Thunderbird 3: Mail mal wieder

27. Dezember 2009, 11:02
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Neue Generation des freien Mail-Clients gefällt mit neuer Suche und Tab-Support - eine Ansichtssache

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screenshot: andreas proschofsky

Nach der Freigabe des Source Codes durch Netscape - im Jahr 1998 - war man beim Mozilla-Projekt zunächst einmal auf die Fortsetzung der zuvor bevorzugten Anwendungsstrategie bedacht: In Form eine Suite sollten Web-Browser, Mail-Client, HTML-Editor und Co. alle Bedürfnisse der NutzerInnen mit einem Programm abdecken.

Erfolge

Allein: Wirklichen Erfolg sollte man mit diesem Ansatz nie haben, erst als der Firefox (einst: Firebird und noch früher: Phoenix) die virtuelle Bühne betrat, sollte sich das Web nachhaltig ändern. Ihm an die Seite gestellt wurde mit dem Thunderbird eine alleinstehende Version des Mozilla-Mail-Clients, seit 2003 konzentrierte man sich dann ganz auf die Einzelanwendungen. Doch während der Firefox Erfolg um Erfolg feierte, geriet die Entwicklung des Thunderbird beim Mozilla-Projekt zunehmend in den Hintergrund.

Auslagerung

Eine Situation, in der man dann 2007 die Notbremse zog: Mit Mozilla Messaging wurde die Thunderbird-Entwicklung in eine eigene Organisation ausgelagert. Unter neuer Leitung stellte man sich zunächst einmal grundlegende Fragen, etwa welche Rolle ein Desktop-Mail-Client im Zeitalter zunehmend beliebter werdender Web-Mail-Services überhaupt noch einnehmen kann. Gleichzeitig machte man sich eifrig an die Modernisierung der - zuvor recht in Verzug gekommenen - Code-Basis. All dies nahm einiges an Zeit in Anspruch, vor kurzem war es dann aber so weit: Mit Thunderbird 3.0 steht eine neue Generation der Open Source Software zum Download, die grundlegende Verbesserungen des Bestehenden, aber auch so manches neue Feature verspricht.

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