Linz hat eigene Frauenstadträtin

17. Dezember 2009, 12:52
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Eva Schobesberger hält Quoten für unverzichtbar

Linz - Die oberösterreichische Hauptstadt hat erstmalig eine eigene Frauenstadträtin. Eva Schobesberger ist seit November neben den Ressorts Umwelt, Naturschutz und Bildung auch für die Frauenagenden zuständig. In ihrer künftigen Arbeit plant die neue Linzer Stadträtin eine enge Vernetzung dieser vier Gebiete.

Als Schwerpunkte für das kommende Jahr nennt sie die Gleichstellung für Frauen und gezielte Förderungen für Mädchen: Linz soll sich in diesen belangen zur vorbildlichen Dienstgeberin entwickeln. Derzeit sind rund 56,9 Prozent aller Magistratsbediensteten weiblich, allerdings besetzen nur etwas mehr als ein Viertel Führungspositionen. In der Führungsetage gibt es von 26 Dienststellen nur sieben Dienststellenleiterinnen und eine Geschäftsgruppenleiterin.

Schobesberger will zudem für das Jahr 2010 erstmals einen Linzer Gleichstellungsbericht zur Förderung der Gleichstellung erstellen lassen, der aufzeigen soll, wie sich der Faktor Geschlecht in den verschiedensten Lebensbereichen auswirkt. Eine Studie zur Ist-Situation betrieblicher Frauenförderung soll als Grundlage für ein Frauenförderungsprogramm dienen.

Frauenquoten hält Schobesberger für wichtig: "Um wirklich etwas an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Frauen zu verändern, sind Quoten unverzichtbar." (red)

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