Flugausfälle und Verkehrschaos in Europa

18. Dezember 2009, 08:59
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In der Normandie saßen 120 Fahrzeuge auf der Autobahn fest - 350 km Stau in Belgien - Flughäfen London-Gatwick und -Luton gesperrt - Ein Toter in Bosnien, - 27 Grad in Italien

Der Wintereinbruch hat in mehreren Ländern Europas zu starken Verkehrsbehinderungen und zum Ausfall zahlreicher Flüge geführt. In Paris mussten Hunderte Passagiere die Nacht auf dem Flughafen verbringen. Das Luftfahrtamt DGAC rief die Fluggesellschaften für diesen Freitag auf, wie am Donnerstag ein Drittel der Flüge zu streichen.

Ebenso gab es auch auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem und auf den Flughäfen rund um London wetterbedingte Flugausfälle. Die Londoner Flughäfen Gatwick und Luton wurden am Freitag bis auf weiteres geschlossen. Der Airport Heathrow blieb dagegen zunächst in Betrieb. Ein Ende des Chaos war noch nicht abzusehen: Für den Freitag sagten die Wetterdienste bis zu 20 Zentimeter Schnee vorher.

Auch auf den Straßen kam es in mehreren Ländern Europas zu Behinderungen: Allein in Belgien stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von fast 350 Kilometern, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. In Sofia sorgten verschneite Straßen für Verkehrschaos und Verspätungen.

Autobahnen  eingeschneit

Mehrere Fernstraßen im Norden Frankreichs wurden für den Schwerverkehr gesperrt und Schulbusse blieben in den Depots. In der Normandie saßen 120 Fahrzeuge auf der Autobahn A84 fest, nachdem ein Lastwagen sich im Schnee quergestellt hatte. Die Autobahn wurde gesperrt. Selbst die Hochgeschwindigkeitszüge TGV mussten ihre Fahrt drosseln. Von der belgischen Grenze über Paris bis zum Zentralmassiv und von der Bretagne bis zu den westlichen Pyrenäen gab Meteo France eine Schneewarnung heraus. Nur der Mittelmeerbogen war vor Schnee sicher.

In Paris und Lyon wurde der Verkehr zudem von Streiks in Teilen des Nahverkehrs behindert. In Paris wurde die mit einer Million Fahrgästen pro Tag meistbefahrene S-Bahn-Strecke Europas, die RER-A, fast völlig lahmgelegt. Viele Betroffene nahmen sich freie Tage, um dem Verkehrsstress zu entgehen.

Im südöstlichen Kent/Großbritannien mussten Hunderte Autofahrer die Nacht in ihren Wagen verbringen, weil die Autobahnen eingeschneit waren. Aus Essex im Süden meldete die Polizei 180 Unfälle.Im Osten Englands begannen die Weihnachtsferien für die Schüler früher als geplant: In Suffolk, Cambridgeshire und Norfolk wurden Dutzende Schulen geschlossen. Auch der Eisenbahnbetrieb war im Osten Englands gestört.

Ein Toter in Bosnien, -27 Grad in Italien

In Bosnien hat die Kältewelle das erste Menschenleben gefordert. Das Opfer ist ein 43-jähriger Lehrer, der im Ort Tomislavgrad erfroren auf der Straße gefunden wurde.

Schnee gab es auch im Norden Italiens, wo etwa auf der Marcesina in den Dolomiten Temperaturen von minus 27 Grad Celsius gemessen wurden. (APA)

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