Restauratoren finden Robert F. Scotts Butterration

16. Dezember 2009, 14:36
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Hütte auf Ross Island diente dem Polarforscher einst als Basislager

Wellington - Fast hundert Jahre nach der Expedition des britischen Forschers Robert Falcon Scott sind in dessen ehemaliger Antarktis-Hütte zwei Klumpen Butter entdeckt worden. Wie das neuseeländische Fernsehen am Mittwoch berichtete, fanden Restauratoren die Butter in Taschen, die während der Expedition von 1910 bis 1912 in zur Hütte gehörenden Ställen deponiert worden waren. Durch die extreme Kälte in der Polarregion blieben die Hütte und ihre Inneneinrichtung weitgehend intakt. Wegen erster Anzeichen des Verfalls veranlasste die Stiftung Antarctic Heritage Trust aber Restaurierungsmaßnahmen. "Ich bin ganz überrascht, wie stark die Butter nach fast hundert Jahren noch riecht", sagte Lizzie Meek von der Stiftung - genießbar dürfte sie jedoch nciht mehr sein.

Die Cape-Evans-Hütte liegt auf der dem eigentlichen antarktischen Kontinent vorgelagerten Insel Ross Island. Sie diente Scott als Basislager für seine Expedition zum Südpol, den er und seine vier Begleiter am 17. Jänner 1912 erreichten. Sie kamen jedoch gut einen Monat zu spät: der Norweger Roald Amundsen erreichte den Pol fünf Wochen früher, am 14. Dezember 1911, als erster Mensch. Scotts Expedition nahm ein tragisches Ende: Er und seine durch Hunger und Krankheiten geschwächte Mannschaft erfroren auf dem Rückweg ins Basislager in einem Eissturm. (APA/red)

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