Wiener Börse schließt am Donnerstag tiefer

17. Dezember 2009, 19:09

Immoeast nach Zahlen unter Druck - Erste Group, Verbund schwach

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 31,11 Punkte oder 1,25 Prozent auf 2.451,52 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 33 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.485 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,86 Prozent, DAX/Frankfurt -0,99 Prozent, FTSE/London -1,92 Prozent und CAC-40/Paris -1,16 Prozent.

Aktienhändler berichteten von einem überwiegend ruhigen Handelstag. Im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels seien nur mehr wenige Marktteilnehmer aktiv, hieß es. Belastet wurde der ATX am Donnerstag vor allem von den Abschlägen in Erste Group.

Die Erste Group-Aktie büßte 3,25 Prozent auf 26,51 Euro ein. Moderater fiel das Minus bei Raiffeisen International aus, die Aktie fiel um 1,01 Prozent auf 39,15 Euro. Unter den weiteren Schwergewichten fielen Verbund um 2,04 Prozent auf 28,75 Euro. Vienna Insurance verloren 1,74 Prozent auf 34,49 Euro.

Stark unter Druck kamen nach Vorlage von Zahlen Immoeast: Die Aktie fiel um 6,28 Prozent auf 4,03 Euro und war damit Tagesverlierer im prime market. Immofinanz notierten hingegen unverändert zum Vortag bei 2,60 Euro. Die beiden Unternehmen werden rückwirkend per 30. April 2009 fusionieren, wobei die Immoeast in die Immofinanz übergeht. Die Verschmelzung soll in Form einer Kapitalerhöhung in Form einer Sacheinlage und Aktienausgabe erfolgen.

Außerdem haben die beiden Immobilienfinanzierer ihr Zahlenwerk zum zweiten Quartal vorgelegt. "Die Zahlen sind besser als von uns erwartet ausgefallen", kommentierte ein Händler. Positive Neubewertungen von Immobilien und Marktstabilisierung hätten dabei vor allem bei der Immofinanz zu besseren Ergebniszahlen geführt, hieß es.

AUA verloren bei moderatem Volumen 2,34 Prozent auf 2,09 Euro. Die außerordentliche Hauptversammlung der Airline hat den "Squeeze out" der Minderheitsaktionäre beschlossen, diese sollen nun 0,50 Euro je Anteilsschein erhalten. Die Höhe der Abgeltung hatte schon in den vergangenen Wochen für heiße Diskussionen gesorgt.

An der Spitze der wenigen Gewinner fanden sich bei moderatem Volumen JoWood mit einem Plus von 2,19 Prozent auf 12,11 Euro. Gesucht waren auch Palfinger (plus 2,07 Prozent auf 14,80 Euro) und Semperit (plus 1,92 Prozent auf 27,09 Euro).

Die zehn größten Kursgewinner

1. C-QUADRAT INVESTMENT AG +12,44 Prozent

2. STADLAUER MALZFABRIK AG +3,96 Prozent

3. TEAK HOLZ INT. AG +2,79 Prozent

4. SW UMWELTTECHNIK AG +2,74 Prozent

5. JOWOOD ENTERTAINMENT AG +2,19 Prozent

6. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG +2,07 Prozent

7. PALFINGER AG +2,06 Prozent

8. SEMPERIT AG HOLDING +1,92 Prozent

9. CONSTANTIA PACKAGING AG +1,64 Prozent

10. BKS BANK AG ST +1,61 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. IMMOEAST AG -6,28 Prozent

2. BENE AG -5,00 Prozent

3. LINZ TEXTIL HOLDING AG -3,70 Prozent

4. ERSTE GROUP BANK AG -3,25 Prozent

5. AUSTRIAN AIRLINES AG -2,34 Prozent

6. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD -2,26 Prozent

7. WOLFORD AG -2,20 Prozent

8. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A -2,04 Prozent

9. WIENERBERGER AG -1,82 Prozent

10. VIENNA INSURANCE GROUP -1,74 Prozent (APA)

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