Einseitige Diät fördert Osteoporose im Alter

18. Dezember 2009, 17:31
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Untergewicht und unausgewogene Ernährung steigern das Risiko für brüchige Knochen

Frankfurt/Main - Untergewicht und einseitige Diäten bei Mädchen und jungen Frauen steigern in höherem Alter das Risiko für Osteoporose. Normalerweise baue der Körper bis etwa zum Alter von 30 Jahren Knochenmasse auf, ehe bereits dann der Abbau von Knochensubstanz zu überwiegen beginne, erklärt der Vizepräsident des deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte, Klaus König: "Während der Aufbauphase ist es daher besonders wichtig, ausreichende Mengen an Kalzium zu sich zu nehmen und sich viel zu bewegen, um den Aufbau der Knochensubstanz zu fördern."

Ausgewogene Ernährung wichtig

Gerade Mädchen und junge Frauen sollten nicht auf Käse, Joghurt oder andere Milchprodukte verzichten, wenn sie sich kalorienbewusst ernähren wollten, betont der Gynäkologe. Problematisch sei auch, dass durch Diäten, einseitige Ernährung und Mangelernährung im Körper Substanzen freigesetzt würden, die zu einer Übersäuerung des Organismus führten. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, greife der Körper dann auf den größten Kalzium-Speicher im Körper zurück - die Knochen.

Vitamin D durch Sonnenlicht

Eine weitere Voraussetzung für einen gesunden Knochenaufbau sei eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Dieses Vitamin brauche der Körper einerseits für die Kalzium-Aufnahme aus Nahrungsquellen und andererseits für die Einlagerung in die Knochen. "Bei ausreichender UV-Bestrahlung kann Vitamin D vom Körper selbst gebildet werden", sagt König. Dreimal in der Woche für jeweils 20 Minuten Tageslicht tanken, reiche bei einem gesunden Menschen schon aus, um den Vitamin-D-Stoffwechsel zu gewährleisten. (APA)

  • Diäten, einseitige Ernährung und
Mangelernährung lassen den Organismus schneller übersäuern
    foto: photodisc

    Diäten, einseitige Ernährung und Mangelernährung lassen den Organismus schneller übersäuern

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