"Belagerung ohne Belohnung"

18. Dezember 2009, 15:00
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Villarreal - Salzburg (0:1):

Marca: "Villarreal verliert sogar seine Ehre. Die Ersatzspieler nutzten die Gelegenheit nicht, Ernesto Valverde die Wahl künftig schwer zu machen. Sie zeigten kaum, dass sie sich einen Platz in der Stammelf verdienen würden. In einem Match, in dem nichts auf dem Spiel stand außer die 120.000 Euro für den Sieger, spielten sie ohne jeglichen Nachdruck gegen einen Rivalen, der wenig zeigte, obwohl er die Gruppe als Erster beendet."

As: "Eine Belagerung ohne Belohnung. Auch wenn Villarreal im Sechzehntelfinale auf Juventus, Roma oder Werder Bremen treffen kann, muss man froh sein, dass man momentan nicht mehr Salzburg begegnen wird. Das österreichische Team bewies gestern Abend auch ohne seine beiden Stars (Tchoyi und Janko) nämlich, dass es die beste Mannschaft der Europa League ist, weil sie alle Gruppenspiele mit einem Sieg beendet hat. Das gelbe U-Boot war nicht mit der üblichen Besatzung bestückt. Dennoch versuchte es bis zum Schluss sein Glück, ohne jedoch den verdienten Lohn einzufahren. Das Tor wollte einfach nicht fallen, und das Team aus Salzburg sah sich letztlich einem Sieg gegenüber, den es nicht verdiente. Sein Maß in Europa hatte es damit aber voll gemacht."

Nachrichtenagentur EFE: "Auch Villarreal kann die Erfolgssträhne von Salzburg nicht stoppen. Für die Hausherren war die Motivation zu zeigen, dass selbst die B-Mannschaft besser als Salzburg ist. Eine Hoffnung, die sich aber bereits nach sieben Minuten verflüchtigte, als Salzburg mit dem ersten Angriff Bewegung auf die Anzeigetafel brachte. Dieses Tor lähmte sowohl die Ränge als auch die Schützlinge von Ernesto Valverde. Obwohl sie dann ihren Rivalen einschnürten, trafen die Burschen nicht in das Gehäuse von Gustafsson. Daher feierte Salzburg mit einer geordneten Defensive, viel Disziplin und gefährlichen Kontern einen historischen, weil unbefleckten Aufstieg aus der Gruppenphase."

Nachrichtenagentur Europapress: "Salzburg schließt in Villarreal den perfekten Akt. In der ersten Hälfte gehörte die Partie den Österreichern, die in der Abwehr gut aufgestellt waren, allerdings mit der Offensive so ihre Schwierigkeiten hatten. Trotzdem gelang es Salzburg aus einem Abwehrfehler der Gelben in Führung zu gehen. Letztlich blieb eine Niederlage, die nicht juckt, weil die Burschen aus Castellon schon qualifiziert waren. Aber sie lässt Zweifel offen über ihre Zukunft im Sechzehntelfinale."

Rapid - Celtic (3:3):

Daily Record: "Eine Halbzeit-Explosion von Mowbray feuerte Celtic zum Comeback. Der Coach, der sieben Änderungen vorgenommen hatte, sah mit Qualen drei Gegentore in den ersten 18 heißen Minuten, aber auch ein großartiges Comeback."

Sun: "Die Wiener hatten einen rapiden Start, aber Celtic kam in überwältigendem Stil zurück. Tony Mowbrays Männer lagen nach 19 Minuten 0:3 zurück, ihre erfolglose Europa-League-Teilnahme schien zu einem miserablen Ende zu kommen. Aber Fortune und McGowan retteten ein bisschen Stolz. 25 Jahre nach der Europacup-Kontroverse waren zunächst die Celtic-Spieler die einzigen Flaschen. Die Anfangsphase war aus schottischer Sicht schockierend und nur schwer anzuschauen. Mit dem Anschlusstreffer bekam Celtic neues Selbstvertrauen. In der zweiten Hälfte wusste sich Rapid gegen die Angriffe von Celtic nicht mehr zu helfen."

Scotsman: "Tapferes Celtic in Wien. Celtic hat ein dramatisches Comeback hingelegt und noch ein 3:3 erkämpft. Einer stark veränderten Mannschaft drohte nach 19 Minuten ein Debakel. Die Gruppenphase begann für Celtic mit einer Niederlage in der Hitze von Tel Aviv und endete im eiskalten Wien. Doch Mowbray wird es wegen des Kämpferherzens seines Teams warm ums Herz geworden sein. Dank des Ausgleichstreffers durch McGowan wurde eine enttäuschende Europa League mit einer positiven Note abgeschlossen."

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