Wiener Börse am Freitag: ATX leichter

18. Dezember 2009, 18:12

Leitindex dreht im späten Handel noch ins Minus - OMV und Telekom im Blickpunkt

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 18,91 Punkte oder 0,77 Prozent auf 2.432,61 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 13 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.420 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,32 Prozent, DAX/Frankfurt -0,22 Prozent, FTSE/London -0,24 Prozent und CAC-40/Paris -0,85 Prozent.

Zum Wochenschluss haben die europäischen Börsen einheitlich mit Kursverlusten geschlossen. Nachdem die Indizes den Großteil des Verlaufs in der Gewinnzone tendiert hatten, ging es im Späthandel rasant bergab. Auch der ATX drehte ins Minus und ging mit einem klaren Kursverlust ins Wochenende. Der große Verfall an den Terminbörsen brachte indessen nur wenige Impulse, das Handelsvolumen war allerdings spürbar höher.

In den Blickpunkt gerieten OMV, die nach einem über weite Strecken positiven Handelsverlauf noch ein hauchdünnes Plus von 0,07 Prozent auf 28,71 Euro retten konnten. Das Unternehmen gab bekannt, sich an einer möglichen Kapitalerhöhung der Rumänien-Tochter Petrom mit "51 Prozent oder mehr" zu beteiligen. Die Petrom trägt rund ein Drittel des OMV-Ergebnisses bei, die Österreicher halten derzeit die Mehrheit von 51 Prozent an den Rumänen.

Die Lohnverhandlungen bei der Telekom Austria sind abgeschlossen. Die Sozialpartner haben sich auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 10.200 Beschäftigten mit einer Gehaltserhöhung zwischen 1,0 und 1,45 Prozent geeinigt. Zudem haben die Wertpapierspezialisten von Nomura die Anlageempfehlung von "Buy" auf "Neutral" gesenkt. Die Titel verloren um 2,79 Prozent auf 9,40 Euro.

Der Vorarlberg Textilkonzern Wolford hat sein Zahlenwerk zum ersten Halbjahr vorgelegt. Demzufolge hat Wolford operativ deutlich schlechter abgeschnitten als in der Vorjahresperiode und deutliche Rückgänge bei Umsatz und Betriebsergebnis (Ebit) verzeichnet. Die Aktien schlossen mit einem Plus von 1,26 Prozent bei 11,25 Euro.

Die Anteilsscheine der Beteiligungsgesellschaft UIAG gewannen 2,22 Prozent auf 9,20 Euro. Der Konzern hat seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2008/09 vorgelegt und einen Bilanzverlust von rund 875.000 Euro geschrieben. Zudem wird die UIAG für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende ausschütten, hieß es.

Rund zehn Aktienanalysen internationaler Investmenthäuser zu heimischen Werten sorgten für eine Fülle an Kursimpulsen. So hat die Erste Group ihre Anlageempfehlung für die Aktie von S&T von "buy" auf "hold" reduziert. Die Titel rutschten um 8,72 Prozent auf 13,51 Euro ab.

Weiters haben sich die Experten der Erste Group zur UNIQA zu Wort gemeldet. Sie stufen die Papiere des Versicherers von "Hold" auf "Reduce" zurück und reduzieren die Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre deutlich. UNIQA gingen mit einem Abschlag von 0,54 Prozent bei 12,92 Euro ins Wochenende.

Tagessieger im prime market waren ohne besondere Nachrichten Vienna Insurance Group mit einem Plus von 4,06 Prozent bei 35,89 Euro. Am Ende der Kurstafel rutschten AUA um 11,0 Prozent auf 1,86 Euro ab. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. WIENER PRIVATBANK SE              +6,12 Prozent
2. VIENNA INSURANCE GROUP            +4,06 Prozent
3. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD         +3,00 Prozent
4. LENZING AG                        +2,75 Prozent
5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +2,65 Prozent
6. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            +2,54 Prozent
7. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +2,38 Prozent
8. OESTERR. POST AG                  +2,16 Prozent
9. BKS BANK AG ST                    +1,81 Prozent
10. BENE AG                          +1,50 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. AUSTRIAN AIRLINES AG             -11,00 Prozent
2. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG    -8,72 Prozent
3. IMMOEAST AG                       -5,46 Prozent
4. IMMOFINANZ AG                     -5,38 Prozent
5. MASCHINENFABRIK HEID AG           -3,33 Prozent
6. ERSTE GROUP BANK AG               -3,24 Prozent
7. STRABAG SE                        -2,82 Prozent
8. TELEKOM AUSTRIA AG                -2,79 Prozent
9. POLYTEC HOLDING AG                -2,75 Prozent
10. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG     -2,30 Prozent
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