Daimler verschont Stamm­werk mit Kündigungen

16. Dezember 2009, 16:33
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Betriebsrat und Werksleitung einigen sich auf eine Vereinbarung geeinigt, die die Beschäftigung in dem Werk bis Ende 2015 sichert

Stuttgart - Daimler will in seinem Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim in den kommenden sechs Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen. Betriebsrat und Werksleitung hätten sich auf eine Vereinbarung geeinigt, die die Beschäftigung in dem Mercedes-Benz-Werk bis Ende 2015 sichere, teilte die Arbeitnehmervertretung am Mittwoch in Stuttgart mit. Bis über diesen Zeitpunkt hinaus gebe es Produktionsaufträge.

Die Arbeitnehmer hatten im Zuge der Produktionsverlagerung der Mercedes-Benz C-Klasse vom Montage-Werk Sindelfingen nach Bremen und in die USA auf eine Betriebsvereinbarung zum Kündigungsschutz gedrungen. Es werde in Untertürkheim, wo vor allem Motoren, Achsen und Getriebe für die Pkw-Flotte gebaut werden, "keine negativen Beschäftigungseffekte geben", versicherte nun der neu gewählte Betriebsratsvorsitzende des Werks, Wolfgang Nieke, den knapp 17.000 Beschäftigten.

Im Pkw-Werk Sindelfingen - mit rund 36.000 Beschäftigten das größte des Daimler-Konzerns - sind als Gegenleistung für den Abzug der C-Klasse-Montage betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2019 vertraglich ausgeschlossen. Für die meisten der übrigen Beschäftigten der Daimler AG in Deutschland - in den Werken Berlin, Bremen, Hamburg, Düsseldorf, Kassel, Wörth, Mannheim, Gaggenau, Rastatt sowie der ebenfalls in Untertürkheim angesiedelten Konzernzentrale - gilt der bereits im Jahr 2004 vereinbarte Kündigungsschutz bis Ende 2011. (APA/Reuters)

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