"Tolle Reisen und tolle Spiele"

18. Dezember 2009, 12:47
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Pacult bilanziert trotz des vergurkten Spiels gegen Celtic positiv - Rapid-Coach: "Super Erlebnis, dabei gewesen zu sein"

Wien - Selbst ein vergebener Drei-Tore-Vorsprung zum Abschluss der Fußball-Europa-League gegen Celtic Glasgow hat am Donnerstag die Freude von Rapid-Trainer Peter Pacult über das abgelaufene Jahr nicht getrübt. Der 50-Jährige führte den Einbruch seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte auf den großen Kräfteverschleiß in den vergangenen Monaten zurück und hob die jüngsten positiven Ereignisse hervor.

"Man hat gesehen, dass die Saison schon sehr lange gedauert hat. Vor allem in den letzten 20 Minuten hat man gemerkt, dass die Mannschaft nicht mehr zusetzen kann. Wir hatten zwar einen tollen Beginn, haben es aber leider nicht geschafft, über die Runden zu kommen", erklärte Pacult, der aber auf Kritik an seinen Kickern verzichtete. "Es war ein super Erlebnis, dabei gewesen zu sein. Wir hatten tolle Reisen und tolle Spiele."

Er verspüre zwar eine "kleine Enttäuschung" wegen der verspielten 3:0-Führung, "aber ich will dieses Match nicht so wie ein Meisterschaftsspiel analysieren, weil es das letzte Spiel in diesem Jahr war und sich die Mannschaft jetzt den Urlaub verdient hat".

Freude überwiegt

Am Ende der Europa-League-Gruppenphase, die mit dem 3:0 gegen den Hamburger SV und dem 1:1 in Glasgow gegen Celtic verheißungsvoll begonnen hatte, blieb nur der letzte Rang mit fünf Punkten. "Doch die Freude über die letzten vier Monate überwiegt. Da waren tolle Momente dabei, auch für mich als Trainer."

Dem verpassten Aufstieg in die Runde der letzten 32 trauerte Pacult nicht mehr nach. "Ich denke nicht nach, was wäre wenn", betonte der Wiener. "Wir müssen uns jetzt im Frühjahr gut vorbereiten, damit wir wieder einen internationalen Platz erreichen und vielleicht wieder so weit kommen", meinte der Betreuer des Winterkönigs.

So wie Pacult fiel auch das Fazit von Sportdirektor Alfred Hörtnagl positiv aus. "Wir haben bewiesen, dass wir mit Top-Vereinen mithalten können. Mit Aston Villa haben wir einen Spitzenclub ausgeschaltet und dann haben wir gegen den HSV und Celtic tolle Leistungen gezeigt", sagte der Tiroler.

Etwas differenzierter äußerte sich Kapitän Steffen Hofmann zur abgelaufenen Gruppenphase. "Mit den Auftritten gegen den HSV und Celtic kann man zufrieden sein, mit denen gegen Hapoel Tel Aviv natürlich nicht", erinnerte der Deutsche an die beiden Schlappen gegen die Israelis, die dank eines 1:0-Heimsieges am Donnerstag gegen den Hamburger SV als Pool-Sieger weiterkamen.

Der verpasste Sieg zum Abschluss gegen den schottischen Tabellenzweiten lag Hofmann noch im Magen. "Das Ergebnis ist bitter. Uns ist leider ein bisschen die Kraft ausgegangen. Die vielen leichten Fehler dürfen nicht passieren, das müssen wir noch analysieren", mahnte der Mittelfeldspieler. (APA)

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    Pacult: "Haben es leider nicht geschafft, über die Runden zu kommen"

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