Weitere Bewohner vor Vulkan in Sicherheit gebracht

18. Dezember 2009, 09:04
1 Posting

Mehr als 35.000 Menschen rund um den Mayon bereits in Notunterkünften

Manila - Wegen eines offenbar bevorstehenden Ausbruchs des Vulkans Mayon auf den Philippinen haben die Behörden am Freitag weitere 3.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Ein Gebiet im Umkreis von acht Kilometern um den Vulkan wurde zur Sperrzone erklärt. An mehr als 35.000 Menschen, die in Notunterkünften untergebracht waren, wurden Schlafmatten und Nahrungsmittel verteilt.

Freitag früh schleuderte der Vulkan zwei Rauchfahnen in den Himmel, Lava floss weiterhin den steilen Berghang hinab. Im Krater bildeten sich nach Angaben des staatlichen Chefvulkanologen Renato Solidum zwei Lavakuppeln. Wissenschafter halten einen Ausbruch innerhalb weniger Wochen für möglich.

Der 2.460 Meter hohe Vulkan ist einer der aktivsten im pazifischen "Feuerring" mit hoher seismischer und vulkanologischer Aktivität. In den vergangenen 400 Jahren ist er fast 40 Mal ausgebrochen. Zuletzt mussten vor drei Jahren 30.000 Menschen an seinem Fuß ihre Häuser räumen. Wenig später begruben von einem Taifun ausgelöste Erdrutsche ganze Dörfer unter sich, mehr als 1.000 Menschen kamen ums Leben. 1993 kamen bei einem Vulkanausbruch 79 Menschen ums Leben. Die folgenschwerste Eruption ereignet sich 1814; damals kamen mehr als 1.200 Menschen um. (APA/APD)

Share if you care.