Sicherheitskräfte sollen in Bombenanschläge verwickelt gewesen sein

16. Dezember 2009, 19:56
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Attentate werden nichts an US-Abzugsplänen ändern

Bagdad - Dutzende irakische Sicherheitskräfte sind nach den Worten von Ministerpräsident Nuri al-Maliki vergangene Woche in eine Serie von Bombenanschlägen verwickelt gewesen. Maliki bezifferte die Zahl von Polizisten und Soldaten, die Verbindungen zu den Attentätern vom 8. Dezember gehabt hätten, auf mindestens 45. "Es war ein großes Netz", sagte der Regierungschef am Mittwoch in Bagdad. Bei den Anschlägen Anfang des Monats waren mehr als 100 Menschen getötet worden.

Im Irak ist die Überzeugung weit verbreitet, dass Polizei und Armee von Extremisten unterwandert und ihre Angehörigen geschmiert sind. Eine Serie von schweren Anschlägen, die sich vornehmlich gegen Regierungsgebäude richteten, hat zudem das Vertrauen in Maliki erschüttert, die innere Sicherheit zu garantieren.

Maliki sagte nun eine Belohnung von 85.500 Dollar für Informationen über geplante Bombenanschläge zu. Er bekräftigte zudem, die jüngste Anschlagsserie werde nichts an den Plänen der USA ändern, den Einsatz von Kampftruppen Ende August zu beenden und mit dem Rückzug aus dem Golfstaat zu beginnen. (APA/Reuters)

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