Südbahnhof: Bevor die Abrissbirne kommt

17. Dezember 2009, 19:17
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DJ-Lines am Freitag mit Adieu-Sause und Lokalwiedereröffnung

Bevor buchstäblich die Abrissbirne kommt, wird am Freitag am Wiener Südbahnhof die musikalische Abrissbirne zum Einsatz gebracht, dass es nur so eine Art hat: Partywillige Hauptstädter nehmen in Form der Urban-Destruction-Party Abschied von dem Bauwerk, dem in den kommenden Wochen mittels Bagger zu Leibe gerückt wird. Soll heißen: Auf den Boden zu aschen dürfte heute Abend hausordnungstechnisch ähnlich in Ordnung gehen wie Bier verschütten oder sonstige zu Hause bei Mutti verbotene Partysportarten.

Das Line-up der finalen Großfeier passt sich auf jeden Fall dem Wesen von Bahnhöfen an und vereint Lokales mit Internationalem: Den Headliner geben die Stuttgarter Elektro- und House-Brüder Ali und Basti Schwarz vulgo Tiefschwarz. Stargast des zweiten Floors ist der Wiener Dorian Concept, dessen Name im Ausland längst schon euphorische Nervosität unter Clubbern auslöst, und der als Protektionskind von Radiolegende Gilles Peterson gilt. Ebenso dabei: die undogmatischen Technokönner von Ogris Debris, Partykönig Marflow sowie Felix da Houserat.

Neuer Club in Ottakring, Rokko's Adventures österreichweit

Eine Lokalwiedereröffnung sorgt ab am Freitag in Ottakring für frischen Partywind: Einst von den Soulsugar-Leuten als unregelmäßiger Partyort im räudigen Bastlerambiente bespielt, wurde The Loft auf der Thaliastraße nun zu einem vollwertigen Veranstaltungslokal. Musikalisch verpasst man sich ein offenes Konzept. Zur Eröffnung ist mit einer Vermengung von HipHop- bis Housebeats zu rechnen. Es bespielen die Herren Scheibosan, Flow, Musikfranz, Peter Czak und Wax Wreckaz. Bereits am zweiten Tag wird dort Gutes getan: Am Samstag steigt ein Benefiz für Ute Bock im Zeichen von Dancehall-Sounds.

Das Popkultur-Magazin Rokko's Adventuers lädt kommenden Montag zur Präsentations-Party seines sechsten Hefts in Wiener Rhiz, wo an diesem Abend die Band The Beauties of The Night auftreten werden. Auf dem Flyer steht als Genre-Bezeichnung "Fuck-Rock" - und das trifft durchaus zu. Rokkos Neigungsgruppe frohlockt aber auch deshalb, weil das Magazin ab sofort in allen relevanten Zeitschriftenhandlungen des Landes zu bekommen ist. Aktuell tourt man deshalb. (lux/ DER STANDARD, Printausgabe, 18.12.2009)

18. 12. Wiener Südbahnhof, 4., Wiedner Gürtel 1. 21.00
18. & 19. 12. The Loft, 16., Thaliastraße 2. 22.00
 18. 12. Linz Stadtwerkstatt/ 19. 12. Bonding (Club Cadavra)/ 20. 12. Rhiz. 20.00

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