Immofinanz-Immoeast-Fusion per 30. April

17. Dezember 2009, 17:28
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Ende der Aufräumarbeiten: Minderheitseigner der Tochter erhalten drei Immofinanz-Titel für je zwei Immoeast-Papiere

Wien - "Ich hätte mir zwar vor der Verschmelzung von Immofinanz und Immoeast eine Kapitalerhöhung der Immofinanz gewünscht, aber sie war auch nicht zwingend notwendig" , sagte der für beide verantwortliche Eduard Zehetner. Schließlich war der Markt gesättigt und die Banken hätten ihre Bücher für heuer bereits zugemacht, argumentiert Zehetner, als er am Donnerstag nicht nur die Halbjahreszahlen, sondern auch das Prozedere für die Fusion bekanntgab.

Am 20. (Immofinanz) und 21. (Immoeast) Jänner finden die Hauptversammlungen statt. Die Minderheitsaktionäre der Immoeast, die 45,6 Prozent an der Immofinanz halten, werden mit Immofinanz-Aktien abgegolten. Für drei Immofinanz-Aktien bekommt man zwei Immoeast-Aktien. Die Immofinanz erhöht dafür ihr Kapital um bis zu 589 Mio. Euro. Zehetner bezeichnete die Fusion als letzten großen Restrukturierungsschritt nach dem Skandal um die Gruppe und ihre ehemalige Managerin, die Constantia Privatbank. Unverändert bleibt die Forderung an die verbliebene Constantia Privatbank, die sogenannte Bad Bank um einen Euro zu bekommen. Schließlich hätte die Immobilien-Gruppe an die Bank Forderungen von rund 400 Mio. Euro. In der Bad Bank schlummern auch alle Risiken und Anlegerforderungen aus dem Finanzskandal. Noch ohne Ergebnis blieben die Verhandlungen mit der Constantia Packaging B.V., dem ehemaligen Eigentümer der Bank. Hier wird nach wie vor verhandelt.

Beide Immobiliengesellschaften konnten nach den dramatischen Verlustjahren 2008/2009 erneut deutliche Verbesserungen bei den Bewertungen und dem Finanzergebnis verzeichnen. Zudem hätten sich die Märkte beruhigt und auch das eigene Kostensenkungsprogramm zeige Wirkung. Gespart hat man sich auch die Managementgebühren an die Bank.

Im ersten Halbjahr 2009/2010 verbesserte sich bei der Immofinanz das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (Ebit) um 2,1 Mrd. auf 224,6 Mio. Euro, bereinigt um Währungseffekte betrug es 277,7 Mio. Euro. Das Ebit der Immoeast erreichte 200,7 nach minus 1,15 Mrd. Euro. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.12.2009)

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