Wohlstandseinbußen befürchtet

19. Dezember 2009, 00:20
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Reiche Länder haben den höchsten CO2-Ausstoß

Zwischen dem Wohlstandsniveau einer Volkswirtschaft (gemessen am BIP pro Kopf) und ihren CO2-Emissionen besteht ein positiver Zusammenhang: Je reicher ein Land ist, desto mehr Treibhausgase bläst es in die Luft, weil ein großer Teil des Reichtums auf der Nutzung fossiler Energien basiert, so die Deutsche Bank Research in einer Analyse. Gleichwohl gibt es Abweichungen vom Trend: So emittieren Länder, die in der Grafik unterhalb der Trendlinie liegen, pro Einheit BIP überdurchschnittlich viel CO2. Dies liegt beispielsweise daran, dass veraltete Kraftwerke oder Produktionsprozesse zum Einsatz kommen, die Energieversorgung überwiegend auf fossilen Energieträgern beruht oder weil Energie aufgrund von Subventionen oder niedrigen Steuern billig ist. Umgekehrt stoßen solche Staaten, die oberhalb der Kurve zu finden sind, weniger Treibhausgase aus, um eine Einheit BIP zu erwirtschaften. Gründe hierfür sind effizientere Produktionsverfahren oder ein überdurchschnittlicher Einsatz von kohlenstoffarmen Energieträgern (z. B. Kernkraft, erneuerbare Energien). (red/DER STANDARD, Printausgabe, 19.12.2009)

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