H.-P. Martin und die EU-Beamtengehälter

Thomas Mayer, DER STANDARD, 17. Dezember 2009, 08:36

Plötzlich stellten sich viele Mandatare unwissend und geloben spontan freiwilligen Verzicht

Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen. An dieses alte Sprichwort werden sich einige Europaabgeordnete wohl erinnern, wenn sie in den kommenden Tagen und Wochen durch ihre Wahlbezirke reisen und dort von ihren Wählern auf die Gehaltserhöhung für die EU-Beamten angesprochen werden. Die Kommentare dazu dürften kaum sachlich, und schon gar nicht positiv ausfallen, seit Journalisten diese Woche aufgedeckt haben, dass auch die Abgeordneten von der Erhöhung voll profitieren werden. Plötzlich stellten sich viele der überraschten Mandatare ganz unwissend und geloben spontan freiwilligen Verzicht – auch der EU-Aufdecker der Nation, Hans-Peter Martin.

Man kann davon ausgehen, dass wohl neun von zehn Leuten sich über eine vorliegende Maßlosigkeit der Brüsseler Beamtenschaft entrüsten werden, über Traumgagen und eine ebenso traumhafte Erhöhung in Zeiten der Krise, in der alle den Gürtel enger schnallen müssen und viele um ihren Job bangen.

Nicht nur die EU-Abgeordneten, durch die Bank haben sich das die Regierungspolitiker quer durch Europa selber zuzuschreiben, wenn die Emotion in diesem Fall jetzt über das nüchterne Kalkül so glatt siegt: wenn die umstrittene Erhöhung der Gehälter – um 3,7 Prozent, rückwirkend mit Juli 2009, und für alle Beamten gleich – kaum jemand als „normal“ und vor allem als gesetzeskonform einordnen kann. Dabei ist sie das durchaus. So absurd das manchen erscheinen mag.

Österreicher kriegen mehr

Zum Vergleich: Es ist ein statistisches Faktum, dass die Bezüge der Beamten in Österreich in den vergangenen konjunkturstarken Jahren stärker angehoben wurden als die Gagen der EU-Bürokratie.

Der Kardinalfehler der doppelt „betroffenen“ EU-Politiker aus Österreich: Sie haben alles getan, damit diese Zusammenhänge kaum jemand versteht. Und sie haben, so wie alle Regierungen, in den vergangenen Monaten absolut  nichts unternommen, um die sich abzeichnende Erhöhung abzuwenden. Jetzt ist es zu spät für 2009, das Jahr ist vorbei. Man hätte den Gewerkschaftern zum Beispiel schon im Herbst Verhandlungen darüber anbieten können, wie man vom gesetzlich verankerten Anpassungsautomatismus im Kompromiss abrücken könnte. Aber das geschah nicht.

Denn selbstverständlich gibt es gute Argumente, einem hochrangigen Beamten, der in Brüssel sagen wir 10.000 Euro pro Monat zwölf Mal im Jahr brutto verdient, Einschnitte zuzumuten. Meinetwegen sogar Kürzungen. Aber die Union wie auch Österreich ist immer noch eine Rechtsgemeinschaft. Man kann Arbeitnehmern nicht so ohne weiteres ihre Rechte einfach wegnehmen, auch Beamten nicht, auch wenn die Massen darüber johlen würden. Alle Rechtsexperten, die man fragt, sind sich sicher: Kommt die Erhöhung nicht, wird es Klagen beim Europäischen Gerichtshof geben, und der wird den Beamten Recht geben.

Gesetzwidriger Eingriff

Einen gesetzeswidrigen Eingriff in Löhne würde ja niemand akzeptieren, schon gar nicht im Sozialpartnerösterreich, wo um jedes Prozentpunkterl monatelang gefeilscht wird und sogar „wohl erworbene Rechte“ quasi Verfassungsstatus haben. Insofern kann ich die EU-Beamten durchaus verstehen.

Was ist der Hintergrund der Erhöhungsregeln im Beamtenstatut? Der Gesetzgeber der Union wollte vermeiden, dass es jährliche Lohnauseinandersetzungen gibt. Für alle eine befriedigende Lösung zu finden war angesichts der vielschichtigen Herkunft der EU-Beamten, den verschiedenen Traditionen in ihren  Heimatländern, gar nicht so einfach, wie es heute scheint.

Denn das neue Beamtenstatut wurde vor der großen Erweiterung 2004 konzipiert. Es brachte nicht nur Vorteile, sondern zum Beispiel auch niedrigere Einstiegsgehälter für neue Beamte. Die waren für Osteuropäer noch immer hoch, verglichen mit dem Salär in jenen Ländern, aus denen sie kamen. Die relativen Lohnzuwächse in den neuen EU-Ländern waren in Boomjahren aber viel stärker als in den alten Ländern. Also vereinbarte man auch eine Regelung, die die Beamtenerhöhungen in (acht) traditionellen EU-Ländern erfasst, bereinigt um einen Preisindex für das (meist teurere) Leben in Brüssel, wohin die Beamten in der Regel ziehen müssen. Die Erhöhungen entsprechen statistischen Durchschnittswerten.

Die Schwächen des Automatismus

Ein solcher Automatismus hat den Vorteil, dass nicht ständig gefeilscht werden muss. Aber auch den gravierenden Nachteil, dass es in außerordentlichen Situationen große Schwankungen gibt; wenn es zum Beispiel eine Rezession von 4 Prozent gibt wie in der Weltwirtschaftskrise 2009. Genau das ist der Auslöser des Streits. Die EU-Beamten bekommen ihre Erhöhungen stark zeitverzögert. Ihr Pech ist heute, dass früher in der  Hochkonjunktur niemand aufgeschrien hat, als eine Erhöhung deutlich kleiner ausfiel als für die Beamten auf nationaler Ebene. Erst langfristig gleicht sich das aus.

(Fast) alle EU-Abgeordneten zusammen sind aus Angst vor den Boulevardzeitungen in die Hans-Peter-Martin-Falle getappt. In eine reine Neiddebatte. Nur Othmar Karas und Karin Kadenbach nicht, die darauf hinwiesen, dass man Regeln ändern müsste, um die Gehaltserhöhungen etwa sozial splitten zu können.

Martin verdankt den Großteil seines politischen Erfolges im Anprangern von Privilegien im EU-Parlament – von wirklichen und von vermeintlichen, was bei seinen Rundumschlägen meist ins Destruktive kippt, wenn er ein Bild der Union als einziges Skandalmonster zeichnet.

Martin sieht sich zu wenig gewürdigt

Darüber hat Martin mit mir diese Woche in Straßburg am Telefon heftig debattiert. Er sagt, er leide darunter, dass seine Leistungen beim Aufdecken und Spesenverzichten nicht ausreichend anerkannt werden. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich musste ihn daran erinnern, dass er, als ich als Europakorrespondent 1999 die üppige Spesenpraxis und manche Missbräuche im EU-Parlament in einer ganzen Serie aufgedeckt habe, selber trotz Einladung dazu eben nicht offengelegt hat. So wie 19 andere österreichische EU-Abgeordnete damals auch nicht.

Das Anprangern der Spesenpraxis in Straßburg machte Martin erst viel später publikumswirksam zum politischen Geschäft, als es Richtung Wiederwahl 2004 ging, nachdem er sich mit seiner SPÖ-Delegation unüberbrückbar zerstritten hatte und wusste, dass er nicht wieder aufgestellt werden wird. Das hört er gar nicht gern. Da wird er dann patzig.

Nur Johannes Voggenhuber war schon 1999 bereit, seine Abrechnungen auf den Tisch zu legen, zu demonstrieren, was man aus lockeren Verrechnungsregeln machen kann, wenn man es ganz aufs Abkassieren anlegt (was der Grüne übrigens selber nicht tat). Das war damals ein großes Thema, ein Skandal – dem später Reformen folgten.

Ich habe Martin also angeboten, dass er jetzt endlich einmal selber offenlegen soll, was er der Nation meist nur per E-Mail bzw. Krone und News verkündet, was objektiv schwer nachprüfbar ist. Dass er mit mir in die Parlamentsdirektion geht und dort veranlasst, dass ich seinen Abrechnungsakt seit 1999 genau studieren kann. Dass er den Auszahlungen aus dem Parlament die entsprechenden eigenen Ausgabenbelege gegenüberstellt. Nur so kann man nämlich wirklich beurteilen, ob ein Abgeordneter „sauber“ agiert oder nicht.

Offenlegen, offenlegen, offenlegen

Martin soll für uns seine (Abgeordneten)Konten öffnen – und zum Beispiel herzeigen, was er mit der Millionen-Parteienförderung der vergangenen Jahre ganz konkret gemacht hat. Damit kein Missverständnis entsteht: Die übrigen Parteien tun das auch nicht. Aber wenn jemand so sehr Transparenz fordert wie der frühere gar nicht so zimperliche Spiegel-Journalist Martin, wäre es durchaus angemessen ganz offenzulegen. Den Parteienförderungsforscher Sickinger bringen wir als Experten gerne mit.

Zurück zum Thema Beamtenerhöhung. Auf die Gefahr hin, als Verteidiger von EU-Gehaltserhöhungsprivilegien verhöhnt zu werden, könnte man sogar noch einen Schritt weitergehen: Im Vergleich zu dem Zustand, der bei Gagen, Zulagen, Pensionsregelungen, Spesenpauschalen und Sonstigem für EU-Beamte und Abgeordnete noch vor zehn Jahren galt, haben wir es heute durchaus mit einem wesentlich angemesseneren, der europäischen Wirklichkeit entsprechenden System zu tun als zuvor.

Ein paar Beispiele: Seit jeher wurden die (rund 1500) Assistenten der EU-Abgeordneten aus einer pauschal vergebenen Assistentenpauschale bezahlt. Ob das ein Bettellohn war, ob der Abgeordnete seinen Mitarbeiter versichert hat oder nicht, das spielte keine Rolle. Ein unwürdiger Zustand. Manche Assistenten mussten gegen ihre EU-Abgeordneten sogar Prozesse führen.

Seit der letzten EU-Wahl im Juni 2009, seit also nicht nur das neue Beamtenstatut, sondern auch das neue Abgeordnetenstatut gilt, ist das nicht mehr so. Die Assistenten sind vom Parlament angestellt, der Abgeordnete hat keinen direkten Zugriff mehr auf die Assistentengelder, und die jährlichen Erhöhungen sind gesichert. Zum Glück. Der Zustand zuvor war ein Skandal.

Verbesserungen seit 1999

Zweites Beispiel: Bis vor kurzem wurden Dienstflüge vom Heimatland nach Brüssel oder Straßburg mit einer Pauschalregelung (nach Entfernung etc.) bezahlt. Indem man billig flog (etwa ohne Umbuchungsmöglichkeit), aber vom Parlament den Economy-Normaltarif kassierte, der ein vielfaches höher ist, konnten sich viele ein nettes Körberlgeld verdienen. Das geht jetzt nicht mehr. Gott sei dank. Ideal ist die Lösung für den Steuerzahler dennoch nicht, nur für die Fluglinien. Jetzt fliegen die meisten eben teuer, das Parlament bezahlt die Tickets.

Drittes Beispiel: Bis Juli wurden Europa-Abgeordnete von ihren Herkunftsländern bezahlt. Das war von Beginn der Union an so. Das führte nach der Erweiterung nach Osteuropa dazu, dass in Brüssel und Straßburg Abgeordnete nebeneinander saßen, von denen der eine 10.000 Euro pro Monat plus Zulagen hatte, der andere aber nur 1500 Euro, wenn er aus einem neuen „armen“ EU-Land kam. Die Italiener waren die absoluten Spitzenreiter, die Österreicher lagen mit rund 8500 Euro pro Monat (vierzehnmal im Jahr, 13. und 14. praktisch steuerfrei, das gibt es nur bei uns und macht die Gagen in Europa so schlecht vergleichbar) im vorderen Feld.

Auch das ist jetzt vorbei. Jetzt verdienen EU-Abgeordnete rund 7500 Euro pro Monat, zwölfmal im Jahr, allerdings mit einem geringeren Steuersatz belegt als in Österreich. Unterm Strich ergab sich eine leichte Einbuße, berichten mir einige Abgeordnete.

Nur für den FPÖ-Mandatar Andreas Mölzer scheint das nicht zu gelten. Er entschied sich offensichtlich dafür, im „alten System“ zu bleiben. Das ist in der laufenden Legislaturperiode aufgrund einer Übergangsregelung noch möglich. Und es bringt Vorteile, beim Nettobezug wie auch bei der Pensionsregelung. Nähere Auskünfte dazu wollte Mölzer der Austria Presse Agentur nicht erteilen.

Ab 2014 ist es auch damit vorbei. Dann verdienen alle EU-Abgeordneten gleich viel, und das ist gut so. Was nichts daran ändert, dass man die Gehälter- und Spesenusancen in der Union genau im Blick halten wird müssen.

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Franz Klug
01
19.12.2009, 06:43
Alle in der Hans Peter Martin Falle, auch Herr Mayer!

Mayer erkennt richtig, das alle in der Hans Peter Martin Falle sitzen: EU-Politik wird reduziert auf zu hohe Gagen aller Beteiligten, ein berechtigter Vorwurf! Dafür braucht es aber keine HPM Liste in Brüssel, dafür reicht HPM als Sonderkorrespodent der Krone in Brüssel!
Auch Herr Mayer tappt in die Hans Peter Martin Falle wenn er nun HPM Lieblingsthema, zu hohe Gagen, als EU-Hauptthema sieht.
Zu fragen wäre ja warum HPM und die anderen österr. EU-Abgesandten nichts gemacht haben um zu verhindern, dass Fekter eben nicht in Brüssel umfällt, bei der nun gesetzlich verfügten orwellschen Datenüberwachung!
Hier hörte man von der HPM nichts! Auch seine Mitstreiter waren anscheinden zu schläfrig um tätig zu werden. Ach ja, kein Spesenthema!

Sir Karl Popper
00
20.12.2009, 00:19
"orwellschen Datenüberwachung"


ist bei der Liste Martin, im Standard und in der EU auch ein Thema, sogar an viel prominenterer Stelle als hier im Mayer-Blog, siehe:
http://www.ehrenhauser.at/lang/de/t... tenschutz/

aber Medien reduzieren Politiker grundsätzlich auf ein paar Themen. H.P. Martins Spesenenthüllungen bleiben unvergesslich, oft wird im Gegenzug aber vergessen, dass er bei Greenpeace im Vorstand und beim Spiegel tätig war und die Globalisierungfalle mitverfasst hat. Sein Themenspektrum dürfte als auch um einiges komplexer sein als die Blattlinie der Krone.

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00
19.12.2009, 16:46
da braucht's kompetenz...

...und bei spesen kennt er sich aus, der hpm, da gibt's nix.

aber sonst gibt's halt auch nix.

pepitant
00
19.12.2009, 18:08
Schön wärs, wenn etwas in der Politik

Kompetenz bräuchte. Leider brauchts stattdessen Macht und diese kommt von den Medien.
Das jüngste Beispiel bietet die Klimakonferenz. Wie viele Poster hier haben Ihrer Meinung nach fundamentiertes Vorwissen zu dem Thema, das aus Studium oder Fachliteratur anstatt aus Weblogs und Massenmedien bezogen wurde ? Ich habe neben lauter Experten einen einzigen Beitrag entdeckt, in dem ein Poster beklagte, nicht genug zu wissen, um sich ein Urteil zu bilden.
Auf die gleiche Art werden auch andere Interessen zur Mehrheitsmeinung geformt. Die Medien beherrschen die Politik, nicht genehme Ansätze werden in Grund und Boden geschrieben. Kompetenz schadet und nützt nichts. Ungehorsam gegen die Medieninhaber wirkt sich hingegen politisch vernichtend aus.

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00
19.12.2009, 18:20
die macht kommt von den medien...

...und es braucht keine kompetenz: tja, die unendlich-endlose krone/hpm-saga, halt.

aber, ihnen gesagt, es gibt schon noch einige kompetente politiker. sie sollten nicht vom krone-niveau auf die gesamtheit schließen.

auch nicht bei den zeitungslesern, uebrigens.

nebenbei, à propos "thema verfehlt": was hat die klimakonferenz mit hpms spesen-offenlegung zu tun?

oder reicht's net amal DAFUER?

adaschauher
01
18.12.2009, 07:31
also hoppauf, herr neugebauer: ab nach bruessel !!!

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43
17.12.2009, 17:31
einmal kurz googeln genuegt:...

...lt "die presse" erhielt hpm fuer die letzte eu-wahl 2.36 mio.€ wahlkampfkostenrueckerstattung.

2004 waren's 1.5 Mio. €

die frage wurde oft gestellt, aber nie beantwortet und keine zahlen offengelegt: was geschah/geschieht mit diesen schlussendlich doch oeffentlichen geldern?

transparenz, bitte!

thomas varna
23
17.12.2009, 19:38
vorreiter in sachen transparenz zu sein ist gut, aber...

nur weil man nicht 100% transparent ist, hat man noch lange nichts zu verbergen.

gegenüber der konkurrenz die parteifinanzen offenzulegen, ist vielleicht nicht gerade klug, wenn man einen wahlkampf plant.

der ögb hat sich in seine (früher noch befüllte) "kriegskasse" auch nicht hineinblicken lassen.

man kann annehmen, dass die kasse der liste martin noch gut befüllt ist und hoffen, dass er bei der nächsten wahl die "linke Mehrheit" aus der EU in den Nationalrat bringt.

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00
17.12.2009, 20:23
ein shakespearsches dilemma:...

...das scheitern des anspruchs an der realitaet.

wie sang schon qualtinger: "kummt's ma mit kane ausreden net!"

M.Honeybee
00
18.12.2009, 17:42
An der Realität scheitern alle anderen viel öfter

als ein HPM (auch wenn ihr Kreuzzug davon ablenken will). Es sollte 100 von seiner Sorte geben, dann hätten wir alle eine bessere EU.

Und da sie Sprüche lieben-nehme an, sie sind aus Ö.: "Pudel di net auf, Hustinettenbär".

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00
19.12.2009, 16:44
kreuzzug? gegen den hpm?...

...da genuegt ein "wisch-und-weg".

da braucht's kan aufwand à la kreuzzug.

à propos aufpudln: wenn ich des einmal lernen wirklich à fond moecht, wend' ich mich gern an die hehre lichtgestalt seiner waehler, wertes bienchen.

ansonsten hab' ich des net noetig, es geht auch so, danke.

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00
17.12.2009, 15:32
es wird wieder einmal auf fragen geantwortet,...

...die gar nicht gestellt wurden.

die frage lautete: kann der waehler transparent einsicht in die verwendung der wahlkampfkostenrueckerstattungen und seit 2004 in die verwendung der zulagen nehmen?

alles im sinne der wiederholt durch h-florian-pm (natuerlich VON ANDEREN) eingeforderten transparenz bei der verwendung oeffentlicher gelder.

Hans-Peter Martin-www.hpmartin.net
89
17.12.2009, 13:36
Lieber Thomas (Teil1),

ja, wir haben heftig diskutiert und ich wurde patzig wie Du auch. Aber aus ganz anderen Gründen als von Dir angegeben: Mein Argument ist, dass Du unserer Liste gegenüber sehr voreingenommen bist und Du politisch zum Strache-Helfer wirst. Wenn wir nachweislich etwas leisten, kommt das bei Dir - und weitgehend im "Standard" - einfach nicht vor. Gibt es eine Spende von 100.000 Euro ans Wiener Integrationshaus, wird das ebenso tot geschwiegen wie der Verzicht auf EU-Luxuspensionen, auf Reisekostenpauschalen, alle Freitag-Tagegelder etc. Auch 1999 hatte ich Dir schon gesagt, dass ich damals - zu Beginn meiner EU-Arbeit - aus sehr persoenlichen Gründen nicht sofort alles offenlegen konnte. Da gab es aber wirklich nichts zu verbergen.

der lobbyist
13
18.12.2009, 11:02
sie sollten am 17.12. im plenarsaal sitzen und nicht im internet surfen!

typisch "unabhängig" - liest zeitung und betreibt internet-propaganda während der dienstzeit.

am 17.12. war plenarsitzung!

aber hpm surft lieber im internet!

nehme an, dass europäische parlament bezahlt auch noch für ihren internet-tripp?
wie wär's hier mit ein bisschen transparenz??

Sir Karl Popper
13
18.12.2009, 14:49
Möchtegern-Lobbyist


als gut informierter Lobbyist sollten Sie wissen, dass zwischen 13:00 und 15:00 Uhr kein Punkt auf der Tagesordnung stand.

ein Blick auf die Tagesordnung unter europarl.europa.eu/sed/agenda.do hätte genügt.

skip it
03
18.12.2009, 11:20
vielleicht war ihm fad...

...und er hat im plenarsaal gesurft.

beste oest. tradition, uebrigens, wenn man den fotos aus dem parlament glauben schenken darf.

3 Gramm
138
17.12.2009, 18:42

Tatsache ist bleibt, lieber Herr HPM, ohne die massive Unterstützung des alten etwas - sagen wir es vornehm - eigenwilligen Herrn in der Muthgasse , der Sie in seinem Blatt sehr protegiert, wären Sie bereits in der Versenkung verschwunden.

Mit voller Hose ist leicht stinken, also stinken sie weiter.

adaschauher
00
18.12.2009, 07:33
uuuiiiiiiiii, das gibt jetzt ganz viele rote stricherl.

Hans-Peter Martin-www.hpmartin.net
67
17.12.2009, 13:40
Lieber Thomas (Teil2),

Du aber bist auf Johannes Voggenhuber hereingefallen, der etwa eine billige Wohnung in Brüssel hatte, aber von so hohen Hotelkosten sprach...Doch offenbar im Gegensatz zu Dir geht es mir nicht um Verdienste, wer wann welche "Enthüllungen" gemacht hat, sondern dass unsere Liste mehrfach gegen den Rechtsruck in Österreich erfolgreich war. Als ich 2004 tatsächlich alle Kosten (anders als Voggenhuber) im Internet öffentlich machte, stürzte sich "Der Standard" nur auf einen kleinen Fehler einer Mitarbeiterin, die versehentlich ein falsches Flugticket eingescannt hatte. Eine Chance hätte ich bei Dir nur, wenn ich perfekt wäre. Das bin ich aber natürlich auch nicht.

der lobbyist
10
18.12.2009, 11:04
STASI-METHODEN DES HPM!!!! JETZT HAT ER AUCH NOCH AUSSPIONIERT WO DER VOGGENHUBER ZU WELCHEN KONDITIONEN GEWOHNT HAT? WAS KOMMT ALS NÄCHSTES???

übrigens, lieber hpm, sie surfen noch immer im internet herum während ihrer dienstzeit!
17.12. - plenarsitzung!!!
haben sie nichts besseres zu tun?

pepitant
00
18.12.2009, 18:39
Ausspionieren

kann man nur Geheimnisse.
Sie gehen also davon aus ?

skip it
00
19.12.2009, 18:22
aber hoeren's doch auf:...

...nur geheimnisse kann man ausspionieren?

wenn ein stalker die lebensbedingungen seines opfers ausspioniert, sind diese noch lang kein geheimnis.

haben s' mi?

Hans-Peter Martin-www.hpmartin.net
58
17.12.2009, 13:44
Lieber Thomas (Teil 3),

Und wie Du im vergangenen Sommer meine Mitstreiter kampagnenmässig mit falschen Informationen niedergeschrieben hast: Hätte ich in fast 15 Jahren als "Spiegel"-Redakteur und Korrespondent so gearbeitet, wäre ich sehr schnell gekündigt worden. So habe ich eben kein Vertrauen mehr zu Dir.

der lobbyist
10
18.12.2009, 11:07
... und noch immer im netz! eigentlich sollten sie im plenarsaal sitzen und arbeiten! es ist sitzungstag! oder haben sie schon vorgezogene weihnachten eingeläutet? SKANDAL!! HPM ARBEITET NICHT!!!

wer zahlt eigentlich ihre internetgebühren, während sie im eu-plenum sitzen und private medienkriege ausfechten?
refundieren sie zumindest die stromkosten???
fragen über fragen, die wohl wieder nicht beantwortet werden vom selbsternannten saubermann!

Martin Ehrenhauser / www.ehrenhauser.at
49
17.12.2009, 13:08
Sehr geehrter Herr Mayer,

wieso kritisieren sie einerseits unseren Einsatz gegen übertriebene Privilegien, brüsten sich aber gleichzeitig mit Ihrer eigenen Serie zur "üppigen Spesenpraxis"? Dabei schmücken Sie sich noch mit falschen Federn. Stern-TV brachte bereits 1998 Beiträge und in den Niederlanden erschien ein Buch dazu. Zu messbaren Einsparungen kam es auch erst, als Hans-Peter in Stern-TV dem entgegengetreten ist. Unseren Verzicht auf die Gehaltserhöhung erwähnen Sie in keinem einzigen Wort. Gleiches gilt für unseren Ehrenkodex. Über Ihren politischen Kampagnenjournalismus, den Sie auch im Sommer mit Ihrer Serie eindrücklich bewiesen haben, freut sich wieder nur die FPÖ.

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