Mobil überholt Leitung auch beim Breitband-Internet

19. Dezember 2009, 13:10
12 Postings

Mit mehr als einer Million mobiler Breitbandanschlüsse über 3G-Funknetz ist Österreich EU-Spitze

So wie Mobilfunk beim Telefonieren Festnetz überholt hat (80 Prozent aller Gesprächsminuten erfolgen über Funk), folgt auch Breitband-Internet diesem Trend. Zumindest im privaten Bereich, sagt die Regulierungsbehörde RTR: Mit mehr als einer Million mobiler Breitbandanschlüsse über 3G-Funknetz ist Österreich EU-Spitze.

"Breitband-Penetration"

Da jedoch offizielle Vergleiche, wie zuletzt jener der OECD, mobiles Breitband bisher nicht als gleichberechtigt zu Leitungs-Internet zählen, fällt Österreich nach diesen Betrachtungen bei der "Breitband-Penetration" zurück. Jetzt hat sich jedoch, wie berichtet, die EU-Kommission nach einer vertieften Prüfung der Auffassung des Telekom-Regulators RTR angeschlossen, dass im Markt privater Kunden Mobilfunk und Festnetz als gleichwertig zu bewerten sind.

Regulierungsauflagen werden zurückgenommen

Darum werden nächstes Jahr im Privatmarkt die Regulierungsauflagen zurückgenommen, erklärt Regulator Georg Serentschy. Das bedeutet, dass die Telekom Austria Konkurrenten wie Tele2 keinen Großhandelspreis mehr anbieten muss, wenn diese auf TA-Leitungen Internet an Privatkunden anbietet. Im Geschäftsmarkt, der weiterhin fest in der Hand von Festnetz und Kabel ist, besteht jedoch die Regulierung weiterhin.(spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 19.12.2009)

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.