Parlament sperrt Erbbesitz des Ex-Königs

18. Dezember 2009, 16:56
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Simeon darf seinen bereits rückerstattet Besitz weder wirtschaftlich nutzen noch verkaufen

Sofia - Schlechte Nachrichten für Bulgariens Ex-König: Simeon II. aus dem deutschen Fürstenhaus Sachsen-Coburg-Gotha darf seinen in dem Balkanland bereits zurück erhaltenen Königsbesitz im Millionenwert nicht mehr wirtschaftlich nutzen oder verkaufen. Das sieht eine Entscheidung des Parlaments in Sofia vom Freitag vor. Der gesamte Erbbesitz der bulgarischen Königsfamilie wurde damit bis zur Verabschiedung eines Sondergesetzes gesperrt.

Für die Regelung stimmte eine überwältigende Mehrheit von 106 Abgeordneten der konservativen Regierungspartei GERB sowie aus rechten und nationalistischen Parteien. Dabei handelt es sich um Schlösser, Landgut sowie weite Waldflächen im südlichen Rila-Hochgebirge, deren Rückgabe an den jetzt 72-jährigen Simeon II. heftig umstritten ist. Er hatte den durch die Kommunisten enteigneten Königsbesitz nach der Wende 1999 wieder erhalten.

Die Königsfamilie war 1946 von den Kommunisten aus dem Land vertrieben worden. Simeon II. kehrte 2001 aus dem spanischen Exil nach Sofia zurück und war von 2001 bis 2005 unter seinem bürgerlichen Namen Simeon Sakskoburggotski Regierungschef. (APA)

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