Ammann vor Schlierenzauer

18. Dezember 2009, 15:04
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Tiroler muss sich in Engelberg nur dem Schweizer geschlagen geben - Morgenstern Dritter, Kofler Vierter

Engelberg - Der Schweizer Simon Ammann hat am Freitag das Österreicher-Trio Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler erfolgreich in Schach gehalten. Ammann übernahm mit dem zweiten Sieg im vierten Einzel-Weltcupbewerb der Saison von Schlierenzauer um zwei Punkte die Gesamtführung im Skisprung-Weltcup.

Schlierenzauer blieb in beiden Durchgängen knapp hinter Ammann und musste sich nach Sprüngen auf 136,5 und 132,5 schließlich um 2,2 Punkte geschlagen geben. Der 28-jährige Ammann sprang mit 137,5 und 133,0 zweimal Höchstweite und feierte seinen insgesamt zehnten Weltcupsieg. Schlierenzauer musste nicht nur die Führung in der Gesamtwertung abgeben, sondern sich auch noch hinsichtlich eines möglichen neuen ÖSV-Rekordes an Weltcupsiegen gedulden.

Schlierenzauer "nicht ganz zufrieden"

Am Samstag und Sonntag hat der 19-Jährige zwei weitere Chancen, sich mit seinem 26. Sieg von Andreas Felder abzusetzen und alleiniger ÖSV-Rekordhalter zu werden. "Ich bin nicht ganz zufrieden. Morgen werde ich versuchen, die kleinen Fehler nicht mehr zu machen, und vielleicht reicht es dann für ganz oben", erklärte Schlierenzauer, dem man seinen Sturz von Lillehammer keineswegs anmerkte. Für Samstag versprach er "vollen Angriff" auf Ammann, der Schweizer müsse sich "warm anziehen".

Neben Schlierenzauer boten auch Olympiasieger Thomas Morgenstern, der seinen zweiten Podestplatz der Saison einheimste, und Kofler mit seinem besten Resultat des Winters, Topleistungen. Allerdings hatten die beiden ÖSV-Athleten bereits über zwanzig Punkte Rückstand auf das Top-Duo. Morgenstern zeigte sich zufrieden mit dem Stockerlplatz, auch er sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten. "Meine Sprünge werden immer stabiler, es gibt aber noch Luft nach oben", betonte der Kärntner.

Martin Koch als Elfter und Tournee-Sieger Wolfgang Loitzl, der nicht über Platz 17. hinauskam, komplettierten das starke ÖSV-Mannschaftsabschneiden. Für Deutschland gab es dagegen ein Debakel, als bester DSV-Sprinter landete Michael Neumayer an 20. Stelle. Ex-Weltmeister Martin Schmitt verpasste sogar die Qualifikation für das Finale der Top 30.(APA)

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