"Der Druck der Amerikaner ist ungehörig"

17. Dezember 2009 17:37
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    Foto: apa/hochmuth

    Ein Zivildiener im Black Hawk: Ohne Bundesheer wäre die Republik im  Katastrophenschutz aufgeschmissen, sagt Minister Norbert Darabos.

Verteidigungsminister Norbert Darabos im STANDARD-Interview: 80 zusätzliche Soldaten nach Bosnien

Andere Truppen werden damit für Afghanistan frei. Mit Darabos sprach Christoph Prantner.

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STANDARD: Es heißt, in Bosnien würden die österreichischen Truppen aufgestockt. Ist das korrekt?

Darabos: Österreich leistet seit Jahren einen prominenten Beitrag in Bosnien. Das Eufor-Althea-Kontingent hält derzeit bei 2000 Mann. Mit unserer Kommandoübernahme haben wir qualitativ einen höheren Beitrag geleistet, sowohl was die Person des Kommandanten betrifft, als auch was Elemente wie Hubschrauber betrifft. Wir sind jetzt zusätzlich bereit, Ausfälle anderer Nationen zu kompensieren. Das heißt, dass wir 80 zusätzliche Soldaten zu den bereits 150 dort stationierten nach Bosnien verlegen werden.

STANDARD: Ist das eine Art Gegengeschäft mit Italienern und Spaniern, die dort Truppen abziehen, um sie nach Afghanistan zu verlegen?

Darabos: Es ist kein Gegengeschäft. Aber es ist schon ein politisch gewünschtes Signal: Österreich geht als neutraler Staat nicht nach Afghanistan, aber wir sind bereit, in anderen Regionen wie beispielsweise eben am Balkan zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.

STANDARD: Österreich ist im UN-Sicherheitsrat. Das setzt doch unter einen gewissen Druck. Was spricht dagegen, ein paar Militärausbilder nach Kabul zu schicken?

Darabos: Wir haben drei Offiziere in Kabul stationiert. In heiklen Zeiten im Jahr 2002 waren wir mit rund 60 Mann präsent. Später, bei den Wahlen 2005, haben wir ebenfalls ein Kontingent dort gehabt. Afghanistan ist heute eine Aufgabe der Nato. Wir sind als österreichische Bundesregierung zwar bereit, im Polizei- oder Justizbereich zu helfen, aber es gibt klaren Konsens über die Parteiengrenzen von ÖVP und SPÖ hinweg, dass wir keine zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken.

STANDARD: Warum?

Darabos: Erstens wäre das Risiko für unsere Soldatinnen und Soldaten zu hoch. Zweitens können wir auch, egal wie hoch unser Beitrag ist, hier nicht soviel Qualität einbringen, dass dies sichtbar würde. Dieser Konflikt ist mit Militär allein nicht zu lösen. Truppenaufstockungen sind kein Allheilmittel. Wir haben unseren Schwerpunkt am Westbalkan und im Nahen Osten am Golan. Es ist auch im Sinne der Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, dass wir uns in diese gefährliche Region nicht mit Soldaten begeben.

STANDARD: Soldat sein ist grundsätzlich gefährlich, egal wohin man geschickt wird. Zumindest die Amerikaner würden sich über Österreicher in Afghanistan freuen.

Darabos: Der Druck der Amerikaner ist relativ stark. Er ist teilweise ein bisschen ungehörig, Österreich ist ein souveräner Staat, der selbst entscheidet, wohin er seine Truppen entsendet. Wir haben mit einem Betrag von derzeit 1100 Soldatinnen und Soldaten in Bezug auf unsere Armee und Bevölkerung in Europa ein Level erreicht, das uns unter die Top 3 bis Top 5 bringt. Das reicht für Österreich.

STANDARD: Können Sie ‚ungehörigen US-Druck‘ etwas präzisieren?

Darabos: Das geht über die Botschaften, über Militärkanäle, vor allem auch aus Großbritannien, nicht nur USA, bis hin zum US-Botschafter, der mehrfach auch in der Öffentlichkeit die Meinung vertreten hat, Österreich müsse sich stärker in Afghanistan engagieren. Das ist zwar sein gutes Recht, aber er sollte auch akzeptieren, dass Österreich ein souveräner Staat ist. Wir werden diesem Druck nicht nachgeben.

STANDARD: Zur Sicherheitspolitik generell: Österreich ist in der EU, bei der Nato-Partnerschaft für den Frieden. Wäre es nicht an der Zeit, die Neutralitätsfrage neu zu stellen?

Darabos: Wir haben den Vertrag von Lissabon unterzeichnet und da gibt es auch ganz klare Regelungen für neutrale Länder, was Beistandsklauseln und Solidaritätsaufgaben betrifft. Es ist klar festgelegt, dass die Souveränität der Staaten in der Sicherheitspolitik bestehen bleibt. Österreich ist darüber hinaus sehr wohl bereit, einen Beitrag zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu leisten, wie wir auch mit unserem angedachten Engagement für die EU-Battle Groups beweisen. Ich glaube nicht, dass eine Neutralitätsdebatte jetzt angebracht ist.

STANDARD: Wenn Sie schon die Battle Groups ansprechen: Entweder man ist dabei oder man ist eben nicht dabei. Man kann nicht immer neutral sein und das irgendwie mitschleppen als eine Art Staatsfolklore, die überhaupt keinen Inhalt mehr hat.

Darabos: Das sehe ich nicht so. Wir haben unseren neutralen Status bis jetzt zu hundert Prozent auch aufrecht erhalten können. Wir sind eben auch bereit, bei sogenannten Krisenreaktionstruppen tätig zu werden, wenn es etwa darum geht, Evakuierungsmaßnahmen für europäische Staatsbürger mitzutragen. Ich gebe schon zu, das das kein einfacher Weg für Österreich ist, aber Österreichs Selbstverständnis - und da mag ich konservativ klingen - beruht auf der Neutralität. Ich halte sie nicht für ausgehöhlt wie es so mancher Experte behauptet, sondern ich halte sie für die Grundlage des Wiedererstehens Österreichs als eigenständiger Staat überhaupt. Diese Debatte leichtfertig zu führen, würde ich als verfehlt einstufen.

STANDARD: Aber jetzt ist Österreich in der EU und befindet sich in einer globalisierten Gesellschaft. Da ticken die politischen Uhren anders. Man kann keinen sicherheitspolitischen Diskurs führen, der sich im wesentlichen darauf beschränkt, dass Präsenzdiener durchs burgenländische Unterholz stolpern.

Darabos: Das sollte man auch nicht. Assistenzeinsätze sind aus meiner Sicht wichtig. Ganz besonders dann, wenn es darum geht, bei Naturkatastrophen zu helfen. Ohne das Österreichische Bundesheer wäre es um den Katastrophenschutz für die Menschen in Österreich relativ schlecht bestellt. Darüber hinaus lehne ich es ab, Auslandseinsätze mit Inlandseinsätzen aufzurechnen. Ich möchte Ihrer Frage nicht ausweichen, aber die Zukunftsfähigkeit des österreichischen Bundesheeres hängt vor allem auch davon ab, wie stark und kompetent wir im Ausland auftreten können. Aber wir haben uns, und da fahren wir aus meiner Sicht relativ gut, darauf verständigt, dass wir unsere Einsätze immer nur auf Basis eines UNO-Mandates beschließen. Dazu sind wir bereit, beispielsweise in der EDA, der Europaen Defense Agency, unseren Beitrag zu leisten oder die ESVP mit Leben zu erfüllen, indem wir die Battle Groups beschicken. Aber, dass wir uns als souveräner neutraler Staat ebenso wie Schweden, Finnland, Irland verstehen, daran besteht kein Zweifel. Österreich ist auf diesem Fundament gebaut, und ich glaube, dass beides sehr wohl vereinbar ist.

STANDARD: Es gibt viele in Brüssel, die sagen, die Österreicher seien sicherheitspolitische Trittbrettfahrer, weil sie von Nato-Staaten umzingelt sind und sich nicht zu schützen brauchten. Die Republik hat ein Militärbudget von rund 0,7 Prozent des BIP. Finnland oder Schweden geben viel mehr aus.

Darabos: Wir sind kein Trittbrettfahrer. Wir haben uns beispielsweise entschlossen, die Luftraumüberwachung eigenständig durchzuführen entgegen so manchem anderen Staat der Europäischen Union, etwa Slowenien, das von Italien mitbetreut wird. Und ich erinnere daran, dass es Irland und Österreich waren, zwei neutrale Staaten, die ganz wesentlich die schwierige Tschad-Mission unterstützt haben. Man macht es sich zu leicht, wenn man ein Schwarz-Weiß-Bild malt. Faktum ist, dass wir eine große Gruppe von Nato-Staaten innerhalb der Europäischen Union haben. Wir haben aber auch eine Gruppe von Staaten, die nicht der Nato angehören, eben allianzfreie oder neutrale Staaten. Das würde ich nicht als trittbrettfahren sehen, sondern ganz im Gegenteil, wir leisten einen überproportionalen hohen Beitrag bei Auslandseinsätzen Ich sage auch ganz offen, dass ich bei den Gesprächen mit den Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsministern der Europäischen Union hinter vorgehaltener Hand zwar, aber doch auch immer wieder höre, dass man nicht ganz glücklich ist mit einem überhasteten Transformationsprozess in ein Berufsheer. Das ist immer eine autonome Entscheidung der jeweiligen Staaten. Aber ich kann Ihnen einige Staaten sagen, die heute nicht ganz zufrieden sind mit dem System, das sie derzeit als Beitrag in die Europäische Union einbringen können. Da braucht sich Österreich weder genieren noch ein schlechtes Gewissen haben. Die Bezeichnung Trittbrettfahrer, von wen sie immer kommen mag, die möchte ich schärfstens zurückweisen.

STANDARD: Wen meinen Sie, wenn Sie die schwierige Transformation einiger Staaten ansprechen?

Darabos: Zum Beispiel Slowenien. Die sagen, ein Berufsheer sei relativ teuer. Das sind natürlich auch Zugeständnisse an die Nato. Das sei durchaus dazugesagt. Es gibt aber auch andere Staaten wie Polen, die das sehr kritisch sehen. Es ist nicht immer so einfach zu sagen, ich transformiere in ganz kurzer Zeit und glaube, dass es billiger wird. Mir sagen alle, es wird teurer mit einem Berufsheer. Die Komponente, die wir in Österreich haben - allgemeine Wehrpflicht mit einem Milizsystem und mit Kadereinheiten kombiniert - erscheint mir für einen Staat wie Österreich idealtypisch.

STANDARD: Was kostet der Grenzsicherungseinsatz, es stehen verschiedene Zahlen im Raum. Sie sagen zwölf Millionen, Nationalratsabgeordneter Pilz sagt 21 Millionen. Was stimmt?

Darabos: Ich lasse nur jene Kosten gelten, die Mehrkosten bedeuten. Das heißt, das sind zusätzliche Gelder für Rekruten, die mehr bekommen, wenn sie im Assistenzeinsatz sind. Das sind zusätzliche Gelder für Kadersoldaten, das Kosten für Transport, Verpflegung und Quartiere. Es ist ganz klar nachvollziehbar aufgrund unserer budgetären Rechnung, dass das ungefähr auf die zwölf Millionen Euro pro Jahr kommt.

STANDARD: Das Burgenland wird früher wählen. Wann wollen Sie eigentlich ins Burgenland wechseln?

Darabos: Ich fahre jeden Tag heim ins Burgenland. Politisch gehe ich aber sicher nicht ins Burgenland zurück. Und übrigens fühle ich mich politisch sehr wohl in Wien. Ministerin Schmied und ich sind mittlerweile die längstdienenden Minister der Regierung. Am 11. Jänner 2010 bin ich drei Jahre in diesem Amt und ich habe auch noch genug zu tun. Ich will die Bundesheerreform weiter vorantreiben und ich sage ganz offen, auch als einer der den Blick von außen hat, glaube ich, dass ich hier den Ausgleich schaffen kann zwischen sozialen Komponenten, die dieser Transformationsprozess beinhaltet, und der Notwendigkeit in einer geänderten geopolitischen Lage, das österreichische Bundesheer auf die Zukunftsherausforderungen vorzubereiten. Wir werden da noch die nächsten zwei, drei Jahre einiges zu tun haben, um diese Reform in ihrer Gesamtheit auf den Weg zu bringen.

STANDARD: Und dann werden Sie Landeshauptmann im Burgenland?

Darabos: Nein, das ist nicht meine Karriereplanung. Ich bin nach Wien gegangen mit dem Ziel, einige Wahlkämpfe zu gewinnen, das habe ich mit der Gusenbauer-Wahl und mit der Fischer-Wahl geschafft. Und ich bin jetzt ins Ministerium, durchaus auch angefeindet am Beginn meiner Tätigkeit, gegangen, um das Bundesheer neu auszurichten. Ich werde zum Beispiel die Null-Toleranz-Politik gegen Rechts im Bundesheer mit aller Kraft fortsetzen. Stichwort Ulrichsberg. Da ist sicher noch einiges zu tun und von diesem Weg werde ich mich auch nicht abbringen lassen. Ich schiele nicht ins Burgenland, obwohl ich gerne im Burgenland bin. Wie gesagt, jeden Abend. (Langfassung des in der STANDARD-Printausgabe vom 18.12.2009 erschienenen Interviews)

Zur Person
Norbert Darabos (45), ehemals Bundesgeschäftsführer der SPÖ, ist seit 2007 Verteidigungsminister. Am Freitag reist er mit dem Bundespräsidenten nach Bosnien.

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mrkooper
20.12.2009 23:08

schon lange kein interview gelesen, wo man wirklich bissi was erfaehrt, anstatt nur lauter schmarrn zu hoeren. darabos > amtskollegen (rot u. schwarz)

Lazarsfeld
20.12.2009 18:23

Hier hat Drabos der Mehrheit der Österreicher wirklich aus der Seele gesprochen. So soll Politik auch sein. Der andere Weg, der leider auch von der SP zu oft gewählt wird - Bilderberger, EU Räte hinter verschlossenen Türen, diverse NGOs etc. -, ist zutiefts undemokratisch.

chilly76
 
19.12.2009 09:51
wo is da bitte der ungehörige druck wenn jemand sagt "fiffi bei fuss" oder "fiffi fass" oder "fiffi patz"?????????

ceiberweiber.at
19.12.2009 11:23
Keine fiffis

obama könnte der erste amerikanische präsident sein, mit dem andere staaten wirklich zusammenarbeiten können. es geht nicht in einem klima der furcht, nicht indem menschen unter druck gesetzt und am leben ihres lebens gehindert werden. es wird von norbert darabos noch mehr mut erfordern, sich auch als mensch mit einem recht auf sein leben den usa zu widersetzen. es ist aber an der zeit, dass er es tut, weil es nicht nur um sein leben geht. es können auch nur freie menschen die welt retten - es mag pathetisch klingen, wir alle müssen aber etwas tun, ich denke da nicht nur an das klima, geht auch um unser auf nicht erneuerbaren ressourcen aufgebautes wirtschaftssystem.

chilly76
 
19.12.2009 15:19
sie meinen die bösen lassen weiterhin die guten kleinen bürger meinen sie können was bei den bösen in richtung gut bewegen??? (ich halte nichts von der shushu taktik)

wie wärs wir hier in europa sagen gleich pragmatisch direkt und sofort "NEIN DA MACHEN WIR NICHT MIT" anstatt zu hoffen das obama gut gelaunt aufwacht.
europa ist nicht so erpressbar oder unter druck setztbar wie die politiker (möchte nicht wissen wer die alle lobbiert hat um an die macht zu kommen) es immer darstellen.

mfg & free srpska :-)

Ich bin ein Fan von lächerlich
18.12.2009 15:13
"Darabos: Der Druck der Amerikaner ist relativ stark. Er ist teilweise ein bisschen ungehörig, ..."

kurzgesagt - US Dikatat

ceiberweiber.at
18.12.2009 20:35
Mehr als das...

auch wenn sich darabos nicht unter druck setzen lässt, nimmt er sich doch sehr zurück in seinen handlungen. aber warum? warum, wenn er sich gegen druck verwehren will, steht er auf dem status quo vom sommer 2007? es ist ja einiges seither passiert, immerhin ist viel zeit vergangen, er hat auch damals die usa mutig kritisiert und war sehr integer. dem trägt er aber nicht rechnung, hält dem druck wegen afghanistan um diesen preis stand, aber das ist der preis seines lebens als mensch. preis der souveränität österreichs ist eben, ein souveränitätsverlust von ihm und anderen menschen über ihr leben. aber dann ist auch österreich nicht wirklich stark und souverän!

Ich bin ein Fan von lächerlich
18.12.2009 15:18
Neutral

(Völkerrecht) keiner der Krieg führenden Parteien angehörend, keine von diesen unterstützend.

Semberija
18.12.2009 11:29

In der RS ist eine fremde Besatzungsmacht, so auch das öst. BH, nicht gerne gesehen. Valentin Inzko tut sein Übriges um das Image der Österreicher zu verschlechtern...

alles neu macht der mai
18.12.2009 16:59

damit koennen wir leben. trotzdem lustig, dass die groesste einwanderergruppe in oesterreich die serben sind - bei dem image!

chilly76
 
19.12.2009 15:07
das liegt das die serben bevölkerungsmässig die zahlreichsten auf dem balkan sind

ethnische serben stellen knapp 40% des alten jugoslawiens. prozentuell gerechnet sind die serben eine kleine wie sie sagen einwanderrungsgruppe.

mfg

piipo
21.12.2009 12:13
wusste nicht das man als "ethnische Serben"

auch die 1 mille Roma und halbe mille Rumänen dazu zählt.

typisch serbische Statistik

chilly76
 
21.12.2009 15:56
die sind nicht mitgerechnet

nur die die sich als serben deklarieren sprich serben aus serbien kroatien bosnien mazedonien slowenien und montenegro.

und übrigens...wie kommen sie eigentlich darauf mir sowas zu unterstellen???

piipo
21.12.2009 16:52
ganz einfach denn in keiner Statistik kommen

die Roma vor

alles neu macht der mai
19.12.2009 21:32

na ja - prozentuell noch immer die groesste in oesterreich, mehr als die tuerken.

ist mir uebrigens wurscht. ich habe mit niemanden ein problem nur auf grund der herkunft. ich war selber oft genug fremde.

Ava Tar
18.12.2009 10:43
Ist schon richtig so

in Bosnien bauen die Menschen ja doch etwas auf, in Afghanistan geht's nur um's Ausrotten der Partisanen - die zum Behufe der Duldung dieses Vorgehens durch die "aufgeklärten" westlichen Bevölkerungen generell mal "Taliban" genannt werden, obwohl nur ein Bruchteil von ihnen Taliban sind und der Großteil aufständische Bevölkerung

lieber aufbauen helfen in Bosnien

Lustig:
"STANDARD: Österreich ist im UN-Sicherheitsrat. Das setzt doch unter einen gewissen Druck."
=>
Was ich damals gesagt hab: Wozu tun wir uns das an?

Ein Land, das in einem der heißesten Konflikte max. eine Seite verurteilen kann, hat im Sicherheitsrat nichts verloren. Wir hofieren den Haupttäter Kiregsminister, während UK einen Haftbefehl für die Mittäterin ausstellt.

Daliah
 
18.12.2009 10:38
Erstens wäre das Risiko für unsere Soldatinnen und Soldaten zu hoch.

Das verstehe ich nicht. Bis jetzt bin ich davon ausgegangen Soldat = Krieg = Risiko. Aber möglicherweise sehe ich das falsch. Man trainiert, übt für den "Ernsteinsatz" aber prinzipiell entspannt man sich dann Zuhause bei ein paar Bier.

Nicht dass ich will dass noch mehr unnötige Menschen nach Afganistan geschickt werden (die Amis sollen sich selbst ihr Fiasko holen), nur die Argumentation von Darabos ist ja aberwitzig von.

Selbt Standard verbessert Darabos dann:

"Soldat sein ist grundsätzlich gefährlich, egal wohin man geschickt wird."

Ah wirklich.

MCU
18.12.2009 09:41
Also in dem Artikel kann man eindeutig erfahren, was unser Bundesheer kann!

Nicht viel, bis wenig und Einsatz dort, wo es nicht gefährlich ist!! Haha! Wie das unseren Helden wohl gefällt? Auf jeden Fall, trifft sich voll mit meiner eigenen Meinung.
Das ist kein Bundesheer, sondern ein "techn. Hilfswerk" (THW, wie es eines in Deutschland gibt).

daemeth
18.12.2009 11:09

im kosovo damals, als es noch brisant war, bosnien damals war auch kein zuckerschlecken, im nahen osten ist immer was los, im tschad war auch einiges zu tun...

also die aussage, das österreich immer dort ist wo es nicht gefährlich ist, ist einfach nur dumm.

Peter Nerad
18.12.2009 09:28
Afganistan

Liebe Nachbarn lassen Sie sich nicht von USA erpressen !!!

meindurstistüberwältigend
18.12.2009 09:02
wenn wir "qualitativ"nichts bringen im "hochentwickelten"Afghanistan

dann unser Heer lieber abschaffen und das geld sparen

WARUM ist das sooo
18.12.2009 07:45
armes bundesheer

hoffentlich wird es bald von diesem zivi befreit !

MCU
18.12.2009 09:43
Wenn unsere Helden auch nicht viel können, aber saufen können sie!

Das weiß jeder Grundwehrdiener!

Bastian Balthasar Bux
18.12.2009 03:09
Also ich bin wahrlich kein Fan,

aber dieses eindeutige Bekenntnis zur Neutralität, chapeau!
Ich hoffe es war nicht nur ein Lippenbekenntnis und bleibt auch so!

maboco
18.12.2009 07:40

Ja die Realität ist halt eine Andere. Da hilft das schönste Interview nichts.

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