Bezirksgerichte nur fallweise überwacht

16. Dezember 2009, 15:48
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Wien - Permanente Zutrittskontrollen mit Sicherheitsschleusen und Metalldetektoren sind in Österreich an den großen Gerichten seit Jahren üblich. In kleineren Gerichten werden Kontrollen nur bei Bedarf vom Gerichtspräsidium angeordnet. Auch am Bezirksgericht Hollabrunn sind seit einiger Zeit Besucher von Sicherheitsorganen der Group 4 Securicor (G4S) immer wieder auf Waffen kontrolliert worden. Heute, Mittwoch, gab es keine derartigen Sicherheitsvorkehrungen, die die tödliche Schussabgabe vermutlich verhindern hätten können.

Es gab keinerlei Anzeichen, dass sich am heutigen Tag im Bezirksgericht Hollabrunn eine gefährliche Situation ergeben könnte. "Wären wir dort gewesen, hätte der Mann beim Eingang definitiv durch die Sicherheitsschleuse gehen müssen. Wir hätten diese Waffe definitiv gefunden", so ein G4S-Sprecher.

Das Unternehmen Group 4 Securicor (G4S) ist neben dem Österreichischen Wachdienst österreichweit für die Sicherheit an den Gerichten zuständig. "Es werden  im Eingangsbereich immer wieder Waffen abgenommen, die dem Inhaber beim Verlassen des Gebäudes wieder ausgehändigt werden, sofern er einen Waffenpass vorweisen kann", so der G4S-Sprecher. "Die Situation an den Gerichten war aus unserer Sicht aber bis zum heutigen Tag grundsätzlich als unproblematisch anzusehen."(APA)

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