Royal Academy: Absage von Liechtenstein-Großausstellung

17. Dezember 2009, 15:09
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Zoll-Streitigkeiten mit London als Hintergrund

London - Der Fürst von Liechtenstein hat eine große Ausstellung in London wegen Streitigkeiten mit dem britischen Zoll abgesagt. Die Renaissance-, Barock- und zeitgenössischen Kunstwerke aus der 500 Jahre alten Sammlung von Hans Adam II. sollten im kommenden Herbst in der Royal Academy ausgestellt werden.

Grund für die Absage ist ein Streit um das Renaissance-Gemälde des spanischen Malers Alonso Sanchez Coello, der seit Jahren schwelt. Nach Angaben des Kunstfachblatts "The Art Newspaper" hatten die britischen Zollbehörden das Porträt Don Diegos, Sohn des spanischen Königs Philipp II., 2007 beschlagnahmt. Dabei ging es um die Exportrechte einer Gruppe von Bildern. Der Fürst selbst, der das Gemälde 2006 in London gekauft hatte, soll von den Ermittlungen nicht betroffen sein.

Die Royal Academy, eines der bekanntesten Museen in London, erklärte, nun werde nach einer Alternativen für die Schau gesucht. Die Sammlung Liechtenstein hätte ein besonderer Publikumserfolg für die Royal Academy werden sollen. Unter anderem sollten Werke von Rubens und Van Dyck zu sehen sein.  Das Museum teilte am Donnerstag mit, "sehr enttäuscht" zu sein. (APA)

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