ORF wehrt sich gegen Einteilung in "Gut und Böse"

16. Dezember 2009, 17:08
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Redakteurssprecher des ORF-Kärnten verabschieden Resolution, die an die Adresse von BZÖ und ÖVP gerichtet ist

Die Redakteurssprecher des ORF-Kärnten verwehren sich gegen "jedwede politisch Vereinnahmung und Einflussnahme, durch welche Partei auch immer". In einer Resolution heißt es: "Die Berichterstattung über das Hypo-Debakel war und ist weder feindlich, noch freundlich, sondern neutral und um größtmögliche Objektivität bemüht."

Der Hintergrund: BZÖ und ÖVP hatten in Kärnten mittels Resolution die Berichterstattung der ORF-Zentrale über das Hypo-Debakel kritisiert. Explizit ausgenommen wurden die ORF-Mitarbeiter in Kärnten, denen eine "neutrale" Informationsarbeit attestiert wurde.

Dagegen protestieren die Kärntner ORF-Redakteure: "Es dürfte Ihnen einmal mehr entgangen sein, dass die RedakteurInnen im Landesstudio in enger Zusammenarbeit mit den KollegInnen in Wien für das Zustandekommen der verschiedenen Beiträge in FS, Radio und Internet mitverantwortlich zeichnen. Die Einteilung der JournalistInnen in Gut und Böse, im Konkreten in Kärntner und Wiener ORF-RedakteurInnen, entspricht ausschließlich ihrer subjektiven Wahrnehmung, aber nicht annähernd der Realität." (red)

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