Sun kündigt Fertigstellung des Supercomputer Clusters in Wien an

17. Dezember 2009, 11:17
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VSC ist eine Kooperation zwischen der Technischen Universität Wien (TU), der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur (BOKU)

In einer Aussendung kündigt Sun Microsystems die Fertigstellung des Vienna Scientific Cluster (VSC) an. Der Supercomputer entspringt einer Kooperation der Universität Wien, der Technische Universität Wien (TU) und der Universität für Bodenkultur (BOKU) und soll sicherstellen, dass ausreichende technische Ressourcen für aufwendige wissenschaftliche Forschungsprojekte bereit stehen.

1,6 Millionen Euro Investment

"Der Vienna Scientific Cluster (VSC) - ein Supercomputer von Sun - wurde am Donnerstag erfolgreich in Betrieb genommen. Um den Forschungsstandort Wien einen großen Schritt voran zu bringen, haben die drei Universitäten mit 1,6 Millionen Euro eine wichtige Investition in die Zukunft getätigt. Im Zuge einer EU-weiten Ausschreibung haben sich die Universitäten schließlich für ein Clustersystem von Sun Microsystems mit rund 3500 hochparallel arbeitenden Prozessorkernen entschieden", so die Aussendung.

Testbetrieb

Der Benutzer-Testbetrieb läuft vom 19. Oktober bis zum 31. Dezember 2009, teilte Sun in der Aussendung mit. Der offizielle Start des Hochleistungsrechners soll am 1. Jänner 2010 erfolgen. Als  Standort des Supercomputers wurde ein speziell adaptierter Serverraum an der TU Wien, der mit der nötigen Kühltechnik ausgestattet ist, ausgewählt. Da das System sieben bis acht Tonnen wiegt, wurde auch der Doppelboden des Raums eigens saniert und verstärkt.

Für die Forschung

Die Verwirklichung einer großen Anzahl von viel versprechenden wissenschaftlichen Forschungsprojekten scheitert oft daran, dass eine effiziente Computerinfrastruktur fehlt. Anwendungen, wie zum Beispiel aufwändige Klimamodelle, die Modellerstellung von biochemischen Prozessen oder die Entwicklung von Halbleitertechnik, aber auch moderne Astronomie, Physik, und Mathematik sind zur Überprüfung ihrer Annahmen und Modelle auf Hochleistungsrechner angewiesen.

Rechenleistung

Der Hochleistungsrechner besteht aus 460 Rechenknoten (Sun Fire X2270) – das entspricht 3,680 Prozessorkernen – die eine gewaltige Rechenleistung ermöglichen. Insgesamt hat der Supercomputer 11,85 Terabytes Hauptspeicher und erreicht damit eine theoretische Rechenleistung von rund 39 Teraflops, das entspricht 39 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde. Zusätzlich zu dem leistungsstarken Sun Fire X2270, implementiert der Hochleistungscomputer Sun Grid Engine Software mit einer durch Sun J440 Storage Arrays ermöglichten Speicherkapazität von schätzungsweise 80 TB.

Start 2008

"Die ersten Gespräche zwischen der Universität Wien und der TU bezüglich einer Zusammenarbeit im High Performance Computer (HPC)-Bereich fanden 2008 statt. Bereits im Sommer 2009 wurde dann die Cluster Konfiguration und die Verkabelung durchgeführt. Eines der Hauptziele dieser Zusammenarbeit ist die Steigerung der internationalen Konkurrenzfähigkeit auf dem HPC Sektor", so die Aussendung.

Große Bedeutung

„Das gemeinsame Projekt der TU, der Universität Wien und der BOKU ist für den Forschungsstandort Wien von großer Bedeutung. Durch dieses Projekt wird den Wissenschaftlern und Studenten ein Hochleistungsrechner bereitgestellt der in punkto Rechenleistung international konkurrenzfähig ist. Der Hochleistungsrechner steht in erster Linie den Forschern der drei Universitäten für begutachtete Projekte zur Verfügung“, betont Ing. Peter Berger von der Technischen Universität Wien. Mit dem Einsatz des Supercomputers und der Schaffung des Vienna Scientific Cluster (VSC) streben die TU Wien, die Universität Wien und die BOKU eine führende Rolle auf dem HPC Sektor an. Mit dem VSC ist es gelungen einen Spitzenplatz im oberen Drittel der weltweit heißumkämpften Top 500 Supercomputer-Standorte zu erreichen – und zwar Platz 156. Außerdem zeichnet sich der Vienna Scientific Cluster durch eine extrem hohe Effizienz aus. „Mit diesem HPC Projekt und gemeinsam mit unserem Partner IPS haben wir einen weiteren Meilenstein im Bereich der Forschung- und Entwicklung erreicht“, erklärt Gerald Hartl, Account Manager für den Bereich Bildung und Gesundheit, Sun Microsystems Österreich.(red)

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    Der Vienna Scientific Cluster (VSC) ein Supercomputer von Universität Wien, Technischer Universität Wien und der Universität für Bodenkultur.

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