28. Salzburger MotzArt Kabarettfestival

17. Dezember 2009, 13:34
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Stargast Hagen Rether und serienweise Österreichpremieren ab Ende Jänner

Salzburg - "Es gibt die seichte Comedy, also Unterhaltung, die sich von Pointe zu Pointe hantelt und nur auf schnelle Lacher aus ist. Für das MotzArt-Festival haben wir aber Anspruch nach Tiefe: Nach Unterhaltung, die einen Bogen spannt und eine Botschaft vermittelt" - so Christian Wallner, Kabarettist und Gründer des ältesten österreichischen Kleinkunstfestivals, am Donnerstag bei der Programmpräsentation der 28. Ausgabe von MotzArt, das vom 30. Jänner bis 7. Februar 2010 über die Bühne der ARGEkultur gehen wird.

Wallner und Co-Kurator Markus Grüner haben neun in Salzburg und sieben in Österreich noch nie gezeigte Kabarettprogramme für Salzburg verpflichtet. "MotzArt steht für Kleinkunststars mit ihre kabarettistischen Hits, aber auch für Sperriges und Abgründiges, bei dem das Lachen auch einmal im Halse stecken bleiben kann, und der Zuschauer zum Reflektieren angeregt wird über die Welt, in der wir leben", erläuterte Wallner.

So wird der Frankfurter Michael Quast sein Solo-Programm "Orpheus in der Unterwelt" aufführen. Darin werden die Götter der Unterwelt mit gegenwärtigen Machthabern gleichgesetzt. Anamateur, die laut Wallner "ernsthaft massive Frau" aus Dresden, wird auf der Bühne eine Familienaufstellung nach Bernd Hellinger mit ihrer mitgebrachten Band versuchen. I Stangl geht mit der 68er-Generation ins humoristische Gericht, und der Mathematiker Dietrich "Piano" Paul wird den deutschen Humor in "lustig" mit scharfer Klinge filetieren.

Als Höhepunkt und Abschluss der 28. Salzburger MotzArt-Woche ist der "Deutsche Kleinkunstpreis-Gewinner 2008", Hagen Rether aus Düsseldorf, angesagt. Alle Programme von Rether heißen "Liebe", aber "diese 'Liebe' besteht aus gänzlich neuen Nummern", wie Wallner versicherte. Ergänzt wird "MotzArt 28" mit Sigi Zimmerschied aus Passau, Jochen Malmsheimer aus Bochum, der über "14 Tage im Leben einer Stunde" referieren wird, Michael Altinger und Partner Alexander Liegl sowie den drei Herrn von maschek aus Wien, die das Jahr 2009 nicht ungeschoren Revue passieren lassen.

Die Publikumsnachfrage nach Kabarett ist traditionellerweise groß, "wir sind jetzt schon zugeschüttet mit Anfragen zu Hagen Rethers, bloß weil der den ARGEkultur-Termin im Internet angekündigt hat", erläuterte Grüner. "Zwar macht ein guter Sketch noch kein gutes, abendfüllendes Programm. Aber durch Youtube und Myspace werden Kleinkünstler erstmals auch ohne die großen TV-Anstalten populär. Das belebt die Kleinkunstszene." (APA)

 

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