800 Anzeigen bei Lokalkontrollen

18. Dezember 2009, 13:12
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Im Mittelpunkt standen Schwarzarbeit, Lärmbelästigung, Einhaltung der Sperrzeiten, Jugendschutz, unbefugte Gewerbeausübungen sowie illegale Prostitution

Bei 289 Lokalkontrollen in Wien sind von Magistrat, der Polizei sowie der Krankenkasse und der Finanzverwaltung in diesem Jahr rund 800 Anzeigen erstattet worden. Den Kontrolleuren und Beamten tappten dabei - manchmal auch durch Zufall - Gesetzesübertreter und Gauner in die Falle. Am 24. April purzelte in Favoriten beispielsweise ein Sturzbetrunkener aus einem direkt vor dem kontrollierten Lokal geparkten Auto, teilte die Rathauskorrespondenz am Freitag mit. Mit 1,7 Promille im Blut hatte der Mann dabei seelenruhig vor den Uniformierten zwei abgestellte Fahrzeuge angefahren.

Pech für Taschendieb

Pech hatte am 18. April ein Taschendieb, der in einem Lokal im Bermudadreieck in der Innenstadt mehrere Geldbörsen entwendet hatte: Bei der Flucht vor dem Kellner sprang er über eine Stiege und direkt in die Arme eines Polizisten, hieß es in der Aussendung. Ein anderer Mann, der seinen Wagen am 18. Juni in der Leopoldstadt in zweiter Spur parken wollte, wurde als mutmaßlicher Versicherungsbetrüger entlarvt. Die Polizei fand im Kofferraum des Wagens Hunderte Kopien von Reisepässen. Ein weiterer unerwarteter Erfolg: Am 23. Oktober gegen 23.00 Uhr entdeckte die Kontrollmannschaft in einem Lokal in Favoriten eine abgängige 13-Jährige. Wegen illegaler Prostitution waren dort 125 Personen überprüft worden.

24 Betriebe geschlossen

Von den 289 kontrollierten Lokalen wurden bei den insgesamt 16 Schwerpunkten 24 Betriebe sofort geschlossen. Hauptgrund war das Fehlen einer Gewerbeberechtigung, hieß es in der Rathauskorrespondenz. Im Mittelpunkt der Überprüfungen standen die Themen Schwarzarbeit, Lärmbelästigung, Einhaltung der Sperrzeiten, Jugendschutz, unbefugte Gewerbeausübungen sowie illegale Prostitution. Betont wurde, dass die Zusammenarbeit verschiedener Behörden ein "Erfolgsrezept" sei. So könne die Wiener Gebietskrankenkasse das Vorliegen einer illegalen Beschäftigung beispielsweise direkt vor Ort überprüfen. Hinweise zu "Problembetrieben" bekomme man von Anrainern, den Bezirken oder der Polizei. (APA)

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