Grazer Bürgermeister Nagl fordert Staatssekretariat für Integration

16. Dezember 2009, 14:24
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Parteikollegin Fekter sei gezwungen, "bei jeder Frage gleich unchristlich und unsozial" zu sein, meint der Grazer Bürgermeister

Graz - Der Grazer ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl fordert, dass Integrations-Agenden dem Innenministerium entzogen werden. Laut einem "News"-Bericht tritt Nagl für ein Integrations-Staatssekretariat ein.

"Innere Zerrissenheit"

Die Innenministerin hätte es schwer, die Bereiche Sicherheit und Integration miteinander zu vereinbaren, meint Nagl: "Da hast du eine innere Zerrissenheit, die dich bei jeder Frage gleich unchristlich und unsozial macht", wird der Bürgermeister zitiert. Sollte hingegen ein Integrations-Staatssekretariat eingerichtet werden, könnte man unbelasteter arbeiten. Die Innenministerin müsse die "Hardlinerin" sein, "die die Gesellschaft vor negativen Dingen beschützt - das ist nun einmal die Gesamterwartungshaltung der Bevölkerung".

In Graz sei das Migrationsthema Chefsache, sagt der ÖVP-Politiker. Genauso sollte es auf Bundesebene im Bundeskanzleramt angesiedelt sein.

Außerdem fordert Nagl für Menschen, die mit einem Asylverfahren nach Österreich kommen, sofortige Arbeitsmöglichkeiten. So könnten negativen Reaktionen aus der Bevölkerung vorgebeugt werden. (APA)

 

 

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