 08:05
arme Kinder der Zukunft

Wenn ich mir so die Menschheit anschaue, dann bin ich doch froh, dass ich nicht so lange leben "muss" - also ca. 50 Jahre werde ich noch hier verweilen, aber leid tun mir dann meine Kinder bzw. die Enkerl. Es fängt ja vieles schon im kleinen an: daheim bei mir am land liegt überall der McDonalds-Müll und Red-Bull-Dosen herum - das lässt man einfach fallen, oder wird aus dem Auto-Fenster von Hirnlosen geworfen. Dann am Parkplatz in Wien liegt weiterer Müll herum - auch lauter Glasscherben - dürfte wohl eine wilde Feier gewesen sein. Wie gesagt, echt schade, wenn man so auf die Umwelt pfeift.

raff1
21.12.2009 19:19
Der Kampf gegen den Klimawandel...

???
nicht ernst oder?

Christoph ************
20.12.2009 23:08

"So wird Österreich seine verfehlte Verkehrspolitik nicht ändern, bloß weil Brüssel dies fordert, sondern weil irgendwann einmal den hiesigen Politikern, Planern und Bürgern bewusst wird, dass sie von Verantwortung nicht nur reden können, wenn sie es nicht leben."

Wenn die Ziele in der EU verbindlich festgelegt worden sind, wird Österreich sehr wohl seine Politik korrigieren müssen. Eine andauernde Vertragsverletzung wäre kaum eine vernünftige Alternative. Das würde zuerst verdammt teuer und wenn das noch immer nichts bewirkt würde es mit einem Rauswurf aus der EU enden.

Während der Nationalstaat wichtig ist, begeht der Autor meiner Meinung nach den Fehler, seinen Horizont auf eine Welt der Vaterländer zu minimieren...

adal1
21.12.2009 21:17
Die EU

wird sicher die Nettozahler rauswerfen, wenns die Klimaziele nicht einhalten (die es noch nicht gibt). Sicher ...

Die wesentlich wichtigeren Budgetziele werden ja auch knallhart durchgesetzt.

Ausser es ist: Wirtschaftkrise, erhöhte Arbeitslosigkeit, Magenweh, oder sonst ein Grund. Oder auch kein Grund, aber der Sünder ist sonstirgendwie wichtig, oder bedauernswürdig, oder hat Magenweh.

Grundsätzlich ärgert mich zwar die Ausschaltung der Demokratie, aber in der EU Bürokratie ist das Thema wenigstens sicher abgelegt :-)

Der einzige Weg zu realer Wirkung wäre ein nationales Gesetz. Damit helfen da die Ökos dem Strache zur Absoluten ... gratuliere, ich wander aus.

»Pythagoras«
20.12.2009 17:20
nach allen regeln der kunst

hier im forum finden sich auffällig viele postings, die sämtliche richtlinien zu "wahlkampf durch forenpostings" der övp steiermark befolgen (ich gehe nicht davon aus dass die övp stmk hinter der sache hier steckt, schließlich kursiert jenes richtlinien-dokument nachwievor im internet).

was mich daher interessiert ist, wer hinter den postings in diesem forum steckt.

OttotheBusdriver
20.12.2009 14:41
Laßt euch was besseres Einfallen um die Steuern erhöhen zu können

Mit dem Klimaschmus funktioniert es nicht mehr.

Diese hysterische Panikmache ist einfach zu durchschaubar.

birka
21.12.2009 09:22

xx Milliarden Bankenverluste die die Republik schlucken darf reichen noch nicht um für Steuererhöhungen zu argumentieren?

Erzpiefke
 
20.12.2009 10:40
Kopenhagen markiert eine Wende

gegen die Klima-Hysterie. Die groteske Panikmache im Vorfeld und die Enthüllung der Methoden dieser "Wissenschaftler" haben der Bevölkerung die Augen geöffnet. Das wird unter anderem in den Forenbeiträgen mehr als deutlich. Daran werden auch die "alten" Medien früher oder später nicht mehr daran vorbeikommen. Die Sektierer müssen sich ein anderes Thema suchen.

Soulman
21.12.2009 16:25

und selbst wenn es eine Hyterie wäre - was schlichtweg falsch ist: Was wollen Sie mit dem Posting eigentlich sagen?
Dass wir weitermachen wie bisher, z. B. den Kauf sinnloser SUV-Autos steuerlich unterstützen? Weiterhin Bertonieren auf Teufel komm raus?? Weiterhin unzulängliche Raumplanung??? Jeglicher Nachhltigkeit eien Absage erteilen????

Selten so ein dummes Posting gelesen.

pepitant
25.12.2009 18:09
Ich hätte da mal einen Vorschlag, der

vielleicht eine Mehrheit zufriedenstellen könnte:

Belasten wir doch Umweltsünden aller Art mit Steuern, deren Erträge wir dann zweckgebunden in technische Verbesserungen und soziale Vorsorgesysteme leiten, und zwar so, dass von diesen Erträgen der notwendige Teil zielsicher im Umweltschutz landet, und die Verteilung des Überschusses nicht am oberen, sondern am unteren Ende der Gesellschaft beginnt. Beispielsweise durch Anhebung der Mindestrenten, Einführung einer des Namens würdiger Grundsicherung, Sicherung der medizinischen Grundversorgung, gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Bildung, Förderung des öffentlichen Verkehrswesens, usw. - die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Was spricht dagegen ?

adal1
21.12.2009 21:01
@Soulman

Ihr derbes Rumgeschimpfe zeigt ohnehin an, wie die sachliche Auseinandersetzung ausgeht.

Sie wollen uns Ihren Glauben aufzwingen, ich will ihn nicht. Wenn mir wer was aufzwingt, muss er das entweder demokratisch legitimieren, oder mit Gewalt hinterlegen. Und überzeugen werden Sie mich nicht.

Und Ihre sonstigen redlichen Bemühungen mir Ihren Lebensstil (Stichwort Mobilität) aufzuzwingen, ich habe keinen Bedarf.

Aber ich melde mich, wenn der Wunsch nach einer Ökologielehrstunde akut wird. Bis dahin: demokratisch legitimieren, gewalttätig durchsetzen oder abtreten.

Stefan Maly
21.12.2009 12:57

erdöl ist trotzdem endlich und wird (großteils) von staaten verkauft, denen ich so wenig geld wie möglich geben würde. ob ich jetzt energieeffizienter werde fürs klima oder für die medikamente der urenkel, führt beides zu ähnlichen schritten ...

Erzpiefke
 
21.12.2009 17:03

Natürlich sind sie Ölvorräte endlich und wenn man gegen die CO2-Ideologie ist, dann bedeutet das nicht, daß man für Energieverschwendung ist. Ich bin allerdings gegen die Förderung "erneuerbarer" Energien durch überteuerte Zwangseinspeisung. Dadurch sind Tausende von Energieproduzenten entstanden, die völlig ineffizient arbeiten. Hätte man beispielsweise wie beim Kraftstoff die Energieerzeuger auf 10% Wind verpflichtet, so wäre das für die Verbraucher viel billiger gekommen. In der jetzigen Form ist die Förderung "erneuerbarer" Energien zur Bonanza für Abschreibungskünstler und ähnliches geworden.

luke skywalker
25.12.2009 13:28
Die Förderung Erneuerbarer ist der einzig zielführende Weg


Dann zahle ich halt für Strom ein paar Euro mehr. Aber jeder dieser Euros geht in Förderung erneuerbarer Energie.

Mir graut hingegen vor der völlig undurchsichtigen CO2-Mafia.
Diveren Lobbies und Ideologen ist Tür und Tor geöffnet, die CO2-steuern nach gutdünken und völlig einseitig festlegen (wieviel CO2 wird denn womit ausgestoßen - da gehen die Rechnungen vielfach um viele 100% auseinander - je nachdem welche Lobby/Ideologen die Berechnung anstellen).
Und weiters ist absehbar dass die CO2-Abgaben ohnehin Großteils zur Budegetsanierung vom Pöbel eingehoben werden - und nicht zur Förderung alternativer Energien.

Michel de Nostredame
20.12.2009 14:22
Wieso? Die Skeptierer haben ihr Thema ja schon: die CO2-Verschwörung samt errichtung einer CO2-Weltdiktatur

Schlom Wurzel
20.12.2009 12:28

Der Erzsektierer mit dem Sektiererwahn. Na Prost.

Erzpiefke
 
20.12.2009 13:52

Les mal nach, was ein Sektierer ist. Die Kampf gegen Bevormundung durch solche "Wissenschaftler" ist das absolute Gegenteil.

Harald Nowak
20.12.2009 12:01
Vollkommener...

....Blödsinn.

Christian Apl
Christian Apl
20.12.2009 08:50
eben

es kann ohnehin nur jede/r tun, was sie oder er tun kann. Es wird wohl auch schon den allermeisten klar sein, was zu tun ist und sie werden ihr Handeln danach ausrichten - was sich natürlich auch auf die (wirtschaftlichen) Beziehungen auswirkt.

Eigentlich braucht man kein Abkommen, sondern Erklärungen und so etwas wie ein Nachhaltigkeits-Rating, wo erkennbar wird, wie sehr die Erklärungen mit dem tatsächlichen Angebot konform gehen, womit eine Entscheidungsgrundlage geschaffen wird.

adal1
20.12.2009 08:40
Religionsfreiheit

für die Klima-Gläubigen.

Aber nicht einen cm mehr, kein öffentliches Geld, keine Vereinnahmung der Agnostiker, kein Fälschen eines "Konsens der Wissenschafter".

Es handelt sich (mangels Falsifizierbarkeit) noch nicht einmal um eine wissenschaftliche Theorie.

Regierungschefs, die nicht im Vorfeld auf Linie gebracht wurden, oder auf Grund ihrer Herkunft (Bilderberger) ohnehin immer auf Linie waren, unabhängig was die Linie gerade ist, nehmen das Theater nicht ernst.

Vielleicht bekommt ja Deutschland oder Österreich auch einmal wieder einen unabhängigen Kanzler, der Auftritt unseres Exekutivbeamten (Faymann), der als ORF-Reporter (!) die Entscheidungen kommentiert, anstatt auf Augenhöhe zu verhandeln, war ja mehr als peinlich.

Soulman
21.12.2009 16:07
Sie sind sicher kein Wissenschaftler

Seit wann "muss eine Theorie falsizierbar" sein, damit sie eine Theorie ist???? Völliger Unsinn.

Eine Theorie ist eine solche, senn sie selbstkonsistent ist - wenn Sie verstehen, was ich meine. Dann kann sie immer noch empirisch oder durch andere Gedankengebäude bestätigt oder eben widerlegt werden. Sonst handelt es sich nur um Hypothesen.

Und damit sind die gängigen, nach wissenschftlichen Kriterien in höchstmöglicher Redlichkeit nach dem *heutigen* Stand der Wissenschaft erstellten und anerkannten, Klimamodelle nicht nur "graue Theorie", sondern bereits teilweise empirisch belegte.

pepitant
25.12.2009 18:26
"Falsifizieren" oder "widerlegen"

"...bestätigt oder eben widerlegt werden. Sonst handelt es sich nur um Hypothesen."

Dann ist die ganze Aufregung um CO2 einer Hypothese geschuldet, oder hat irgendwer eine Idee, wie sich die widersprüchlichen Argumente darüber bestätigen oder widerlegen ließen ? Empirisch bestätigt sehen sich auch die Wissenschaftler, die meinen, die Sonne sei ungleich verantwortlicher für Klimaschwankungen als der menschliche Einfluss.
Aber das ist ja nicht der Kern der Sache. Selbst wenn es sich "nur" um eine Hypothese handelt, wir haben keinen Ersatzplaneten zur Verfügung, falls sie zutrifft.
Nur, was soll es bringen, wenn Geld von unten an die Eliten der Klimasünder umgeleitet wird ? Dorthin zielt nämlich der von oben gewünschte Ablasshandel.

Christoph ************
20.12.2009 23:10

So ein Blödsinn. Warum sollen die Klimaprognosen denn nicht falsifizierbar sein?

adal1
20.12.2009 23:23
Gehts auch

ohne Beschimpfung? Warum reagieren die Gore-Jünger eigentlich immer mit Beschimpfungen, wenn ihnen wer nicht glaubt?

Wie sieht die Falsifizierung aus? Wenn es (wie in den letzten 10 Jahren) kälter wird und der Meeresspiegel sinkt, sind das temoräre Effekte, Sonneneinflüsse, whatever.

Ein Falsifizierungskriterium könnte lauten, dass die Temperatur in den nächsten x Jahren um 2% steigt, wenn weniger, ist die Theoie widerlegt.

Derzeit spielen wir nach den Regeln, dass wenn in St. Anton der Schnee fehlt, ist die Erderwärmung schuld, wenns in den letzten 10 Jahren nachweislich kälter wurde, ist das Zufall.

Ich behaupte nicht, dass die Vermutung definitiv falsch ist, aber sie hat für mich nicht einmal den Status einer Theorie.

Soulman
21.12.2009 16:10

"Ein Falsifizierungskriterium könnte lauten, dass die Temperatur in den nächsten x Jahren um 2% steigt, wenn weniger, ist die Theoie widerlegt."

So stellt sich der kleine Maxi das halt vor.

Es entscheiden aber Gott sei Dank andere Kaliber wie Sie, welchen empirischen Kriterien eine Klimatheorie standhalten muss, um sie in Bezug auf statistische Langzeit-Aussagen (deren reale Überprüfung viele von uns wohl kaum mehr erleben werden) zu bewerten.

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