USA verschieben Citigroup-Ausstieg

17. Dezember 2009, 10:47
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Washington - Die US-Regierung hat den Verkauf ihrer Anteile an der Großbank Citigroup verschoben. Grund ist der schwache Ausgabepreis der neuen Stammaktien des Finanzinstitutes, wie die Bank am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Demnach liegt der Preis für eine Aktie bei 3,15 Dollar. Insgesamt gibt die Citigroup Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar (11,68 Mrd. Euro) heraus. Mit den Einnahmen durch den Aktienverkauf will die Bank die öffentlichen Finanzhilfen zurückzahlen und den Einfluss des Staats im Unternehmen zurückdrängen.

Die Citigroup hatte von Oktober 2008 an insgesamt 45 Milliarden Dollar an Staatshilfe bekommen, um einen Zusammenbruch infolge der Weltfinanzkrise abzuwenden. Der Staat erhielt im Gegenzug einen Anteil von 34 Prozent und wurde damit zum Hauptaktionär der Bankengruppe. Die US-Regierung zahlte dabei rund 3,25 Dollar pro Aktie.

Die Bank hatte am Montag mit dem US-Finanzministerium die Rückzahlung von zunächst 20 Milliarden Dollar (13,7 Milliarden Euro) vereinbart. Das Geld soll demnach hauptsächlich durch die Ausgabe der neuen Aktien aufgebracht werden. Die Vereinbarung sieht nach Unternehmensangaben außerdem vor, dass der Staat seine Anteile an der Bank in sechs bis zwölf Monaten vollständig verkauft. (APA)

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