"Die meisten Bankräuber sind Amateure"

17. Dezember 2009 13:24
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    Foto: fischka.com/erste bank

    Möglichst lange Wege durch die Filiale, Wachpersonal und digitale Videoüberwachung stellen für den Täter ein erhöhtes Risiko dar.

Eine Studie unter verurteilten Bankräubern zeigt, dass vor allem Gelegenheit Diebe macht

Schnell an viel Geld kommen - da denkt man vor allem an zwei Dinge: Lottogewinn oder Banküberfall. Was sich so leicht dahinsagt, wurde heuer 94 Mal in die Tat umgesetzt. "Die meisten Bankräuber sind Amateure. Zum Beispiel Straßenbahnfahrer oder Steuerberater, die sich auf diesem Weg Probleme vom Hals schaffen wollen", sagt Christopher Schlembach vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Schlembach hat im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema Bankraub durchgeführt, die auf Gesprächen mit ehemaligen Bankräubern basiert.

Das Ergebnis: "Die wenigsten Bankräuber planen den Überfall, vielmehr lassen sie sich von der Situation und der Gelegenheit verleiten", sagt Schlembach. Denn für einen Bankraub brauche es weder intensive Planung, kein spezielles Fachwissen noch ein kriminelles Netzwerk um das Diebesgut später in Bargeld umzusetzen, wie etwa bei einem Einbruchsdiebstahl. Rund die Hälfte der 41 Häftlinge gab an, durch Medien zur Tat inspiriert worden zu sein. "Ich hab dann auch in der Zeitung gesehen, wie das grob funktioniert. Ich hab meine wirklichen Informationen nur durch die Zeitung bekommen", sagt einer der Verurteilten. Jemanden Privaten überfallen, das wollte ein Befragter nicht: "Das ist ja sein Privatgeld." Vorbereitet habe er sich auch viel übers Internet, als Arbeitsloser hätte man ja viel Zeit.

Dass auf Bankraub zwischen einem und 15 Jahre Haft stehen und rund die Hälfte der Täter erwischt wird, scheint nur wenig abschreckend, was vor allem an der Spontaneität liegt, mit der das Delikt begangen wird.

Zahl der Bankraube geht zurück

Die Statistik der vergangenen Jahre zeigt, dass die heimischen Banken mittlerweile einigermaßen gut gerüstet sind. Seit 2007 sind hat sich die Zahl der Bankraube beinahe um ein Drittel reduziert. Die Strategie: Es dem Räuber so schwer wie möglich zu machen. In der Praxis bedeutet das, dass die meisten Banken ihre Kassenbereiche so angelegt haben, dass er von der Straße aus nicht eingesehen werden kann. Auch möglichst lange Wege durch die Filiale, Wachpersonal und digitale Videoüberwachung stellen für den Täter ein erhöhtes Risiko dar. "Je kürzer der Weg vom definitiven Eingang über´s Foyer oder bis zur Kasse, desto besser", sagt einer der Interviewten.
Zwar gaben 94 Prozent der Befragten an, Überwachungskameras nicht als abschreckend zu empfinden. Dennoch helfen die qualitativ mittlerweile hochwertigen Bilder bei der Tätersuche. Besonders effizient ist laut Herwig Lenz, Leiter der Kriminalprävention und Opferhilfe des Bundeskriminalamts, aber die Belohnung für eingegangene Hinweise. "Immerhin sind Räuber auch Menschen mit einem Freundeskreis und auch da gibt es Neider", sagt Lenz.

Geringe Beutesummen

Das große Geld, von dem die meisten Bankräuber träumen sei aber längst nicht mehr zu holen: "Wenn potentielle Bankräuber meinen, bei uns könnte man ‚auf die Schnelle' viel Geld holen, dann irren sie", sagt Heinz Friedl, Sicherheitsbeauftragter der Raiffeisenlandesbank Wien-NÖ. Die Banken haben die Menge an vorrätigem Bargeld längst reduziert. Die Raiffeisenfilialen arbeiten beispielsweise mit einem automatischen Kassentresor, wodurch keine großen Geldmengen schnell greifbar sind.
Während 2007 die Beute durchschnittlich bei rund 35.000 Euro lag, waren es 2009 nur noch 25.000. "Rechnet man die hohe Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden und das Strafmaß dazu, ergibt sich ein relativ geringer Stundenlohn", sagt Lenz. (bock, derstandard.at, 17.12.2009)

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john pell
23.12.2009 14:07

7 jahre haft für einer bank überfall gegen 5 jahre maximal 7 für gewahlt delikte hier konnen wir sehn wir die unsere staat die menschen verhachten in names des geld.
Die wirkliche kriminnele sitzen in die börsen und in manche bankvorstand.......

www.erstaunlich.at
20.12.2009 17:41
Der bedrohte Bankräuber

Diese Bankräuber waren zwar keine Amateure aber trotzdem erstaunlich. Weiter unter...

http://www.erstaunlich.at/index.php... taunliches

hanslblasta
09.01.2010 13:59

und was ist daran erstaunlich?

Wir sind die Guten!
21.12.2009 14:48
yo wieder ein fall der sträflich unterschätzten, um nicht zu sagen, weggeredeten, inländerkriminalität!

www.weicheier.com
19.12.2009 21:01
Eine Studie brauchen´s da?

Ein jeder "ausgelernte" Ganove hätte denen das sagen können! Bei so einer "Hack´n" stimmt die Kalkulation zwischen "Gewinn" und Risiko nicht....

che_guevara2
18.12.2009 18:12

nona der profi hohlt sich das geld dort wo es keine alamanlagen gibt...


rofl

dazu hätte ich keine studie gebraucht!

edson arantes do nascimento
18.12.2009 15:45
da muss jetzt wieder ein alter spruch her:

kleine kriminelle überfallen eine bank, große kriminelle gründen eine!

Wandbemaler ohne offiziellen Auftrag
 
18.12.2009 12:45
Die meisten Bankräuber sind Bankrotteure

Ko Prolyt
18.12.2009 11:31
na sind wir doch froh, oder?

man stelle sich vor das würde geplant werden...

in der vergangenheit sind nur wenige geplante raubtaten bekannt geworden...bawag, meinl, hgaa... aber die waren dafür wirklich erfolgreich.

Nirvanacharly
 
18.12.2009 13:14
der Letzte Bankräuber

heißt Hypo, ein Megadeal und der Haupttäter liegt bereits im Grab

grandw
18.12.2009 11:26

Zum Glück nimmt sich keiner den Film "Dobermann" zum Vorbild, obwohl die Idee Alarm in vielen Banken gleichzeitig Auszulösen schon gar nicht mal so schlecht ist.

Mit dem Raketenwerfer die Tür einschiessen ist halt nicht so subtil.

hcl
18.12.2009 14:19

Meine Helden sind immer noch die Typen, die einmal einen Automaten an die Ketten gelegt und mit dem Auto rausgezogen haben. Dummerweise war's nicht der Bankomat sondern der Kontoauszugsdrucker.

C18H27NO3
18.12.2009 11:12
verstehe

die Gruppe der bankräuber A kann man mal grob unterteilen in jede die erfolgreich sind (B) und jene die nicht erfolgreich sind (C). Man weis dass B und C in etwa gleich viele überfälle verüben, das heisst aber noch nicht dass C nicht vielleicht aus viel weniger personen besteht (die einfach nicht planlos drauflosrennen). Jetzt befragt man die nicht erfolgreichen B und zieht daraus dann schlüsse über die gesamtgruppe A.
Hallo, gehts noch?????
Da kann man genausogut langzeitarbeitslose befragen, wie sie ein vorstellungsgespräch absolvieren und dann daraus rückschlüsse auf die arbeitende bevölkerung ziehen.

Ava Tar
18.12.2009 11:01
Erstaunlich

was das Kuratorium für Verkehrssicherheit so alles studiert. Falls Sie mal eine Studie über die Ausrutschgefahr auf McDonalds Klos machen stell ich mich gerne als Auskunftsperson zur Verfügung (Erfahrung mit Ausrutschen auf erbrochenen Pommes und im Inselhüpfen zwischen Luluteichen)

Im übrigen ist es ein bedenkliches Spiel der Banken auf Kosten der Bankangestellten, daß die selbst nicht im allergrößten Notfall (des is ollas ? Ruck mehr ausse, sunst daschiaß i an) an den Tresor kommen

Privatpersonen wird fast schon empfohlen, den Dieb, der die Wohnung ausräumt, halt was finden zu lassen, notfalls ein paar Hunderter hinlegen - weil er sonst justament die ganze Wohnung verwüstet. Kleiderschränke sind offenbar mehr wert als Filialangestellte?

hanslblasta
09.01.2010 17:16
über zeitgesteuerte Safes weiß heutztage bald ein potentieller Bankräuber Bescheid

damit werden Banken für Überfälle weniger attraktiv, weil eben nur geringe Beträge zu holen sind; und kaum ein Bankräuber wird sich auf längere Diskussionen einlassen, ob da noch etwas zu holen ist, sondern mit der Beute, die er kriegen konnte, wohl blitzartig das weite suchen;

Nirvanacharly
 
19.12.2009 08:51
ja diesen gedanken hatte ich auch,

ich als angestelltter fände es auch toll wenn mein arbeitgeber das geld höher bewertet als die mitarbeitersicherheit.....oder, tun das nicht eh alle unternehmer und eh schon immer

wissen ohne macht
18.12.2009 10:46
Diese prophetischen Worte des Großbankiers Mayer Amschel Rothschild


»Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.«

hanslblasta
09.01.2010 17:09

der hatte noch keine Ahnung vom Turbokapitalismus

RonConSoda
10.01.2010 08:50


und sie keine von kapitalismus an sich

ko mika
18.12.2009 10:46
kommt mir das nur so vor

oder ist dies doch eine werbekampagne für raubüberfälle? die chance nicht erwischt zu werden ist groß und vom amateur bis zum profi sind es gerade mal drei bis vier überfälle.

Ruskij
18.12.2009 16:02

Die ersten 3-4 Überfälle sind dann halt das Risiko. Dabei ist die Zeitreihe nicht zu durchbrechen. Man muss immer dden ersten vor dem zweiten vor dem dritten Überfall machen und kann nicht mit dem 5. anfangen und irgendwann den 1. nachholen.

anton-aus-tyrol
 
18.12.2009 10:39
"Die meisten Bankräuber sind Amateure"

Das ist eine Ansichtssache! Diejenigen, die die Kassen vor Ort kurz leeren um ein paar tausend sind wahrscheinlich Amateure (hoffentlich, sonst habens eine miese Ausbildung).

Diejenigen aber, die die Banken wirklich ausräumen, bis auf den letzten Cent sind theoretisch "Profis"! Zumindest haben sie ein Studium, Anzüge, als Waffe einen PC und eine Zugangskarte zur Bank...

caranx
18.12.2009 10:39
"Die meisten Bankräuber sind Amateure"

Und Verlierertypen.
Sie fassen bei wenig Geld und hohem Risiko Höchststrafen.
Bei Internetbetrug etc. ist sehr viel mehr bei geringem Strafrisiko zu holen.
Auch im Reich der Kriminalität siegt Intelligenz und Kreativität.

Agor
18.12.2009 10:34

"Die meisten Bankräuber sind Amateure"

Kann man Bankräuber als Beruf erlernen????? Lehre? Studienrichtung oder Fachhochschule????
Wie schaut denn da der Stundenplan aus?

dagobertus
18.12.2009 10:17

amateure? heißt das: niemand wird als bankräuber geboren? hui......wow....tolle erkenntnis.

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