USA-Reisen sind wieder billiger

18. Dezember 2009, 13:21
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Türkei, Ungarn, Kroatien und Slowenien sind für österreichische Urlauber weiterhin günstig, die Schweiz bleibt teuer

Wien - Bei der Auswahl des Reiseziels könnte auch der Wert des "Urlaubs-Euro" die Entscheidung erleichtern. Trotz wieder leicht gestiegenen Dollars sind die USA und Asien heuer für österreichische Urlauber etwas günstiger als vor einem Jahr, England und Schweden wurden für Urlauber aus Österreich wieder etwas teurer. Deutlich kostspieliger wurden einige Übersee-Destinationen wie Südafrika, Brasilien oder Australien. Günstig sind nach wie vor die Türkei und Ungarn, weiterhin teuer bleibt die Schweiz. Dies geht aus den jüngsten Berechnungen der Bank Austria zum "Urlaubs-Euro" für den Winter 2009 hervor.

Der "Urlaubs-Euro" hat sich im Winter 2009 in einigen Übersee-Destinationen deutlich verteuert. In den nahen europäischen Destinationen hat er sich gegenüber dem Vorjahr hingegen wenig verändert. Die Preisentwicklung innerhalb der Euroländer war nicht besonders unterschiedlich zu Österreich und außerhalb des Euroraums haben sich Preisentwicklung und Wechselkurs teilweise ausgeglichen. Insgesamt ist der Wert des Urlaubs-Euro im Winter 2009 in etwa gleich wie im Vorjahr.

Unter den Top-Urlaubsdestinationen der Österreicher hat sich im Vergleich zum Winter 2008 wenig verändert. Auch 2009 sind die Türkei und Ungarn am günstigsten, gefolgt von Kroatien. "Trotz Dollaraufwertung in den letzten Tagen ist ein USA-Urlaub heuer im Winter erneut günstiger als vor einem Jahr und der Urlaubs-Euro ist knapp über 20 Prozent mehr wert als zu Hause", so Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria.

Wenig verändert hat sich an der Tatsache, dass die Schweiz eine der teuersten Urlaubsdestinationen ist. Auch ein Irland-Urlaub geht ins Geld. Unter den weniger stark frequentierten Regionen in Europa hat sich Schweden verteuert, Rumänien wurde günstiger. In Deutschland, Frankreich und Italien ist der österreichische "Urlaubs-Euro" in etwa gleich viel wert wie hierzulande.

Starke Verteuerung in Südafrika

Innerhalb der Übersee-Destinationen kam es im Vergleich zum Vorjahr je nach Region zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen. Neben der starken Verteuerung in Südafrika und Brasilien fällt der Urlaub auch in Neuseeland oder Australien großteils deutlich teurer aus als im Vorjahr. Schuld daran sind im Wesentlichen eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Euro, aber auch die Preisentwicklung.

"Die aus Urlaubssicht günstige Situation zum Jahresende des Vorjahres, als viele Länder in Folge der Krise deutlich abwerteten, ist nun wieder vorbei. Länder wie Südafrika, Brasilien aber auch Australien und Neuseeland haben inzwischen wieder deutlich aufgewertet und sind somit wieder teurer geworden", meint Bruckbauer.

Im Gegensatz dazu ist der Urlaub in Asien heuer günstiger als vor einem Jahr. Dies gilt besonders für China und Hongkong, eingeschränkt auch für Japan. Allerdings ist der Urlaubs-Euro in Japan weiterhin deutlich weniger wert als zu Hause, auch wenn er sich im Jahresvergleich etwas erhöht hat.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern. (APA)

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