Mobiler Firefox als "App Store"-Killer?

19. Dezember 2009 13:28
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    Foto: mozilla

    Moziilas Fennec: Ein App Store-Killer?

Web-Applikationen ersparen Parallelentwicklungen - Jeder, der JavaScript und HTML beherrscht, kann eine großartige App entwickeln"

ABI Research hat diese Woche einen dramatischen Anstieg der App-Downloads auf Smartphones bis 2014 vorhergesagt, doch die Analysten haben die Rechnung womöglich ohne Mozilla gemacht. Denn Fennec, der mobile Firefox, könnte das Ende der App Stores einläuten, indem er das Erstellen von Apps quer über diverse Geräte und Betriebssysteme leicht macht.

Übergang zu Web-Applikationen für Handys

"Jeder, der JavaScript und HTML beherrscht, kann eine großartige App entwickeln ohne sich in eine spezifische Smartphone-Plattform einzuarbeiten", sagt Jay Sullivan, Vice President of Mobile bei Mozilla, gegenüber PC Pro. Mit der laut Mozilla schnellsten JavaScript-Engine aller Handy-Browser soll Fennec den Übergang zu Web-Applikationen für Handys erleichtern.

Web-Entwicklung statt Plattform-Frust

Ein Problem für Entwickler in der heutigen Smartphone-Welt ist, dass Applikationen für jedes Betriebssystem von Android bis webOS separat programmiert werden müssen. Sullivan ist der Ansicht, dass das zu wachsenden Frustrationen bei Entwicklern führen wird, sei es aufgrund der vielfachen Qualitätssicherung, der schieren Menge an erforderlichen Entwicklergeräten oder der Herausforderung, ein Sicherheitsupdate durch den iPhone-Approval-Prozess zu bekommen. "Ich denke, sie werden ins Web abwandern", meint der Mozilla-Mitarbeiter daher. Dieser Prozess werde allerdings eine Zeit dauern. "In der Übergangsphase werden Apps sehr erfolgreich sein. Aber langfristig wird das Web wie immer gewinnen", ist Sullivan überzeugt. Der mobile Firefox soll dazu nicht zuletzt dank Desktop-ähnlicher Funktionalität Entwickler zum Wechsel animieren.

Allgemeiner Trend

Konzeptionell klingt eine Smartphone-Welt, in der nur mit Web-Applikationen gearbeitet wird, durchaus plausibel. Immerhin sind Online-Anwendungen auch im Desktop-Segment bereits so sehr zum Trend geworden, dass auch Microsoft mit seiner nächsten Office-Version diesem folgt. Für Netbooks wiederum hat Google mit Chrome OS bereits ein Betriebssystem angekündigt, das nur Web-Applikationen nutzen wird. In der Praxis ist ein wenig Skepsis angebracht. Apple wird Fennec wohl ebenso wenig mit offenen Armen auf dem iPhone willkommen heißen wie jeden anderen Fremdbrowser.

Konkurrenzplattformen

Somit wird das Unternehmen sein großes Stück vom App-Kuchen wohl nicht nur gegen Konkurrenzplattformen, sondern auch gegen die Gefahr aus dem Web verteidigen können. Auf die Entwicklung bei vergleichsweise offeneren Betriebssystemen, zu denen in dieser Hinsicht auch Windows Mobile gehört, darf man aber gespannt sein. Fennec muss indes erst einen offiziellen Markstart erleben. Gerüchteweise soll die bislang im Beta-Stadium befindliche Version für Nokias Maemo noch vor dem Jahreswechsel erscheinen. Für andere Betriebssysteme wird es zumindest bis 2010 dauern.(pte)

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Fennec

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 56
1 2
maCCam
21.12.2009 13:47
hmm..
20.12.2009 13:40
Lieber Standard!

Ist es nötig immer von einem Killer zu sprechen?

Bezahlte Werbung: Suche Niveau?

Le Comte
20.12.2009 10:10
Gab's da nicht schon einmal die Vision des "p-code"?

Der wurde ja schon in den 70ern als auf jedem system lauffähige softwarelösung angedacht und meines wissens nach auch mit USCD-Pascal umgesetzt.
so what else is new?
ein einziger code, der auf jedem siystem generisch abgearbeitet wird...

werwolfi
20.12.2009 00:12

"dass Applikationen für jedes Betriebssystem von Android bis webOS separat programmiert werden müssen."

mit Java ist das aber schon länger nicht mehr wahr ;o)

friedrich wilhelm voigt
20.12.2009 11:15

schon, aber apple kann ja nicht einfach eine jvm am iphone zulassen. dann könnt ja jeder einfach am appstore vorbei seine eigenen apps machen!!!!11

Anyuser
 
20.12.2009 19:12
dann könnt ja jeder einfach am appstore vorbei seine eigenen apps machen!

Kann man doch eh, sogar hochoffiziell! Webapps lassen sich so machen, dass sie nicht nur aussehen wie echt iPhone Apps, sondern sich auch so verhalten und natürlich lassen sich diese auch lokal am iPhone sichern und ausführen (ganz ohne Internet!).

Wer mehr darüber wissen will, der kann das bei John Gruber nachlesen: http://daringfireball.net/2009/12/pastrykit

werwolfi
20.12.2009 14:48

exakt.

sei so nett und erklär das noch herrn "Kaiser Schmarrn" 3 postings weiter unten ;o)

virus7
20.12.2009 09:57
bitte wie!?!?

java-me anyone?

bei standard-java: ja, wenn die netwickler/innen nicht total aufs haupt gestuerzt sind ...

aber dieses mobile java environment ist fuer meinen geschmack grausiger als ecma-script/javascript jemals sein koennte.

just my 0.02€

werwolfi
20.12.2009 14:47

JME ist nicht ganz optimal, stimmt - aber der großteil an einschränkungen ist darauf zurückzuführen, dass die geräteanbieter nicht wollen, dass zuviel drauf funktioniert, weil bei einer uneingeschränkten API vieles möglich wäre, was die anbieter als kostenpflichtigen dienst anbieten (automatisches weiterleiten von anrufen, SMS, etc. etc.)

A. E. Neumann
21.12.2009 13:45
Und genau deshalb...

...wird das Web gewinnen. Die Leute interessieren sich nicht für die Machtkrämpfe und Abzocktypen in den TelCos. Sie werden den Weg wählen, der für sie der günstigste ist. Und der heißt WWW. Da können sich die Fuzzimanager der TelCos auf den Kopf stellen. Sie werden auf die mittlere Sicht nur Connectivity und sonst NICHTS bereitstellen. Dass die TelCos neben der Telefonie auch SMS bereitstellen ist purer Zufall, den sie zu Beginn sogar abdrehen wollten. Das UMTS Desaster zeigt auch gut, wie dort gedacht wird. Mit Service am Kunden und guten Produkten hat das alles jedenfalls nichts zu tun. Ein Blick nach Asien zeigt, was wirklich möglich ist und er zeigt auch, dass wir weit zurückliegen, was die mobile Netznutzung betrifft.

werwolfi
21.12.2009 19:12

ja, seh ich durchaus ähnlich.

bei reinen webanwendungen gibt es halt noch verfügbarkeits- und securityprobleme, die rein systembedingt schwer bis gar nicht auszumerzen sind.

ich würde mir ja am liebsten selber einen server hinstellen mit allen relevanten anwendungen, sodass ich mir auf der serverseite keine sorgen um meine daten machen muss.

unverschlüsselte daten auf den servern irgendeines telco-anbieters (oder von google) sind halt ein kreuz... du weißt nie, was dort alles passieren kann.

mit terminen und z.t. emails gehts ja noch, aber sobald es sich um dokumente handelt die wirklich vertrauliche informationen beinhalten... die verschlüsselung müsste also schon auf dem endgerät erfolgen.

A. E. Neumann
22.12.2009 13:20

Das sind alles wichtige Argumente, aber auch das wird der Markt lösen. Denn man kann ja heute noch keinesfalls von irgendwelchen "Durchbrüchen" im Markt der professionellen Online Apps sprechen. Der wird auch nicht kommen, solange kein Anbieter von sich aus klar stellt, wie er die Sicherheit der Nutzerdaten garantiert und wie der Anwender die Kontrolle behält. Derzeit will das auch kein Anbieter, weil sie in ihren Geschäftsmodellen auf die Nutzung dieser Daten schielen. Aber es werden noch Anbieter kommen, die das -gegen Geld- anbieten. Oder die Leute richten sich, wie von Ihnen erwähnt, die Infrastruktur selbst auf einem Server ein.

werwolfi
22.12.2009 14:57

wenn man sich die vorgänge um facebook et al. so ansieht, fürchte ich allerdings, dass in der breiten masse das mit den (für den anbieter) offenliegenden daten locker reingehen wird, weil die leute nicht verstehen, was das für implikationen hat.
sie stellen ja auch jetzt schon ihre peinlichsten und auch intimsten details ins netz und wundern sich dann, wenn sie's nie wieder rauskriegen oder sich die accounts nicht löschen lassen...
keiner würd sich aber mit dem magaphon auf die straße stellen und das laut vorlesen..;o)

aber die hoffnung bleibt, dass es angebote geben wird, wenn auch natürlich die (u.u. einiges) kosten werden und die unverschlüsselten gratis sein werden.
beim börsel kann man die leute noch immer am besten packen... ;o)

A. E. Neumann
22.12.2009 17:34

Facebook ist ein Spielzeug, mit dem der Betreiber bislang nichts verdient hat. Das erledigt sich von selbst. Sobald Geld kassiert wird, ist es vorbei und die Leute widmen sich dem nächsten Spielzeug. Das alte geht pleite, die Daten werden verkauft, es kommt zu einem Skandal, der Gesetzgeber zieht eine Bremse ein, fertig. Kommt alles noch, da bin ich zuversichtlich.

Kaiser Schmarren
20.12.2009 09:18

Sie kennen offensichtlich nur Werbebroschüren und haben keine Ahnung von der Realität (nein, die eine Übung aus dem Infostudium, die sie gemacht haben zählt nicht).

Gerade bei mobilen Anwendungen ist der Javadreck oft nicht so kompatibel, wie gewünscht und seien es nur unterschiedliche APIs für bestimmte Zwecke.

Und für das iPhone gibt es nicht einmal Java.

werwolfi
20.12.2009 14:45

"Und für das iPhone gibt es nicht einmal Java."

und deswegen ist *Java* der dreck?

jaja... ;oP

auf dem iphone gibt es nicht deswegen kein Java, weil es technisch nicht möglich wäre oder sie es bei Sun nicht zammbringen würden (immerhin gibt es eine gute Implementierung für OSX), sondern weil sich Apple seinen appstore nicht abschießen will...

Heavyweather
19.12.2009 20:39

Wie wäre es mit Google Chrome OS für das Iphone...
LOL
Gibt es im Android keinen normalen Browser?

virus7
20.12.2009 10:03
warum nicht? der trend geht aber in eine andere richtung ...

stichwort: virtualisierung

damit kannst miese apps (= browser und appstore krempel)

und wichtige (= zb. telefonie auf nem mobil-o-fon)

voneinenader trennen ... dafuer eignet sich am besten ein um ipc aufgebohrter hypervisor oder ein um die hypervisor funktionen erweiterter mikrokernel ... *tataaaaa*: L4

wer jetzt nicht weis wovon ich spreche: google oder die gewissheit das mensch sich nicht ueberall auskennen muss/kann sei euer freund ;)

AndiTheBest
 
19.12.2009 20:23
nicht bei dem speed...

Hab die aktuelle Version des Fennec auf meinem N900 installiert. Im gegensatz zum standard-maemo browser (MicroB) ist Fennec jedoch sehr langsam beim laden sowie beim scrollen, zoomen...
MicroB nutzt jedoch auch die mozilla engine soweit ich weiss, deswegen versteh ich nicht warum der Fennec so träge ist.

Kaiser Schmarren
19.12.2009 17:46

"Immerhin sind Online-Anwendungen auch im Desktop-Segment bereits so sehr zum Trend geworden, dass auch Microsoft mit seiner nächsten Office-Version diesem folgt." --> ja ist schon schwer zu glauben, dass ms auch einmal an einer innovation, wenn auch verspätet, teilnimmt lol

Sir Harry....
19.12.2009 19:01
Was heißt hier "verspätet"?!

Die Tatsache, dass Microsoft unter anderem z.B. an Silverlight arbeitet zeugt doch untrüglich davon, dass der Monopolist die Entwicklung sehr genau im Auge behält.

Dass Redmond jetzt nicht auf existierende Standards setzt ist ja nichts Neues: die haben schon immer ihr eigenes Süppchen gekocht.

Paul a2t
19.12.2009 17:24
WebApps

Als Steve Jobs im Jahr 2007 das iPhone präsentiert hat kam bald danach auch die Möglichkeit WEBAPPS zu programmieren. Das ist also nichts neues das gibt es schon lange von Apple. Das Problem ist die Geschwindigkeit des mobilen Internet´s.

Andreas Kraftl
20.12.2009 08:49
Zusätzlich

stimmt mich die Akkubelastung nachdenklich. Wenn man beobachtet, wie die CPU Belastung bei manchen Javascript Webseiten nach oben geht, muss das ja fürs Handy ein kurzes Erlebnis darstellen :-).

Anyuser
 
19.12.2009 21:26
Apple war wieder einmal der Zeit voraus!

Nur hat das damals niemand begriffen und heute jammern die ewigen Raunzer über den restriktiven App Store. SELBST SCHULD!

JueZ
19.12.2009 20:32

glaube es geht nicht um websiten im herkömlichen sinn sondern viel mehr um anwendungen die mittels javascript und html arbeiten und zwar lokal am handy

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