Höhere Frauenquote für Beamte/Beamtinnen

18. Dezember 2009, 11:04
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Die Frauenquote im Bundesdienst wird von 40 auf 45 Prozent erhöht - Bei gleicher Eignung werden Frauen vorgezogen, bis 45 Prozent erreicht sind

Wien - Auf die öffentlich Bediensteten kommen im neuen Jahr einige Änderungen zu. So wird es mit 1. Jänner eine höhere Frauenquote im Bundesdienst, die Abschaffung einiger Privilegien sowie mehr Gerechtigkeit zwischen BeamtInnen und Vertragsbediensteten geben. Die Gehälter werden um 0,9 Prozent plus vier Euro für jeden monatlich angehoben.

Die Frauenquote im Bundesdienst wird von 40 auf 45 Prozent erhöht. Damit müssen bei Ausschreibungsverfahren nun Frauen bei gleicher Eignung einem männlichen Bewerber vorgezogen werden, bis ein Frauenanteil von 45 Prozent in dieser Funktion erreicht ist.

Mobbing-Verbot

Mobbing wird im Öffentlichen Dienst künftig ausdrücklich verboten. Wenn es doch vorkommt, bedeutet das eine Verletzung der Dienstpflichten und kann zu massiven Konsequenzen führen - von Ermahnungen bis hin zu Geldstrafen. Bei besonders schweren und wiederholten Vergehen kann es theoretisch auch zu Kündigungen oder Entlassungen kommen.

Die ab 1. Jänner geltende Gehaltserhöhung um 0,9 Prozent plus vier Euro monatlich gilt für alle Bundesbediensteten und LandeslehrerInnen sowie für die meisten Landes- und Gemeindebediensteten. Ungewöhnlich ist heuer, dass drei Länder diese Vereinbarung nicht nachvollziehen. In Salzburg und Kärnten wird es Nulllohnrunden für die Landesbediensteten geben, in Vorarlberg liegt die Gehaltserhöhung für die Landes- und Gemeindebediensteten mit 0,5 Prozent um 0,4 Prozentpunkte unter dem Ergebnis für die BundesbeamtInnen. (APA)

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