Warum werden die Kinder mitbestraft?

16. Dezember 2009, 16:22
62 Postings

Flüchtlingskinder dürfen zwar in die Schule gehen - aber wer für die Schulsachen bezahlt, interessiert niemanden

Ein großes Problem sind die Kosten, die für Kinder anfallen, in die Schule gehen, aber deren Eltern keine Grundversorgung bekommen. Da ist dann jeder Euro, der  anfällt, ein Problem - sei es für die Fahrt von und zur Schule, für Schreibmaterial oder Bücher. Warum auch immer die Eltern die Grundversorgung verlieren - was können die Kinder dafür, warum werden sie quasi „mitbestraft“?

Lieber zu wenig als zu viel

Selbst für Eltern, die Grundversorgung bekommen, ist dieser Betrag dermaßen gering, dass alle landesüblichen Kosten, die bei schulpflichtigen Kindern anfallen, ein Riesenproblem sind. Es scheint, als machte sich der Gesetzgeber wenige Gedanken darüber. Alle haben die Panik, dass jemand, dem es ohnehin schon nicht so gut geht, einen Cent mehr bekommt als ihm/ihr zusteht. Also nimmt man lieber in Kauf, dass Bedürftige weniger von dem ohnehin viel zu Wenigen bekommen, das ihnen zusteht.

Schulen schauen zu

So weit das Gesetz. Und wie sieht es in den Schulen aus? Es gibt kaum Initiativen. etwa von den Elternvereinen. Denn die Elternvereine unterstützen nur dann, wenn die Eltern auch die Elternvereinsbeiträge zahlen. Wenn aber schon an allen Ecken und Enden das Geld fehlt, wie sollen dann die Beiträgebezahlt werden? Natürlich ist das nicht in allen Schulen so, aber in meinem Umfeld musste ich diese Erfahrungen machen. Es ist auch sehr schwer, Räume für Deutschkurse zu bekommen. Niemand scheint sich dafür zu interessieren, was mit den vielen Flüchtlingskindern ist. Man scheint darauf zu warten, dass sie eines Tages wieder gehen.

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.