Kursiv – aber nicht schräg

19. Dezember 2009, 12:00
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Italienisch essen im neuen "Italic"

Alexander Meidlinger hat schon in der Cantinetta Antinori, im Procacci und Novelli gekocht - er sollte also ziemlich genau wissen, für welche Art von Italo-Essen die besser ausgestatteten Geldbörsen der Stadt bereit sind, sich zu öffnen. Seit ein paar Tagen hat er nun sein eigenes Lokal, um dieses Wissen in der Praxis zu erproben.

Und hübsch ist es geworden, das neue Italic (was sich mit "kursiv" aus dem Englischen übersetzt) am Anfang der Johannesgasse! Die Bar ist ganz aus Messing und auch sonst sehr cool, multipel geschwungen und ziemlich eindeutig der Formensprache der 1970er entlehnt. Auch sonst wird der Retro-Stil mit plüschigen Sitzecken und noblen Fauteuils in einer Farbe, die an Champagner erinnert, durchaus souverän durchgezogen.

Die Speisekarte erlaubt sich keine Experimente, was an einem Standort mit dieser Frequenz und Miete (Gastgarten auf der Kärntner Straße!) nachvollziehbar scheint: Carpaccio, Bresaola, Branzino und Filetto, dazu ein bissl Pasta und Risotto - da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Ist auch so, vor allem, weil die Speisen mit jener Sorgfalt gekocht sind, die man von den oben erwähnten Adressen kennt, weil Gnocchi und Ravioli hausgemacht und gut gewürzt sind - und nicht zuletzt, weil das Mittagsmenü um 8,90 Euro wirklich top kalkuliert ist! (corti/Der Standard, Printausgabe 19.12.2009)

Italic, Johannesg. 2, 1010 Wien
Tel.: 01/512 41 22
Mo-Do 11-23, Fr-Sa 11-24 Uhr
VS € 3,90-13, HS € 9-26
www.italicvienna.at

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