Weihnachtszeit ist nicht die Zeit der Prügel und Raube

17. Dezember 2009, 17:02
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Dezember keineswegs der Verbrechensmonat

Salzburg/Wien - Der Bankraub für die Weihnachtsgeschenke, die Prügel unter dem Christbaum: die Weihnachtszeit gilt als Hauptsaison für einige Delikte. Allerdings: Die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des SPÖ-Abgeordneten Johann Maier zeigt, dass der Dezember keineswegs der Verbrechensmonat ist.

Beispiel Gewalt in der Familie: Im Vorjahr waren der Dezember und der Jänner sogar die Monate mit der geringsten Zahl an Anzeigen. Viel gefährlicher ist der Sommer: Im Jahr 2007 gab es etwa im Juli die meisten Fälle. Im langfristigen Vergleich zeigt sich ein genereller Rückgang. Trotz der Tatsache, dass die Möglichkeit der Anzeige und Wegweisung immer bekannter wird sank der Dezemberwert seit 2002 deutlich. Waren es damals noch mehr als 600 Fälle, musste die Polizei im Vorjahr nur mehr 458-mal einschreiten - ein Minus von fast 25 Prozent.

Bei den Banken wiederum gibt es kein einheitliches Bild, wann die Räuber kommen. Während die einen Institute den Februar als stärksten Monat angeben, sind es bei anderen die Sommermonate oder die Vorweihnachtszeit. (moe, DER STANDARD - Printausgabe, 18. Dezember 2009)

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